Skeyfare

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Skeyfare » Orfinlir » Die Suche » Kälte

Autor Thema: Kälte  (Gelesen 44783 mal)

Offline kolvar

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Kälte
« am: 21. Juli 2007, 16:45:03 »
Nur wenige Tage sind seit Finans Tod vergangen, da wird der Ring an Chacotas Finger plötzlich eisigkalt.
"Jeder, der  genaustens Buch über seine geistige Stabilität führt, kann sich sicher sein, daß er etwas vergessen hat, zu notieren."
Aus: Die freundilchen Weisheiten des Kolvar, Bd 1,5,26

Offline Chacota

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Re: Kälte
« Antwort #1 am: 21. Juli 2007, 20:37:05 »
Seit dem Abschied von Yolande ist Chacota schweigsam, er hat Haidans Wunden geheilt, doch jedem Gespräch über die Ereignisse im Tempel hat er sich verweigert. Er hat das Reisetempo verschärft, am Abend ist er häufig ein Stück der Wegstrecke vorgeflogen um sie auszukundschaften. Er verwandelt sich nicht mehr in seine menschliche Gestalt.
Als er die Kälte des Rings spürt zieht er hastig an den Zügeln, schnaubend kommt Guia zum Stehen, der Seraph starrt den Ring an, lange, dann berührt er ihn vorsichtig. Wieder verharrt er, dann steigt er schweigend vom Pferd, läßt die Zügel los und setzt sich schweigend an den Wegrand, den Kopf gesenkt. Er dreht den Ring immer wieder an seinem Finger, dann zieht er ihn ab, locker liegt er nun auf seiner Handfläche, es scheint, als wisse er nicht, was er damit tun soll.

[spürt er noch die Richtung, die der Ring immer anzeigte?]
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

Offline kolvar

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Re: Kälte
« Antwort #2 am: 21. Juli 2007, 21:35:54 »
[ja, die Richtung zieht noch].
"Zweifel?"
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Offline Chacota

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Re: Kälte
« Antwort #3 am: 25. Juli 2007, 13:01:23 »
Chacota blickt hoch und einen Moment scheint es, als erkenne er Haidan gar nicht, erst dann nickt er langsam. „Es wird immer schwieriger, den richtigen Weg zu erkennen. Darf ich meine Fähigkeiten alleine dafür nutzen, diese irre Suche zu betreiben? Ich bin mir nicht mehr sicher, was ich aufgeben sollte.“ Er macht keine Anstalten aufzustehen, er schließt die Hand um den Ring, die Knöchel treten weiß hervor.
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

Offline kolvar

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Re: Kälte
« Antwort #4 am: 25. Juli 2007, 14:13:05 »
"Du weißt, wie ich zu dieser ganzen Sache stehe: Lass uns irgendwo ein schickes Versteck finden und uns dort die nächsten Monate verkrümeln." Dann grübelt er kurz: "Bisher hatte ich den Eindruck, du bist ein Edler Ritter, der auf seiner Queste ist. Das das Objekt deiner Queste deine eigene Frau ist, spielt dabei kaum eine Rolle, ausser der, dass es das ganze für dich dringlicher machen sollte. Aber wenn du der Meinung bist, dich Sinnsuche zerlassen zu müssen, dann bin ich vermutlich der Falsche, um dir da Ratschläge zu geben." Dann lächelt er. "Ausserdem könnte man meinen, dass der Besitz eines offensichtlich hochgradig magischen Gegenstand nur zum wiederfinden deiner Frau, eine gewisse Zielsetzung impliziert. Man könnte gar von Schicksal sprechen. Da will jemand, dass du sie suchst. Traust du diesem Jemand? Dann such. Wenn nicht, dann lass es sein."
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Re: Kälte
« Antwort #5 am: 25. Juli 2007, 17:00:16 »
Er sieht Haidan an, lächelnd. „Edler Ritter; das entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Es gab eine Zeit, da hätten diese Worte einen Nachhall gehabt, nun bedeuten sie mir nichts mehr. Ich weiss, wer ich bin, kein Ritter mehr und kein Paladin, vielleicht war mir dies noch nie so bewußt.“ Er steht auf, macht jedoch keine Anstalten, Guia zu rufen.
„Zuerst wollte ich dir widersprechen, aber nun muss ich dir recht geben, es ist meine Suche nach dem Sinn meiner Existenz und einen Rat erwarte ich nicht von dir. Es spielt keine Rolle, wer mich manipuliert und ob ich demjenigen traue, das ist es nicht, was mich zaudern läßt.“
Er öffnet die Hand und der Ring liegt dort, kalt und glänzend. „Die Veränderung des Rings hat mich nur darauf gestoßen, was vielleicht schon lange als Frage keimte: darf ich das, was mir die Götter schenkten, allein für meine Ziele nutzen? Darüber muss ich mir im Klaren werden, vielleicht in einer Stunde, vielleicht in zwei Tagen werde ich wissen, was zu tun ist. Nur verstecken wird es nicht sein.“ Er deutet eine kurze Verbeugung als Entschuldigung an.
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Re: Kälte
« Antwort #6 am: 25. Juli 2007, 18:33:09 »
"Nun, du warst Paladin und damit auch ein wenig ein Priester. Und Priester haben das Privileg, die Götter fragen zu können. Vielleicht sollten wir einfach einen Tempel deiner Wahl aufsuchen und ein wenig Zeit dort verbringen."
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Re: Kälte
« Antwort #7 am: 25. Juli 2007, 19:40:22 »
Verblüfft hebt er die Augenbrauen, dann lacht er plötzlich, wie von einer Last befreit, er klopft Haidan auf die Schulter. „Wie sollte es auch anders sein, ein alter Haudegen wie du weiß mehr von den Göttern als ich! Es ist eine Idee, die mich vorwärts schauen läßt.“ Er steckt den Ring sorgfältig wieder an den Finger der linken Hand, pfeift Guia und sitzt auf. „Zumindest eine Zeitlang darf ich meine Entschlusslosigkeit noch nach Osten tragen scheint es.“ Dann blickt er, besorgter nun, wieder zu Haidan. „Eine Stadt bedeutet für dich wieder die Gefahr, dass die Söhne uns schneller auf die Spur kommen. Und auch hier weiß ich nicht, wie wir dies verhindern können.“
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Re: Kälte
« Antwort #8 am: 25. Juli 2007, 22:26:25 »
"Nicht wenn deine Wahl auf einen Tempel ausserhalb einer Stadt fällt."  Er lacht. "Man kann so viel wählen."
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Re: Kälte
« Antwort #9 am: 26. Juli 2007, 10:13:04 »
„Ich werde heute Abend Asha fragen, vielleicht zeigt sie mir den Weg zu einem Tempel.“ Er wirkt wieder freier, fast verlangend sein Blick vorwärts.
Am Abend fügt er seinem Abendgebet einen „find temple“ hinzu [1.lv, find temple of same alignment within 11 miles].

Am Feuer fragt er dann Haidan: „Ich weiss, dass du von Grunchudads Lebensaufgabe nicht viel gehalten hast, aber gibt es denn niemanden, den du um Rat fragen würdest?“
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Re: Kälte
« Antwort #10 am: 26. Juli 2007, 10:50:09 »
"Veshna wird mich nicht gehen lassen und ich ziehe immer noch Kraft von ihm, auch wenn ich es nicht will. Aber selbst wenn er mich gehen lassen würde, würde kein Gott mich aufnehmen. Es gibt Legenden von Söhnen, die frei wurden und verzweifelten, weil sie keinen Gott mehr hatten. Also, um deine Frage zu beantworten: Nein, es gibt niemanden, den ich fragen könnte."
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Re: Kälte
« Antwort #11 am: 26. Juli 2007, 15:11:30 »
"Weshalb bist du dir da so sicher? Asha hat auch mich aufgenommen, der ich Veshna mehr als einmal verriet." Aufmerksam beobachtet er bei Haidans Antwort dessen Mienenspiel.
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Re: Kälte
« Antwort #12 am: 27. Juli 2007, 09:37:17 »
"Aber du warst nur ein Paladin Veshnas. Ich bin ein Sohn. Für uns gelten, sozusagen, andere Spielregeln."
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Re: Kälte
« Antwort #13 am: 27. Juli 2007, 19:23:54 »
Er nickt verstehend. „Das kann ich nicht beurteilen.“ Dann wandert sein Blick zu dem Ring an seiner Hand, er betrachtet ihn und den restlichen Abend schweigt er. [Ist der Ring noch so kalt?]
An den kommenden Abenden wiederholt Chacota nach dem Gebet seine Bitte an Asha, ihm den Weg zu einem Tempel zu weisen.
In den Nächten scheint er erneut von Alpträumen geplagt, denn häufig fährt er in der Nacht hoch oder sucht sich einen Schlafplatz etwas abseits.
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Offline kolvar

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Re: Kälte
« Antwort #14 am: 01. August 2007, 15:29:41 »
[Hat Chaco einen entsprechenden Spruch?]
Ja, der Ring ist kalt
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