Skeyfare

25. November 2020, 07:04:47
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Skeyfare » Andere Welten » Unmoderierte Welten » Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse

Autor Thema: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse  (Gelesen 80905 mal)

Offline Makkharezz

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Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« am: 05. September 2007, 18:58:07 »
Es ist schon spät abends, als Lasquall sich auf seinem Lager ausstreckt. Nachdem er den ganzen Tag unterwegs war, hat er die nötige Bettschwere. Kurz lauscht er noch den vertrauten Geräuschen des Waldes, aber schon bald fallen ihm die Augen zu.

Es ist eher ein sechster Sinn als eine tatsächliche Wahrnehmung, die ihn wach werden lässt. Das Feuer ist inzwischen ausgegangen, es ist kühl geworden, und noch dazu stockfinster. Er blickt angestrengt in die Dunkelheit, ob irgend etwas zu erkennen ist.

Er ist total perplex, als plötzlich direkt vor seinem Gesicht zwei Augen aus der Finsternis auftauchen – gelbe Augen. Eins davon zwinkert ihm zu, dann spürt er einen Luftzug.

[Reflex?]
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #1 am: 07. September 2007, 10:33:26 »
Es ist einer der Tage, an denen sich Lasquall gezwungen hat, seine menschliche Gestalt anzunehmen; einen Augenblick wundert er sich noch über sein plötzlich verschlechtertes Gehör und die falsche Persepektive, dann seufzt er und sagt, mehr zu sich selbst als zu Tax, seinem Gefährten: "Ich muss wieder anfangen, mich mehr als Halbelf zu verhalten, was soll Nétana von mir denken, wenn ich mich mit der Pfote hinter dem Ohr kratze." Er entläßt Tax in die Nacht und schnell überkommt ihn der Schlaf.

[reflex 9] Er starrt überrascht in die gelben Augen und fragt sich, ob er das Zwinkern tatsächlich gesehen hat und versucht noch, auszuweichen.

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #2 am: 07. September 2007, 15:29:17 »
Während Lasquall noch versucht, die Situation zu erfassen, setzen bereits die Reflexe ein: Im letzten Augenblick gelingt es ihm, sich zur Seite zu rollen und seinen Kopf zu schützen. Ein Schlag trifft seine Schulter, er spürt, wie sich Krallen tief in sein Fleisch eingraben.

Als er zu seinem Angreifer aufblickt, kann er eine menschengroße Gestalt erkennen. Einzelheiten sind nicht auszumachen, mit Ausnahme der gelben Augen.
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #3 am: 08. September 2007, 12:04:28 »
Während er versucht, den nächsten Angriff abzuschätzen aktiviert er seinen "ring of blinking"; er beobachtet den Angreifer und ruft gleichzeitig: "Ich bin kein Feind! Ich bin wie du ein Kind der Natur."

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #4 am: 08. September 2007, 15:41:43 »
Ein rauhes Lachen ertönt, das Lasquall einen Schauer über den Rücken jagt. „Na, das passt sich doch: fressen und gefressen werden!“ Mit einem Satz springt das Wesen zu Lasquall hinüber, doch seine Klauen schlagen ins Leere. Es stößt ein wütendes Schnauben aus und will noch einmal nachsetzen.

Mit einem Teil senies Bewusstseins registriert Lasquall hinter sich eine Bewegung. Bevor er sich etnscheiden kann, was er tun soll, ist ein „Tschakk“ zu hören, und der Angreifer brüllt vor Schmerz auf.
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #5 am: 11. September 2007, 20:53:57 »
Lasquall dreht sich nicht um, sondern zieht sich so weit er kann zurück und spricht dann auf den Weg zwichen sich und dem Angreifer ein "plant growth" auf den Wald.

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #6 am: 11. September 2007, 20:58:35 »
Das Wesen ist momentan abgelenkt, so dass Lasquall das ohne weiteres tun kann und dabei aus seinem Versteck folgendes mitbekommt:

Irgendwo schräg hinter Lasquall erscheint ein warmes Licht. Obwohl nur ein schwacher Lichtschein die Szenerie erhellt, reicht es für Lasqualls halbelfische Augen, um die Gestalt seines Angreifer genauer auszumachen [Bild kommt per Mail]. Ein kurzer Blick über die Schulter zeigt ihm auch die Person, die in den Kampf eingegriffen hat. Es handelt sich um eine Frau, die dunkle schlichte Kleidung und ein Kettenhemd trägt. Neben ihr auf dem Boden liegt eine Handarmbrust. Sie streckt der Kreatur ein Jasai-Symbol entgegen, das von Sekunde zu Sekunde heller leuchtet. Dazu spricht sie Frau halblaut -  scheinbar zu sich selbst. Für Lasquall klingen die etwas altertümlichen Worte nach einem Gebet, der Tonfall ist aber sehr energisch, fast aggressiv.

Nun wird auch der Effekt auf den Angreifer sichtbar: Das Wesen taumelt und sinkt auf die Knie. Es verliert nicht das Bewußtsein, bleibt aber kraftlos auf allen Vieren am Boden hocken.
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #7 am: 13. September 2007, 13:50:01 »
Lasquall beobachtet noch einen Augenblick sehr genau den Angreifer, erst als er sich sicher ist, dass dieser keine Gefahr mehr darstellt wendet er sich an seine Helferin. "Was sollen wir mit ihm machen und was für ein Wesen ist es überhaupt?" Seine Stimme drückt Erstaunen, aber auch ein wenig Mitgefühl aus.

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #8 am: 14. September 2007, 09:12:33 »
"Erstmal müssen wir den Flattermann ausschalten, bevor er sich wieder aufrappelt." Sie kramt aus ihren Sachen eine Fackel hervor, steckt sie in den Boden und entzündet sie. Dann zieht sie noch ein dünnes Seil aus einem metallisch glänzenden Material hervor, mit dem sie das Wesen zu fesseln beginnt. "Und wir sollten schleunigst deine Wunde versorgen."

Jetzt, als der Adrenalinschub nachlässt, wird Lasquall sich der Schmerzen bewusst: In der Schulter und im gesamten Arm hat er das Gefühl, als würde nicht Blut durch seine Adern fließen, sondern Säure. Die Wundränder sind gerötet und beginnen bereits zu eitern. Lasquall wirkt einen oder zwei Heilsprüche und beobachtet erleichtert, dass die Wunde vollständig ausheilt. Er bemerkt, dass ihn neugierige Blicke treffen, während er seine Heilkünste anwendet.

Schließlich kümmert sich die Frau auch um den Armbrustbolzen, der die Kreatur am Bein getroffen hat. Sie entfernt den Bolzen und verbindet die Wunde, gibt sich aber offensichtlich wenig Mühe, besonders sanft mit ihm umzugehen. Der Eindruck verastärkt sich, als sie ihm zuraunt "Du kannst froh sein, dass ich dich lebend abliefern soll, sonst wären deine Eingeweide jetzt über den ganzen Wald verstreut, verdammter Blutsauger."

Als alles erledigt ist, bringt ihr das Feuer noch einmal in Gang und lasst euch nieder. Nun hat Lasquall Gelegenheit, sich seine neue Bekanntschaft etwas genauer anzusehen. Sie ist eine Handbreit kleiner als Lasquall und ziemlich stämmig. Ihre Kleidung unter dem Kettenhemd ist aus Leder und dunklen Stoffen gefertigt. Außer der Armbrust hat sie noch ein Bastardschwert bei sich.

Lasquall schätzt sie auf Ende dreißig. In ihr schwarzes Haar hat sich schon etwas grau eingeschlichen, und rund um die braunen Augen sind Krähenfüße. An der linken Schläfe ist eine auffällige Narbe zu sehen.

 "Ich bin Marina Artéz" stellt sie sich vor und überrascht ihn mit einem warmen Lächeln. "Ich hätte nicht erwartet, hier draußen irgendwelche Bekanntschaften zu schließen, aber ich freu mich, dich kennenzulernen."   

Sie wird schnell wieder ernst. "Und das da ist ein Nohirris, eine dämonische Kreatur aus Karrakal. Nimm dich vor ihnen in acht, sie sind grausam und hinterlistig."
« Letzte Änderung: 14. September 2007, 09:38:18 von Makkharezz »
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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #9 am: 15. September 2007, 11:35:08 »
Er macht die naturumfassende Geste der Atara, lächelt und stellt sich vor: "Lasquall Lazis, ich bin Druide und auch ich freue mich, wieder einmal eine menschliche Stimme zu hören. Ihr habt mir vermutlich das Leben gerettet, denn auf einen solchen Widersacher war ich nicht vorbereitet und habe ihn unterschätzt. Mein Dank!" Er verbeugt sich vor ihr, jedoch nur kurz, dann spricht er lebhaft weiter, er scheint das Zusammentreffen immer mehr zu genießen. "Ein Dämon, sagst du?" Er wirft noch einmal einen abschätzenden Blick auf die Kreatur. "Was macht er hier, ich dachte, die Dämonen leben in Karrakal? Und du sagtest, du hast den Auftrag, ihn lebend fangen, wer hat Interesse an ihm?"

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #10 am: 15. September 2007, 13:19:40 »
„Du hast recht, eine magische Barriere hält die Dämonen in Karrakal fest.“ Sie deutet auf ihren Gefangenen. „Weiß der Geier, wie er es geschafft hat, herzukommen, aber es ist kein gutes Zeichen. Deshalb bringe ich ihn zurück, damit wir herausfinden, ob die Dämonen einen Weg gefunden haben, die Barriere zu durchbrechen...Die Götter seien uns gnädig, wenn es so ist.“

Sie schaut einen Moment schweigend ins Feuer, bevor sie sich wieder Lasquall zuwendet. „Und, was ist mit dir? Was treibt dich in diese Wildnis?“ Sie mustert ihn etwas genauer. „Lebst du hier draußen?“
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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #11 am: 15. September 2007, 17:47:52 »
Einen Moment scheint ihm die Frage peinlich zu sein, dann sagt er offen: "Ja, wenn auch nicht exakt in diesem Landstrich, so lebe ich doch seit zwei Jahren in der sogenannten Wildnis. Nicht alleine, mein Gefährte Tax ist eigentlich immer bei mir, nur ist er gerade auf Jagd - ohne mich." Leise Enttäuschung meint Marina heraushören zu können. "Und du, wer hat dich beauftragt, auf Dämonenjagd zu gehen?"

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #12 am: 16. September 2007, 06:34:01 »
Nachdenklich schaut sie Lasquall an. „Du führst ein einfaches Leben im Einklang mit der Natur, das ist doch etwas Gutes. Du ahnst nicht, wie sehr ich dich darum beneide. Früher war mein Leben auch so, und es hat besser zu mir gepasst...“ Sie zuckt die Schultern „...ich bin ein einfacher Mensch. Aber dann hat es mich nach Karrakal verschlagen, und ich habe einen anderen Weg gewählt. Und wie meine Großmutter immer gesagt hat: Durch Jammern hat noch niemand ein Feld gepflügt.

Oh, deine Frage, Verzeihung. Ich diene dem Generalstab der Karrakaler Streitkräfte – und Jasai.“
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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #13 am: 17. September 2007, 14:52:43 »
Ein Augenblick des Schweigens vergeht ehe Lasquall nachdenklich antwortet: "Auch ich habe einmal mit anderen Menschen zusammen geholfen, gegen das Böse hier in Ansur zu kämpfen, aber es war so schwierig für mich zu erkennen, was böse ist und was gut. Die Entscheidungen meiner Kameraden, ihre Sorgen und was ihnen wichtig war, Vieles davon habe ich nie verstanden und deshalb habe ich ich mich zurückgezogen. Ich bin glücklich in den Wäldern, mit Tax und den wenigen Sorgen ausser dem Wind und ob die Jagd am Abend erfolgreich sein wird." Er blickt Marina fast um Entschuldigung bittend an.

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #14 am: 17. September 2007, 16:57:56 »
Sie nickt. „Oh ja, ich weiß, was du meinst. Es ist kompliziert. Wie oft bin ich gezwungen, mich zwischen zwei Übeln zu entscheiden? Wie oft mache ich mir Vorwürfe dafür, was aus mir geworden ist? Immer wieder frage ich mich, warum ich mir das antue. Warum ich diese Arbeit nicht anderen überlasse und nach Gunor zurückgehe, zu meiner Familie. Zu meinen Kindern.“

Ihr Blick ist weit in die Ferne gerichtet. „Sorren ist inzwischen elf Jahre alt, und Fjora wird nächsten Monat acht. Jedesmal, wenn ich für ein paar Wochen nach Hause komme, erschrecke ich mich, wie groß sie schon geworden sind. Was ich alles verpasst habe...

Aber jedes Mal ziehe ich doch wieder los. Weil ich will, dass meine Kinder ein einfaches Leben führen können. Ich will, dass sie erwachsen werden, Familien gründen und... was weiß ich?...Pferde züchten oder Sattelmacher werden. Aber wie soll das möglich sein, wenn die Dämonen nur darauf lauern, aus Karrakal auszubrechen und in Ansur einzufallen?“ Sie schüttelt den Kopf. „Solange wir sie nicht ein für allemal erledigen, ist keins unserer Kinder sicher. Nicht in Gunor, nicht in Torsholm oder sonstwo.“

Sie schaut Lasquall an, offensichtlich mit einer Frage auf den Lippen, hält sich dann aber zurück. Schließlich überlegt sie kurz und fragt dann vorsichtig „Hast du außer deinem Freund niemanden mehr?“



[Spieler-Info: Lasquall weiß, dass die Bewohner der Provinz Wildland ihr Gebiet Gunor nennen. Es handelt sich um ein dünn besiedeltes Gebiet, das überwiegend aus Steppe und etwas Wald besteht. Die Wildländer sind in Clans organisiert, von denen einige halbnomadisch leben, andere in festen Dörfern. Sie sind hervorragende Jäger und Reiter und haben eine enge Beziehung zur Natur.]

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