Skeyfare

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Skeyfare » Orfinlir » Die Suche » Was die Zukunft bringt

Autor Thema: Was die Zukunft bringt  (Gelesen 16786 mal)

Offline Chacota

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Was die Zukunft bringt
« am: 20. Dezember 2005, 11:59:52 »
Einen Abend, denen sie mangels eines erreichbaren Dorfes in der feuchten Kälte eines Nachtlagers unter freiem Himmel verbringen, spricht Chacota, der die Reise überwiegend schweigend verbrachte, unvermittelt Haidan an: „Ist es schwer für dich?"
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

Offline kolvar

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« Antwort #1 am: 20. Dezember 2005, 18:36:18 »
Haidan schaut erstaunt auf: "Was  meinst du? Die Reise? Bin ich gewöhnt. Von Veshna loszukommen? Was heißt schon schwer. ich bin ausgestoßen, gejagt, vogelfrei, dennoch nicht frei zu glauben oder tun, was ich will. Ja, dass ist nicht ganz leicht. Andererseits ist es leichter so zu leben als ständig in jeden Kampf zu reiten und gleichgültig andere Wesen umzubringen."
"Jeder, der  genaustens Buch über seine geistige Stabilität führt, kann sich sicher sein, daß er etwas vergessen hat, zu notieren."
Aus: Die freundilchen Weisheiten des Kolvar, Bd 1,5,26

Offline Chacota

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« Antwort #2 am: 20. Dezember 2005, 20:09:03 »
Der Seraph hört aufmerksam zu, er nickt, dann erwidert er: "Mir ist aufgefallen, dass die Ziellosigkeit, die meine Suche für dich zwangsläufig mit sich bringt, dich unzufrieden macht. Ich habe dir noch keine Gelegenheit geben können, dieser Reise für dich einen Sinn zu geben."
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Offline kolvar

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« Antwort #3 am: 21. Dezember 2005, 09:48:36 »
"Täusch dich nicht, für mich ist der Sinn, dass ich nicht alleine herumreise. Gewiss, ich wäre vermutlich unauffällliger alleine, aber du bist ein Faktor in meiner Verteidigung, den die Söhne nicht gut einschätzen können, was mir Zeit verschafft."
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« Antwort #4 am: 21. Dezember 2005, 13:40:11 »
"Ich erinnere mich noch an unsere erste Begegnung, du kanntest meinen Namen und meine Geschichte, wir sollten uns also nicht alllzu sehr auf das Überraschungsmoment verlassen." Die gerade begonnene Unterhaltung stockt ehe Chacota weiterspricht. „Wie oft werden wir wohl noch aneinanderstoßen?"
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« Antwort #5 am: 21. Dezember 2005, 14:24:20 »
"Wir beide? Wenn du mich noch öfter für Kriegseinsätze brauchst, werden wir noch viel zusammensitzen und solche Gespräche führen können."
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« Antwort #6 am: 21. Dezember 2005, 14:35:47 »
"Ich sehe keinen Krieg vor mir, der der meine sein muss." Dann lächelt er. "Meine Frage bezog sich eher auf unsere unterschiedliche Lebensphilisophie und die Schwierigkeiten, die sich im folgenden Jahr daraus ergeben werden."
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Offline kolvar

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Replying to Topic 'Was die Zukunft bringt'
« Antwort #7 am: 21. Dezember 2005, 14:42:10 »
"Ich habe kein Problem mit unterschiedlichen Philosphien. Meine Erfahrung war bisher immer, dass jeder Philosoph schließlich eine Waffe in der Hand hatte und durch eine Wunde sterben konnte. Und wenn ich nicht angeheurt war, gegen ihn zu kämpfen, dann war mir das ziemlich gleichgültig. Ich weiß, gerade DAS ist etwas, das dir immer etwas aufstößt, aber für mich ist diese Reise kein Problem."
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Replying to Topic 'Was die Zukunft bringt'
« Antwort #8 am: 21. Dezember 2005, 17:26:50 »
 "Wenn er für seine Philosophie eintrat, so wird er den Tod akzeptiert haben." Er lächelt wieder. "Wir sind beide alt genug geworden, um diesen Konflikt nicht auszuweiten. Und ich habe nicht vor, eine Umkehr von dir zu verlanngen." In sich gekehrt dann: "Wie nah warst du dem Tod?"
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« Antwort #9 am: 21. Dezember 2005, 17:50:03 »
"Ich habe den Todesengel sich über mich beugen sehen. Oder vielleicht war es nur EIN Todesengel. Er sah jedesmal anders aus. Aber etwas prosaischer: Die schlimmste Zeit meines Lebens dürften die vier Tage auf dem Schlachtfeld gewesen sein, als ich unter meinem toten Pferd eingekeilt war und mit meiner noch heilen Hand die Raben und Hunde abwehren mußte. Die Aussicht in einer solchen Situation von einem Menschen gefunden zu werden, ist nur mäßig hoffnungsvoll, da es sich immer um Leichenfledderer oder jene handeln könnte, die den Söhnen Veshnas nicht wohl gesonnen sind. Und wenn du wissen willst, wie ich freigekommen bin: nach drei Tagen war das Pferd schon nicht mehr ganz frisch und einige Tiere hatten sich an ihm zu schaffen gemacht - wie ich auch schon - gammeliges Pferdefleisch ist nicht zu verachten, wenn man langsam ausblutet - und es wurde langsam leichter. Ausserdem heilten mit der Zeit meine Wunden und ich konnte schließlich mich weit genug befreien, um an meinen Dolch heranzukommen und nach und nach das Pferd zu zerschneiden. Meine Brüder lachten herzhaft über die Geschichte, und beim ersten Erzählen fand ich sie auch wahnsinnig komisch, hysterisch. Aber mit der Zeit verliert so etwas seinen charm und inzwischen muß ich nur noch an das Pferd denken, dass  mir in der Schlacht zweimal das leben rettete, einmal, indem es einen für mich gedachten Pfeil abfing, als ich versuchte, mich zurückzuziehen, und einmal mit seinem Fleisch." Einen Moment schweigt er. "Schon seltsam, dass ich ihm dankbar für das Fleisch bin, wo ich es doch die ganze Zeit verfluchte, als ich unter ihm lag."
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2005, 22:30:13 von kolvar »
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« Antwort #10 am: 22. Dezember 2005, 13:12:12 »
Chacota hat schweigend gelauscht, seiner Miene ist keine Regung anzusehen, seine Stimme jedoch beeindruckt - oder etwas anderes? "Der Lebenswille ist so stark in dir wie ich es selten bei einem Lebewesen verspürt habe, hast du trotzdem Angst vor dem Tod, gerade jetzt?"
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Replying to Topic 'Was die Zukunft bringt'
« Antwort #11 am: 22. Dezember 2005, 13:29:20 »
"Ich habe Angst davor, Sinnlos zu sterben, nur weil der Gott, dem ich diente, der Meinung ist, dass ich durch die Hand meiner Brüder sterben sollte. Ich weiß, es ist ziemlich bigott, soetwas von mir zu hören, aber wenn ich für irgendeine Wahrheit, die ich vertreten kann, sterben würde, hätte mein Leben wenigstens den Bruchteil eines Sinns gehabt."
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« Antwort #12 am: 22. Dezember 2005, 16:12:16 »
"Könntest du einen solchen Sinn derjetzt in deinem Leben erkennen? Wofür wärest du momentan bereit zu sterben?" Die Frage nicht provokant gestellt, aber eindringlich.
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Offline kolvar

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Replying to Topic 'Was die Zukunft bringt'
« Antwort #13 am: 22. Dezember 2005, 16:17:50 »
"Weiß nicht. Bin noch auf der Suche."
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« Antwort #14 am: 22. Dezember 2005, 19:10:54 »
Wieder ein bestätigendes Nicken. „Es ist schwierig, ein neues Leben zu beginnen, ohne das alte zu verleugnen." Und nach einer Pause. „Kannst du dir vorstellen, die Klinge endgültig ruhen zu lassen?"
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\