Skeyfare

09. Dezember 2021, 22:50:56
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Skeyfare » Online Abenteuer » Abenteuer » Flucht aus Xpoch » 1492-im Keksdöschen

Autor Thema: 1492-im Keksdöschen  (Gelesen 10403 mal)

Offline Rangoon

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1492-im Keksdöschen
« am: 08. September 2003, 18:29:04 »
Trispin sieht, wie weit vor Mittag Rangoon in die Wirtsstube des "Grünen Keksdöschens" stürmt, ihn an einem der Tische erkennt, sich auf einem Stuhl neben ihm fallen läßt und hemmungslos an zu schluchzen fängt, mindestens die Hälfte davon eher lautstarker Protest denn echter Schmerz.

Offline Trispin

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« Antwort #1 am: 09. September 2003, 10:20:49 »
Trispin wirkt inzwischen recht gefaßt und ernst, mit etwas blassem Gesicht. Er ergreift Rangoon´s Hand, streichelt sie, versucht sie zu beruhigen.
"Jetzt mal langsam, meine Liebste. Ich verstehe ja gar nicht, was du sagen willst. Komm, trink erstmal einen Schluck von dem Wein. Bei all den Tränen ist ja dein hübsches Gesicht gar nicht mehr zu erkennen."
Er versucht ein aufmunterndes Lächeln.

Offline Rangoon

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« Antwort #2 am: 09. September 2003, 19:41:05 »
Sie zieht ihre Hand weg, greift jedoch nach dem Becher Wein und trinkt ihn aus. Erst dann blickt sie Trispin an, ohne Hoffnung ihre Stimme, ohne Trotz: "Es ist vorbei, wir dürfen uns nie wiedersehen."

Offline Trispin

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« Antwort #3 am: 11. September 2003, 08:42:05 »
Trispin wird nocch etwas blasser, jeglicher Humor ist aus seinen Zügen gewichen.
"Aber .... warum denn? Ich verstehe das nicht."

Offline Rangoon

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« Antwort #4 am: 11. September 2003, 15:06:05 »
"Warum? Ich glaube, sie werden dich töten, egal wieviel du von dieser Mission weisst oder nicht; ob sie unwichtig ist wie ein Pups oder die Welt vernichten wird, deshalb!" Sie ist immer lauter geworden, erschrocken hält sie inne. "Und weil ich nicht will, dass dir was passiert, weil ich dich hinterher hier wieder treffen möchte," fügt sie hinzu. "Ich werde diesen Auftrag erfüllen und dann zurückkommen, genau." Es scheint, als sei ihr diese Idee gerade erst gekommen, sie wirkt wieder sicherer, ihre Augen beginnen zu leuchten.

Offline Trispin

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« Antwort #5 am: 12. September 2003, 13:18:29 »
Trispin schweigt lange Zeit, bevor er wieder spricht, mit leiser, aber fester Stimme.
"Ich werde dich begleiten, heimlich, wenn es sein muß. Ich kann den Gedanken nicht ertragen, dich alleine in eine ungewisse Mission laufen zu sehen."
Wieder Pause.
"Mußt du hier in Xpoch etwas erledigen, oder eine Reise antreten?"

Offline Rangoon

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« Antwort #6 am: 13. September 2003, 12:15:20 »
Ihre Augen plötzlich groß, dunkel, voller Panik. "Nein, lass das! Ich werde Xpoch bald verlassen und du wirst mir nicht folgen können . . ." Dann richtet sie sich auf und sagt mit ungewohnter Würde: "Ich kann sehr gut auf mich alleine aufpassen, das mußte ich die ganzen Jahre vorher auch, als ich noch in der Gosse bettelte hat sich niemand für mein Schicksal interssiert." Sie guckt Trispin trotzig an, aber die Angst schwingt noch mit.

Offline Trispin

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« Antwort #7 am: 13. September 2003, 13:18:47 »
Trispin antwortet mit kaum einer Emotion in seiner Stimme, doch noch immer ist er sehr bleich.
"So meinte ich das auch gar nicht. Ich will dich nur nicht gleich wieder verlieren, und damit meine ich nicht unbedingt nur die Dinge, gegen die du nicht vielleicht nicht wehren kannst .... Aber was meinst du mit ´in der Gosse gebettelt´ eigentlich?"
Er schaut sie etwas verwirrt an.

Offline Rangoon

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« Antwort #8 am: 13. September 2003, 17:26:30 »
"Hast du mir vorhin im Garten nicht zugehört - oder wolltest du es nicht hören, hm?! Ich gehöre eigentlich da draussen vor die Tür, von Geburt an, wenn du so willst!" Ihre Augen werden jetzt schmal. "Gossengöre, Bettlerpack, Marktdieb, such es dir aus."

Offline Trispin

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« Antwort #9 am: 14. September 2003, 11:44:56 »
"Du erweckst nicht unbedingt den Eindruck, als wenn es so wäre. Wie bist du dazu gekommen? Du bist doch elfisch, ich dachte, bei euch gäbe es sowas nicht."
Er wirkt eher interessiert, bemüht den aggressiven Ton in ihrer Stimme und ihren Blick zu ignorieren.

Offline Rangoon

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« Antwort #10 am: 16. September 2003, 13:51:54 »
Rangoon steht auf und stellt sich neben Trispin, plötzlich wirkt sie kleiner und hält etwas Abstand zu Trispin. Sie blickt ihm nicht in die Augen und ihre Stimme klingt unterwürfig als sie beginnt: "Nur eine kleine Münze von dem großen Herrn für die Katze, eine kleine Handbewegung für euch und für mich sooo viel . . .", dann streckt sie sich wieder zur vollen Größe und sagt mit abfälliger Stimme: "Meine Eltern kenne ich nicht, ich wurde von Bettlern großgezogen, wohl, weil ich so dünn bin, dass es so manches Herz erwärmte. Meine Ziehmutter starb irgendwann an verdorbenen Fleisch, mein Vater bettelt noch im Händlerviertel." Sie setzt sich wieder. "Der maitre hat mich in den letzten Wochen durch die Mangel der guten Erziehung geschickt - und er scheint damit Erfolg gehabt zu haben." Sie lächelt nun, ein verschmitztes Lächeln und streckt vorsichtig ihre Hand in Richtung Trispin aus.

Offline Trispin

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« Antwort #11 am: 16. September 2003, 16:04:21 »
Trispin sackt endgültig in sich zusammen, nicht mehr in der Lage seine mühsam aufrechterhaltene Fassung weiter zu wahren. Einen guten Moment sagt er gar nichts, ergreift aber dankbar Rangoon´s Hand und hält diese gut fest.
Dann versucht er ein Lächeln zustande zu bringen, doch gibt er rasch wieder auf.
"Ähm. Ich kann nicht gerade sagen, dass ich nicht überrascht wäre. Und das nach dieser Nacht und all dem, was dieser Tag auch schon gebracht hat. Ich muß sagen, wenn das so weitergeht mit dir, brauche ich bald Urlaub."
Er versucht nochmals ein Lächeln, drückt ihre Hand.
"Also, dass du nicht so ganz gewöhnlich warst, dass hat man schon gemerkt. Irgendwie so erfrischend anders, offener und direkter als unsere Mädels aus gutem Hause. Und schließlich habe ich dich so kennengelernt, wie du jetzt bist. Aber ..... wer bist du jetzt eigentlich? Ich gebe zu, dass es mir etwas schwer fällt, die Contenance zu wahren, soweit man davon überhaupt noch sprechen kann."
Ein verzweilfelter Blick, fast schon komisch anzusehen.
"Verzeih mir, verehrte Dame Bettlerin, ich ..... ich muß erstmal einen klaren Kopf kriegen. Ich ..... du weißt, dass ich dich sehr gerne mag, aber ..... "
Und damit steht er, plötzlich entschlossen, auf und geht, dem Wirt ein paar Münzen zuwerfend, zur Tür.
« Letzte Änderung: 16. September 2003, 16:06:23 von Trispin »

Offline Rangoon

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« Antwort #12 am: 16. September 2003, 19:40:48 »
Rangoon blickt Trispin nach, voller Sehnsucht, doch macht sie keine Anstalten ihm zu folgen. Sie verläßt geraume Zeit nach ihm das Wirtshaus und kehrt zum Haus von Rowenheims zurück.

Offline Trispin

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« Antwort #13 am: 16. September 2003, 22:41:15 »
Doch Trispin sitzt ein Haus weiter auf dessen Eingangsstufen, den Kopf auf seine Hände gestützt und starrt ins Leere.

Offline Rangoon

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« Antwort #14 am: 17. September 2003, 10:45:30 »
Als Rangoon Trispin erkennt bleibt sie kurz neben ihm stehen, sie zögert als wolle sie ihn ansprechen, doch dann geht sie schnell an ihm vorbei.