Skeyfare

09. Februar 2022, 17:49:59
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Autor Thema: Verweigerung oder Kapitulation - Für Mea  (Gelesen 46253 mal)

Offline Mealanea

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Re:Verweigerung oder Kapitulation - Für Mea
« Antwort #165 am: 04. September 2009, 10:51:02 »
Mea wiederholt das gesagte in ähnlicher Form, ihre Stimme aber so, wie man zu einem kleinen Kind oder vermeintlich halbdementen alten Menschen spricht: laut, langsam, überdeutlich. Aber (noch) freundlich dabei.

"Chacota, du bist krank und geschwächt. Du musst dich ausruhen, essen, zu kräften kommen. Du hattest einen bösen Traum. Du bist hier in Sicherheit bei mir. Niemand bedroht uns. Alles ist gut. Komm, setz dich hin, und iss endlich was."

Sie hält aber die Distanz.

Offline Chacota

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Re:Verweigerung oder Kapitulation - Für Mea
« Antwort #166 am: 04. September 2009, 11:38:21 »
Chacota setzt sich und tatsächlich wirft er einen Blick in den Topf, dann sieht er Mea an und sagt, sehr bestimmt: „Wenn ich meinen Hunger stille kommt die Müdigkeit. Und ich darf nicht einschlafen. Es ist jetzt schon schwierig für mich, die Wahrheit vom Traum zu trennen, noch einmal bin ich dazu nicht fähig. Nicht jetzt.“
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

Offline Mealanea

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Re:Verweigerung oder Kapitulation - Für Mea
« Antwort #167 am: 09. September 2009, 10:54:10 »
Mit Bestimmtheit antwortet die Elfe:

"Wenn du aber nicht langsam wieder zu Kräften kommst, wirst du die Realität überhaupt nicht mehr von Träumen und Trugbildern unterscheiden können. Merkst du nicht, dass du dich selbst in ein Delirium manövrierst? Iss jetzt. Ich werde deinen Schlaf bewachen."

Offline Chacota

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Re:Verweigerung oder Kapitulation - Für Mea
« Antwort #168 am: 10. September 2009, 13:54:55 »
Wachsam, fast misstrauisch schon, blickt Chacota sie an, dann nickt er zögernd. Er füllt seine Schale mit Brühe, trinkt in kleinen Schlucken und reisst sich tatsächlich ein Stück von dem mittlerweile recht harten Brot ab. Seine ganze Konzentration gilt der kleinen Mahlzeit, als er fertig ist nimmt er sein Schwert und reicht es Mea. „Es ist besser, wenn du es verwahrst.“
Immer noch quälend langsam steht er auf und entfernt sich einige Schritte vom Lagerplatz. „Versuch bitte nicht, mich zu wecken.“ Dann legt er sich an den Rand der Senke, den Kopf von Mea abgewandt und kurz darauf zeugen seine regelmäßigen Atemzüge davon, dass er eingeschlafen ist. Und die ersten 10 Minuten wirkt es auch als würde dieses Mal die Erschöpfung die Erinnerungen besiegen, aber dann, mit einem leisen, unterdrückten Aufschrei, beginnt es erneut. Dieses Mal ist sein Widerstand nur von kurzer Dauer, schnell scheint er wie gelähmt, lediglich den Kopf wirft er hin und her, wie um das Geschehen nicht mitansehen zu müssen.

Nach vier Stunden erwacht er, der Schlaf scheint ihm gutgetan zu haben, als er sich erhebt wirken seine Bewegungen sicherer und etwas kraftvoller, nur sein Gesicht ist eine starre Maske, kein Gefühl dringt nach aussen. Er bleibt stehen, bückt sich nur nach einem weiteren Kanten Brot und sagt dann unbewegt: „Willst du nun etwas ruhen?“ Er sieht Mea nun das erste Mal an, fast kein Erkennen liegt in seinem Blick.

\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

Offline Mealanea

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Re:Verweigerung oder Kapitulation - Für Mea
« Antwort #169 am: 19. September 2009, 22:01:22 »
Mea zuckt kurz mit den Schultern.

"Ja gut. Ich habs dringend nötig."

Sie legt sich hin und ist sofort eingeshlafen.

Nach einigen Stunden erwacht sie, wirkt munter und frisch.

"Alles gut bei dir? Wie fühlst su dich?"

Offline Chacota

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Re:Verweigerung oder Kapitulation - Für Mea
« Antwort #170 am: 25. September 2009, 15:05:56 »
Mea sieht Chacota ein Stück entfernt in seiner Gebetshaltung knien, er steht langsam auf als er bemerkt, dass Mea erwacht ist. Seine Bewegungen noch immer langsam, aber er scheint wieder ausreichend Kräfte gesammelt zu haben und auch die Lähmung durch die Vergiftung ist offensichtlich abgeklungen, er bleibt jedoch in einem unverhältnismäßig großen Abstand zu Mea stehen. „Das Gebet hat mir gefehlt.“ Dann ringt er sich zu einem weiteren Satz durch: „Mach dir keine Sorgen, es ist vorbei.“ Wieder gibt er keinerlei Erklärung für seine Aussage, statt dessen geht er zum Lagerfeuer und kommt mit einem Becher Clann für Mea zurück, er lächelt, wenn er auch nur die Mundwinkel verzieht. „Möchtest du, er ist zwei Stunden alt, genau richtig also.“
Er wartet, bis sie den Becher ergreift, dann beginnt er seine Sachen zu packen, fast beiläufig bemerkt er: „Von mir aus können wir heute einen weiteren Sprung machen.“

An diesem Abend und auch am folgenden Tag laufen Meas Versuche mit dem Seraphen über die vergangenen Ereignisse zu sprechen ins Leere, entweder antwortet er nicht oder beruhigt sie mit Plattitüden.
Körperlich geht es ihm am nächsten Tag erheblich besser, ab und an meint Mea, dass der Husten noch von der Vergiftung stammt, doch von der Lähmung ist nichts mehr sehen.
Die Narbe von der Entfernung der Nägel scheint komplett verheilt und Mea kann auch keine Beeinträchtigung in Chacotas Bewegungen erkennen, die Narben von den Bissen im Oberkörper hingegen noch allzu deutlich und Mea ertappt Chaco auch dabei, wie er mit zusammengekniffenen Augen inne hält, wenn das Hemd eine der Narben berührt.
Er trinkt viel, sein Appetit hingegen ist noch nicht zurückgekehrt, allerdings besitzen sie auch nur noch Trockenrationen.
Wieder meidet er den Schlaf, wieder quälen ihn in der Nacht Alpträume.
Meas Nähe scheint er zu ertragen, doch sucht er von sich aus keinen Kontakt und ein oder zweimal wirkt es auf Mea als bemühe er sich, keine Panik zu zeigen.

Insgesamt ist es ein wackeliger Frieden, der nicht lange halten kann . . . .
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\