Skeyfare

18. Januar 2018, 06:09:01
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Skeyfare » Orfinlir » Conjurers Gambit II (Moderator: kolvar) » Mealanea und Chacota

Autor Thema: Mealanea und Chacota  (Gelesen 7677 mal)

Offline Mealanea

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« Antwort #15 am: 15. März 2004, 20:04:35 »
Mea´s Sicherheit beginnt sich in dem Maß zu verflüchtigen, in dem Chaco offener und mehr er selbst wird. Sie wendet sich jetzt von ihm ab, starrt ins Feuer, ihr langes Haar bedeckt das Gesicht.
"Was meinst du? Was soll ich klarer sehen?"

Offline Chacota

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« Antwort #16 am: 16. März 2004, 11:50:50 »
Warm und dunkel klingt seine Stimme nun und obwohl der Seraph sich nicht offensichtlich bewegt hat scheint er mit einem Mal unmittelbar neben ihr zu sitzen. "Entschuldige erneut meine Offenheit, aber ich muss Klarheit schaffen - für dich wie für mich - bevor wir in das Chuorgebiet eindringen. Vielleicht bleibt später keine Zeit mehr." Mea spürt eine behutsame Berührung, rauh und voller Schwielen die Hand Chacotas auf der ihren. Seine Stimme wird leiser. "Ich bin nicht mehr als Chacota, der versucht, das Herz seiner Frau zurückzugewinnen. Bitte vergiss das nicht."
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

Offline Mealanea

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« Antwort #17 am: 17. März 2004, 09:40:43 »
Mea schaut dann doch direkt in sein Gesicht, Verwunderung und Traurigkeit in dem ihren. Doch ihre Hand zieht sie nicht weg von Chaco´s Berührung. Einige Momente verharrt sie so, bevor sie ihre Hand wegzieht, und schließlich antwortet:
"Das weiß ich."
Wieder starrt sie ins Feuer.
"Mein Verstand weiß das. Und mein Herz wird es wohl von ihm lernen müssen....."

Offline Chacota

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« Antwort #18 am: 17. März 2004, 13:35:18 »
Sein Gesicht vom Licht des Feuers erleuchtet, lediglich seine Augen scheinen so dunkel wie die Nacht, die sie umgibt. Seine Hand verharrt noch einen Augenblick über dem nun leeren Raum, bevor er sie langsam zurücknimmt. Seine Stimme klingt nun bedrückt, ohne Ironie: "Verzeih mir, meine gute Erziehung liegt schon zu lange zurück, als dass ich noch wüßte, was mir zusteht und was nicht." Dann steht er langsam auf. "Ich werde etwas Wasser aufsetzen, möchtest du auch einen Becher Tee?"
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

Offline Mealanea

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« Antwort #19 am: 18. März 2004, 12:03:02 »
Etwas verzögert und leise: "Ja, bitte."

Offline Chacota

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« Antwort #20 am: 18. März 2004, 15:52:58 »
Chacota bleibt etwas länger weg als notwendig wäre um Wasser zu holen, sorgfältig stellt er den kleinen Topf ins Feuer und fast behutsam streut er die Teeblätter hinein als das Wasser kocht. Schließlich füllt er zwei Becher und reicht Mea einen davon. Vorsichtig hält er das heisse Getränk in den Händen und bricht das lange Schweigen: "Tee heisst in Euth auch Cha, darüber muss ich manchmal lächeln." Und nach einer kurzen Pause: "In Euth ist es eine alte Tradition, dass an die Kinder Namen im alter Euther Dialekt vergeben werden, meist beinhalten sie einen Wunsch oder eine Weissagung. Gibt es bei den Waldelfen auch einen solchen Brauch?"
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« Antwort #21 am: 18. März 2004, 17:13:50 »
Wieder dauert es eine ganze Weile bis Mea antwortet. Erst pustet sie etwas in ihre Tasse und trinkt einen kkleinen Schluck, bevor sie spricht, übrigens in sehr sachlichem Tonfall.
"Bei den Waldelfen gibt es üblicherweise Namen die die Natur beschreiben, einen Teilaspekt der Natur in einem bestimmten Zustand. Doch lassen sich diese Begriffe schwer in menschliche Sprachen übersetzen, oder zumindest würde aus einem kurzen Namen eine satzlange Beschreibung werden."
Sie lächelt ein wenig, starrt aber weiter ins Feuer dabei.
"Mein Name heißt dann in etwa soviel wie: eine Schwanzfeder eines Eichelhähers, die er verloren hat, als er verfolgt oder gejagt wurde. Also, nur mein Vorname. Es ist halt nicht alles so toll, was von den Elfen kommt. Tee ist dann doch einfacher. Oder was bedeutet der Rest? Kanne?"
Zum ersten mal scheint sie in dieser Nacht aus ihrer melancholischen, ernsthaften Stimmung herauszufinden, und lächelt Chaco sogar etwas verschmitzt an. Dabei wirkt sie wieder viel jünger als sonst.

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« Antwort #22 am: 19. März 2004, 15:33:33 »
Sein Lachen kommt von Herzen. "Ich erinnere mich, haben Eichelhäher nicht diese in einem Himmelblau leuchtenden Federn- oder waren die am Flügel? Nun grinst der Seraph tatsächlich. "Du musst mein Naturwissen für katastrophal halten."
Dann wird er ernst, seine Stimme ganz weich, fast entschuldigend. "Meine Eltern haben mir einen anderen Namen gegeben, meines Vaters größter Wunsch war, dass seinem Ältesten Veshna besonders geneigt sei und so wurde ich Sagrado Travesura genannt, zusammen mit meinem Familiennamen Espada bedeutet dies ungefähr 'Geheiligter Schwertschlag' und ich habe es wohl Asha zu verdanken, dass dieser Name schnell zu Satres abgekürzt wurde." Er deutet mit dem Kopf kurz zu Fachtna hinüber. "Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass Fachtna mich so nennt." Seine Stimme wird leiser. "Chacota nannte ich mich erst, nachdem ich aus Euth geflohen war; dies Wort wird für Hohn oder Spott verwendet." Seine Stimme frei von Ironie. "Yolande begann, mich Chaco zu nennen, was soviel heissen kann wie 'Tee mit' und ihm seine Bitterkeit nimmt." Er lächelt breit. "Vielleicht wird es wieder Zeit für einen neuen Namen."
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Offline Mealanea

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« Antwort #23 am: 19. März 2004, 16:18:40 »
"Vielleicht sind Namen ja auch gar nicht so wichtig. Mir scheint eher wichtig, was für eine Person man ist, und nicht, wie diese genannt wird. Auch das menschlche Verlangen, sich Titel und andere Bezeichnungen zuzulegen habe ich nie verstanden. Aber das muß wohl auch jeder selber wissen."
Sie lächelt Chaco jetzt freundlich an.
"Aber es ist schön zu sehen, dass du auch mal lachen kannst. Dann ist noch nicht alle Hoffnung für dich verloren."
Und noch eine kleine Pause.
"Chacota, was will das Auge eigentlich von dir? Ich verstehe nicht so recht, worauf er mit seinen Übungen hinaus will."

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« Antwort #24 am: 19. März 2004, 23:35:18 »
Er überlegt lange, fast scheint es, als könne er sich nicht zu einer Antwort durchringen, dann beginnt er, langsam, leise: "Ich hatte jegliche Hoffnung verloren." Wieder verhält er, dann hebt er den Blick und während der folgenden Worte läßt er Mea nicht aus den Augen: "Ich hatte die Hingabe an Veshna verloren, ihn verraten und hatte durch meinen Hang, die Vergangenheit nicht ruhen zu lassen; mich immer wieder selbst zu bestrafen für die alten Verbrechen - die doch von Gericht und Veshna verziehen waren - Shutha und Ginthesar verloren. Der Besuch des Tempels rettete mich, eine Priesterin Ashas erkannte, wie nahe ich am Abgrund stand. Grunchudad ist meine Hilfe in der Dunkelheit, er begleitet mich, damit ich meinen Weg zur Erlösung finde. Er hat mich viel gelehrt . . . und sei es nur, trotz allem noch lächeln zu können."
Dann reisst er sich los, blickt in die Flammen und erzählt weiter: "Ich werde lernen, mir selbst zu verzeihen und so zu mir selbst zurückfinden." Chacota blickt sie erneut an und noch nie hat sie so groß die Hoffnung, es möge einen Menschen geben, der ihn in seiner Situation verstehe, in seinen Augen gesehen.
Dann blinzelt er, der Moment verstreicht und er fragt sie amüsiert: "Lache ich wirklich so selten?"
Und dann ist sie wieder da, die ewige Ironie. "Bin ich nicht ohne Kleidung ein durchaus unterhaltsamer Anblick?"
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« Antwort #25 am: 20. März 2004, 09:32:43 »
Aufmerksam folgt Mea Chaco´s Erklärungen, nickt verständnisvoll, als er von Asha erzählt. Doch bei seinem letzten Satz wird sie wieder unsicher, etwas verlegen wandert ihr Blick zur Teetasse und bleibt dort haften.
"Doch ...... sicherlich. Ich ........"
Ihr Blick, eine seltsame Mischung, schwer zu definieren (Melancholie, Neugier .... ???) trifft Chacota. Sie will etwas sagen, doch scheinbar ist sie zu scheu dazu.
Wieder schaut sie lieber ins Feuer, eine lange Pause entsteht.
Und langsam und leise beginnt sie wieder:
"Asha. Wenn du daran glaubst, dass du dort Hilfe erlangen kannst, dann kann ich dir nur eines raten. Ich kenne diese Götter nicht so gut, aber eines haben sie alle gemein. Du mußt einfach nur wirklich glauben, aus der Tiefe deines Herzens. Dann kannst du die Vergebung erfahren, die sie für dich bereit hält. Du mußt deinen Verstand, dein logisches Denken, dazu vergessen. Es hält dich zu sehr in dieser Welt gefangen. Du mußt lernen, zu denken wie ein Kind. Das Geschenk annehmen, und nicht hinterfragen. Immer mehr haben wollen, immer größere Geschenke. Und keine Gegenleistung, einen Ausgleich, irgendetwas derart geben wollen."
Diesmal spricht nicht die priesterliche Lehre aus hier heraus. Das kam leise und stockend, aber aus ihrem Herz, dass kann Chaco spüren.
Sie lächelt ihn jetzt wieder an, etwas traurig, aber auch hoffnungsvoll.

Offline Chacota

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« Antwort #26 am: 22. März 2004, 15:58:41 »
Sehr aufmerksam hört er Mea zu, fast staunend. Zögernd fragt er schließlich: "Ich verstehe nicht, ein Geschenk? Ohne Gegenleistung?" Er holt tief Luft. "Ich weiss, dass dies Geschenk für mich bereit steht." Chacota deutet auf sein Schildbein. "Mein Hinken ist Ashas Versprechen dieser Vergebung. Doch ich wage nicht, es anzunehmen. Und es liegt nicht einmal daran, dass ich glaube, es nicht verdient zu haben. Nein. Ich weiss einfach nicht, wie mein Leben ohne die Schuld, die ich mir auferlege, aussehen wird. Verstehst du mich? Viele Jahre habe ich mich selbst gequält und meinen Stolz damit genährt. Aus Angst, ihm andere Nahrung zu geben." Er sitzt bewegungslos, seine Augen fixieren das Feuer und er wirkt plötzlich verletzlich.
"Es läuft darauf hinaus, ob ich mir selbst vertraue; ob ich auch ohne Schuld, kaum gebunden an Gesetze, die die Menschen sonst leiten, zu ihrem Wohl handele. Nicht meinem Stolz diene, sondern den Menschen." Seine Stimme gefühlvoll.
"All diese Gedanken hätte ich ohne Grunchudad nicht gehabt, du hingegen bist auf dem Pfad der Erkenntnis schon viel weiter fortgeschritten, warum bist du also so traurig?"
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Offline Mealanea

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« Antwort #27 am: 22. März 2004, 20:16:19 »
Mea ist jetzt wieder näher bei Chaco, schaut ihm in die Augen:
"Der Pfad der Erkenntnis. Ja, in einem Teilbereich bin ich vielleicht weiter als du, aber in anderen nicht. Und da, wo ich es nicht bin, erreicht mich immer wieder der Schmerz. Das mag vielleicht auch gar nichts mit Erkenntnis zu tun haben, meiner Schwächen bin ich mir da schon bewußt. Doch manchmal kann man sich einfach nicht helfen ...... so, wie du dich auch gut zu kennen scheinst, und dennoch davor fürchtest, was dir dies Wissen einbringen kann. Ich glaube auch zu verstehen, wovor du dich fürchtest. Doch kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Angst begründet ist. Warum solltest du dir nicht vertrauen können? Was soll schon passieren?"

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« Antwort #28 am: 23. März 2004, 10:50:33 »
Chacota ergreift ihre Hände. "Ach Mea, was passieren kann? Dass ich wieder töte, nicht aus der Notwendigkeit heraus, sondern aus Stolz - oder für die Ehre. Oder aus Rache . . . ich empfinde noch immer bittere Freude bei der Erinnerung an Finans Angriff vor vier Tagen. Und der Ausrede, ich dürfte ihn angreifen - um mich zu verteidigen." Er läßt Meas Hände los, sein Blick bleibt auf seine Hände gerichtet.
"Aus verletztem Stolz tötete ich vor 20 Jahren einen anderen Paladinschüler. Alles, was seitdem geschah, ist Folge dieser Tat. Nur töte ich inzwischen weitaus effizienter." Chacota blickt auf und Mea sieht tatsächlich so etwas wie Mutlosigkeit in seinen Augen.
Nur einen Moment, dann richtet er seine volle Aufmerksamkeit auf Mea und von der Unsicherheit ist nichts mehr zu spüren: "Von welchen Schwächen sprichst du, wenn du meinst, dort würde dich der Schmerz stets noch erreichen?"
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« Antwort #29 am: 24. März 2004, 14:50:34 »
Sie lächelt kurz etwas:
"Das weißt du schon ganz genau, und lenk nicht immer vom Thema ab. Jetzt bist du an der Reihe, dann ich. Du hast schließlich angefangen mit dem Gespräch und wolltest über dich reden."
Mit einem freundlichen Lächeln drückt sie seine Hände; dann wird sie wieder ernst, ohne die Berührung zu lösen. Sie bleibt so vor ihm auf den Knien hocken und sieht ihn direkt an.
"Also, du hast getötet, wo es nicht notwendig war; aus einem Grund, der dir nun nichtig erscheint. Das war also ein Fehler, du bereust ihn und hast verstanden was du falsch gemacht hast. Das hört sich doch schon gut an, besser kann man doch gar nicht mit sowas umgehen. Wie kommst du darauf, dass du es wieder tun würdest, wo du den Fehler doch erkannt hast?"
Ruhig schaut sie Chaco an und wartet ab, was er sagen möchte.