Skeyfare

03. Dezember 2022, 22:20:32
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Skeyfare » Andere Welten » Campaign Endor (Moderator: Gideon) » Vampirgeschichten

Autor Thema: Vampirgeschichten  (Gelesen 9717 mal)

Offline Makkharezz

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Vampirgeschichten
« am: 02. März 2007, 18:20:44 »
Es ist der Abend eines unendlich langen Tages. Inzwischen sind die Wunden versorgt und die leeren Mägen gefüllt, aber allen stecken die Ereignisse der letzten Tage in den Knochen. Jetzt, wo das Adrenalin nicht mehr durch die Adern jagt, macht sich Erschöpfung breit. Und auch der würzige Wein, der als willkommene Abwechslung zum göttlich erschaffenen Wasser in die Becher fließt, tut sein übriges.

Den Tag über wurde stundenlang geredet, gegrübelt und diskutiert. Den Magiern von Wayreth wurde von der Welt Sero berichtet, von den BAA und ihren fliegenden Schiffen, dem Abbau von Tiberium, von den Portalen, dem Helm, und von Cadralu.

Und nachdem dieser Rückblick komplett war, richteten sich die Gedanken der Gefährten in die Zukunft und auf viele Fragen, die damit verbunden sind: Wie soll man die verbleibenden Welten bereisen und die Artefakte finden? Wie kann Gradlons Volk gerettet werden? Welche Folgen hat Cadralus Anwesenheit für Endor, und was kann gegen mögliche Untaten unternommen werden? All diese Fragen wurden hitzig diskutiert, bis schließlich auch der energischsten Redner erschöpft verstummt ist und gedankenverloren in das prasselnde Kaminfeuer starrt.

Ein Thema ist allerdings den ganzen Tag noch gar nicht zur Sprache gekommen. Einigen war es neben den buchstäblich weltbewegenden Problemen wohl als nicht so bedeutend erschienen, anderen vielleicht als so gewichtig, dass sie es aus diesem Grund gemieden haben.

Obwohl der Ärmel ihres Kleides den Flammen gefährlich nahe kommt und ihr Gesicht von der Hitze schon gerötet ist, rückt Semiramis noch ein Stückchen näher an den Kamin heran. Wie beiläufig fragte sie Antaras:


„Und, wie geht es dir?“
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Offline Erwin B.

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #1 am: 04. März 2007, 12:45:36 »
Ohne etwas zu sagen, ja ohne sich dem Gespräch weiter zuzuwenden, beobachtet der Gnom jetzt seinen einstigen Kameraden sehr genau als dieser antwortet.
"You can´t take the Sky from me!"

Offline Antaras

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #2 am: 04. März 2007, 20:41:25 »
Es ist erst eine gute Stunde her, dass Antaras den Raum betreten hat, fast unsichtbar hat er sich an den Rand der Gruppe gesetzt und schweigend der Diskussion gelauscht. Seine Gestalt scheint unverändert, ja selbst die etwas verkrampfte Haltung der letzten Monate, die immer auf einen versteckten Schmerz hindeutete, ist noch dort. Nur hin und wieder, wenn das Licht des Feuers hell auflodert, ist die seltsame Tönung seiner dunklen Haut zu sehen, die nun noch dunkler wirkt, wo ihr die Farbe des Lebens fehlt.
„Besser als die Wochen zuvor.“ Seine Stimme heiserer als früher, die Aussprache betont deutlich. „Ich kann nun wieder klar denken.“ In seinen Augen ist ein seltsames Funkeln zu erkennen, hell und schnell wieder im Dunkel der Iris verschwunden. Und vielleicht ist dort ein kleines Lächeln um seine Mundwinkel – oder es war nur ein Trugbild der Flammen.
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Offline Makkharezz

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #3 am: 04. März 2007, 21:34:29 »
Semiramis nickt. "Also, wenn das so ist: Was denkst du über das, was dir geschehen ist? Kannst du mit deinem neuen Ich leben?"
Sie sieht ihn aufmerksam an, und Antaras ist sich nicht sicher, ob in diesem Blick eher ihre Menschlichkeit oder ihre wilde drachische Natur vorherrschend ist.
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Offline Antaras

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #4 am: 05. März 2007, 11:08:17 »
Antaras’ Antwort kommt bedächtig, langsam: „Es war meine Entscheidung, Cadralus Angebot anzunehmen und ich kann dir nicht sagen, dass ich es bereue, denn es gab keine andere Wahl für mich. Dies war meine letzte Chance.“ Seine Augen suchen Ceri und diesmal leuchtet ein solches Sehnen in ihnen – doch dann ist es fort.
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Offline Ceridwen

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #5 am: 05. März 2007, 12:20:39 »
Als Anti Ceri derart anschaut, ist Ihr Blick weich, kurz beugt sie ihren Oberkörper vor, als wolle sie aufstehen und zu ihm gehen, dann jedoch bleibt sie sitzen und ihre Gesichtszüge verhärten sich:"Es gibt da noch eine zweite Frage Makk - nicht nur ob Antaras mit seinem neuen Ich klar kommt - was ist mit uns? Können wir damit leben? Kann es noch einen gemeinsamen Weg geben? Wird Anti es schaffen, seinen Blutdurst in unserer Gegenwart zu zügeln? Steckt in ihm immer noch der alte, uns bekannte, verläßliche und loyale Antaras oder schlummern jetzt noch andere, dunklere Kräfte in ihm? Bisher dachte ich, daß ich Antaras am besten von uns kenne, nun bin ich mir nicht mehr so sicher!" Mit schmerzverzerrtem Gesicht wendet sie sich ab, ruckhaft dreht sie jedoch ihren Kopf wieder zurück und sieht Antaras entschlossen an:"Vielleicht sagst Du uns erst mal, was es bedeutet, ein Vampir zu sein - mit allen Konsequenzen!"

Offline Lou

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #6 am: 07. März 2007, 20:54:05 »
Lou holt  sich noch eine Flasche Wein als das Gespräch beginnt, stellt seinen Stuhl ein wenig zurück und beobachtet traurig  Anti und Ceri.   

Offline Antaras

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #7 am: 07. März 2007, 21:36:28 »
Nun, wo es beginnt setzt Antaras sich so, dass er alle Freunde sehen kann. Aber obwohl so vieles an seinem Äußeren an den alten Antaras erinnert, der Stumpf, das ergrauende Haar, so liegt in seinen Bewegungen doch eine neue Geschmeidigkeit, die ungewohnt ist. Deutlich für alle zu verstehen antwortet er seiner Frau: „So wie du Hunger verspürst tue ich es auch – ohne diesem Gefühl stets nachgeben zu müssen. So wie du im Kampf allzu oft jede Zurückhaltung verlierst und deinem Hass nachgibst sehe ich nun neue Möglichkeiten unseren Feind zu bekämpfen.“ Er wendet sich Semiramis zu. „So wie du dein wahres Ich fandest muss ich nun meines finden.“
Eindringlicher, mit einer neuen, so bisher nicht gewohnten Präsenz wendet er sich jetzt an alle: „Ihr wisst alle, dass ich nur noch kurze Zeit mit euch hätte wandern können bis mein Körper mir seinen Dienst endgültig versagt hätte und ich zum Krüppel geworden wäre. Noch spüre ich denselben Schmerz wie einst. Nur kann ich ihn jetzt beherrschen.“
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Offline Makkharezz

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #8 am: 08. März 2007, 17:07:07 »
"Ich denke, Ceridwen hat gut daran getan, so offen zu sprechen. Also werde ich das auch tun: Ich bin den Göttern unendlich dankbar, dass du überhaupt noch bei uns bist, und ich kann verstehen, dass du den einzigen Ausweg wählen musstest, der dir noch geblieben ist.

Trotzdem habe ich Angst. Angst nicht nur, dass deine vampirische Natur uns und unserer Aufgabe gefährlich werden könnte. Vielmehr habe ich Angst, dass deine Seele Schaden nehmen könnte, dass der Vampir in dir vielleicht alle guten Eigenschaften vernichten und durch Hass und Blutdurst ersetzen könnte.

Aber ich weiß auch, wie stark deine Seele ist. Und wenn in dir auch nur ein Quentchen von meinem alten Freund Antaras steckt, dann würde ich meine Flügel verwetten, dass du das Gute in dir bis zum letzten Blutstropfen verteidigen wirst. Und bei diesem Kampf wirst du mich an deiner Seite haben- so, wie wir immer unsere Kämpfe gemeinsam ausfechten."

Nachdem Semiramis diese Worte an Antaras gerichtet hat, wirft sie einen forschenden Blick in die Gesichter ihrer Freunde.
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Offline Lou

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #9 am: 08. März 2007, 21:39:24 »
Lous Blick wandert langsam von Semiramis zu Antaras- und obwohl er schon wieder mal sehr tief in die Flasche geschaut hat, spricht er dennoch mit fester, klarer Stimme:
"Ich habe überhaupt keine Zweifel daran, dass Du uns weiterhin mit allen Mitteln bei unserer "Mission" unterstützen wirst- und das bestimmt sogar besser als es Dir vorher jemals möglich gewesen wäre. Ist es nicht so, dass Du dieses "neue Leben" vielleicht gar nicht angenommen hättest, wenn wir nicht diese Aufgabe hätten?"
Lou zögert kurz, wartet dann aber die Antwort Antaras nicht ab und fährt- jetzt mit einer sehr viel trauriger klingenden Stimme- fort:
"Sorgen mache ich mir nur um unsere Freundschaft und um Ceri und Dich." Jetzt sieht Lou zu Ceri: "Wirst Du es jemals akzeptieren können, was aus Deinem Mann geworden ist? Wirst Du ihn lieben können, so, wie Du es vorher einmal getan hast?" Nun schaut Lou wieder Antaras an: "Und wirst Du Ceri jemals wieder der Mann sein können, den sie so sehr geschätzt hat?"
"Und was ist mit uns? Wirst Du uns der Freund sein können, der Berater und Beschützer, der Du einmal warst? Und wenn nicht, wie können wir damit umgehen? Werden wir Dich vielleicht sogar mit Abscheu betrachten, weil wir genau wissen, was Du auf Deinen nächtlichen Zügen so treibst, wenn wir nicht dabei sind?  Werden wir am Ende gar Angst vor Dir haben müssen, wenn Du mal einige Zeit kein Blut bekommen hast?"
Lou hält kurz inne, nimmt noch einen großen Schluck Wein aus seiner Flasche und spricht dann weiter, den Blick auf alle gerichtet:
"Wahrscheinlich weiss keiner von uns, was wirklich passieren wird. Letztendlich hat Antaras für unsere Mission sein Leben geopfert. Wir sollten uns nicht gegen ihn stellen, wir sollten ihm vielmehr helfen, mit seinem neuen Ich klarzukommen, wie auch immer sich dieses neue Ich uns darstellen wird."
Lou wendet sich nun noch einmal an Ceri, bevor er wieder in seinen Stuhl zurücksinkt: "Auch Du kannst auf unsere Hilfe zählen. Für Dich wird das alles wahrscheinlich genauso schwer wie für Anti selbst."       
       

Offline Antaras

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #10 am: 09. März 2007, 14:13:39 »
Antaras blickt kurz zu Boden, dann geht sein Blick in die Runde, undurchschaubar mit jenem seltsamen Glitzern: „Ich weiss nicht, inwieweit ihr mir trauen könnt, ich weiss nicht, ob Kiri-Jolith meine Seele verdammt hat in dem Moment, wo ich Vampir wurde – nicht einmal, ob ich noch eine Seele habe, die es zu retten lohnt.“ Und nach einer kurzen Pause: „Ich kann eure Angst nur zu gut verstehen. Nur die Zeit wird zeigen, ob ich euer Vertrauen noch verdiene.“
Antaras dreht langsam den Kopf zu Ceridwen, scheint die Anwesenheit der anderen völlig vergessen zu haben: „Ich weiss, dass dir meine Entscheidung wie der grausamste Verrat vorkommt – und ich habe kein Recht dich zu bitten, mir die Zeit zu geben, die ich brauche um dir zu beweisen, was du mir bedeutest, dass du alles bist, was mich  . .“, er verstummt. „Wir sind von Kiri-Jolith verbunden worden, aber er würde es wohl gutheissen, wenn du unsere Verbindung lösen willst.“
Dann steht er auf und sagt, wieder an alle gewandt und sehr unnahbar: „Ich denke, ihr werdet euch alleine beratschlagen wollen, deshalb gehe ich jetzt besser.“
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Offline Makkharezz

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #11 am: 09. März 2007, 16:26:10 »
Semiramis springt auf. „Warte!“

Sie dreht sich zu ihren Freunden um und schaut in die Runde, während sie spricht: „Ich weiß ja nicht, wie ihr dazu steht, aber ich sehe nur zwei Möglichkeiten:

Entweder wir entscheiden, dass Antaras als Vampir keinen Platz mehr unter uns hat. Wenn ihr dieser Meinung seid, dann sollten wir ihn seiner Wege gehen lassen, und dann gibt es auch nichts mehr zu besprechen.

Allerdings erinnere ich euch daran, dass wir alle gewusst oder zumindest geahnt haben, was passieren würde wenn wir Antaras mit zu Cadralu bringen. Und niemand von uns hat etwas gegen seine Verwandlung unternommen. Ich für meinen Teil habe es geschehen lassen, weil ich Antaras nicht aufgeben wollte, und weil ich daran geglaubt habe, dass er auch als Vampir eine Chance verdient hat.

Wenn wir ihm diese Chance geben wollen, dann sollten wir alle zusammen nach Lösungen suchen, aber nicht hinter Antaras Rücken. Wir können nur dann von ihm erwarten, dass er seiner dunklen Seite trotzt und sich dem Guten zuzuwendet, wenn wir selbst bereit sind, ihm Aufrichtigkeit und Vertrauen entgegenzubringen. Ich finde es richtig, dass jeder seine Vorbehalte und Bedenken äußert, aber jede Heimlichtuerei kann unserer Gemeinschaft nur schaden.

Ich bitte euch also um eure Zustimmung zu einer offenen Diskussion im Beisein von Antaras.“

Sie wendet sich an Antaras. „Und dich bitte ich zu bleiben - wenn die anderen einverstanden sind. Und versuch, uns ein bisschen zu vertrauen. Wir sind im Augenblick noch ein wenig überrumpelt und auch ziemlich ratlos, wie wir mit dir umgehen sollen, aber es wird uns schon etwas einfallen.“
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Offline Lou

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #12 am: 09. März 2007, 20:59:58 »
"Meine Meinung kennt Ihr bereits. Erwin, Gradlon, Ceri..., was habt Ihr dazu zu sagen?" 

Offline Ceridwen

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #13 am: 12. März 2007, 13:00:14 »
Ceridwen hat während der letzten Zeit still dagesessen, den Kopf gesenkt, die Hände nervös gerungen - als Antaras sie direkt anspricht,  zuckt sie zusammen, schaut aber nicht auf. Sie hört weiter zu, und erst als Lou sie nochmals anspricht, reagiert sie."Ich bin völlig durcheinander - ich stelle mich wirklich alles und jedem in den Weg, aber das ist eine Wendung des Schicksals, vor der ich wirklich ratlos stehe. Die Kampfgefährtin Ceri würde sagen:"Okay, probieren wir es, schließlich war uns Antaras immer ein guter Freund und wir können jede Hilfe gebrauchen.". Als Ehefrau und Mutter jedoch... Ich hatte gehofft, mich nach Beendigung dieser Geschichte irgendwo mit Antaras zur Ruhe zu setzen und das einfache Leben zu genießen, doch wie soll das jetzt gehen? Wie soll ich Akri beibringen, daß sein Vater ein Vampir ist, den er nur in den Stunden der Dunkelheit sehen darf - und dann lieber auch nicht zu nah? Können wir alle je irgendwann ganz frei von Mißtrauen sein? Und können wir, wie Lou es schon angedeutet hat, es billigen, daß Antaras nachts auf Streifzug geht, um seinen Hunger zu stillen? Ich weiß es einfach nicht. Ein Teil in mir schreit danach, zu Antaras zu gehen und ihn in den Arm zu nehmen, hoffend darauf, daß alles gut wird. Der andere Teil scheut davor zurück. Ich denke, daß ich zur Zeit nicht in der Lage bin, in dieser Hinsicht eine Entscheidung zu treffen." Ihr Blick streift Antaras, liebevoll, sehnsüchtig, dann senkt sie wieder den Kopf und schweigt.


Offline Erwin B.

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Re: Vampirgeschichten
« Antwort #14 am: 13. März 2007, 15:34:40 »
Endlich steht auch Erwin von seinem Sessel auf und wendet sich der Runde zu:

"Meine Lieben, ich bin wahrscheinlich genauso hin und her gerissen wie ihr alle auch. Und so lange wir nichts näheres über Antaras und sein künftiges Verhalten als Vampir wissen, ist die Lage eigentlich nicht abschätzbar.
Doch eine Entscheidung müssen wir fällen, und es ist wohl auch erstmal egal, ob wir damit noch einige Tage warten oder nicht. Deshalb sage ich, auch wenn es mir nicht leicht fällt: Im Zweifel für den Angeklagten.
Lasst uns weitermachen wie gehabt, natürlich müssen wir auf Antaras Zustand etwas Rücksicht nehmen. Lasst uns abwarten und sehen, wie Antaras mit der Situation umgeht. Aber lasst uns ihn auch sehr genau beobachten, ihn keinen Augenblick aus den Augen verlieren. Denn das alte Vertrauen in unseren früheren Freund muss sich erst wieder aufs neue bestätigen.
Was das Verhältnis jedes Einzelnen zu Antaras anbelangt" und hier schaut er Ceri traurig an "muss jeder für sich selbst herausfinden. Ich für meine Person kann dazu nur sagen, dass ich dich, Antaras, erst wieder neu kennenlernen muss, um wieder dein Freund zu werden. Es scheint mir im Moment eine riesige Kluft zwischen uns zu liegen," hier bricht seine Stimme fast ein wenig "und ich weiß nicht, ob diese je wieder überbrückt werden kann. Doch ich hoffe es."
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