Skeyfare

30. Dezember 2020, 20:04:28
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Skeyfare » Andere Welten » Unmoderierte Welten » Orfinlir - Des Feuers Macht

Autor Thema: Orfinlir - Des Feuers Macht  (Gelesen 21417 mal)

Offline Manasse

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Re: Orfinlir - Des Feuers Macht
« Antwort #75 am: 15. Mai 2012, 18:58:31 »
Manasse antwortet sofort. "Ja, sicher, ich möchte, dass er stolz auf mich ist. Hm, stolz ist vielleicht das falsche Wort . . . ich habe meine Eltern ganz schön auf Trab gehalten und irgendwie will ich das wieder gutmachen. Na, dass sie mich nicht zu den Zwergen geschickt haben, damit ich mal lerne, was arbeiten heisst." Die letzten Worte klingen sehr nach einem Zitat. "Mein Vater glaubt nicht, dass ich Amabea genug verehre um als Ritter dienen zu dürfen." Die Betonung liegt auf dem Wort dienen.
"In seinen Augen ist das ganze Leben eine Prüfung und hat mit Spaß und Genuss so wenig wie möglich zu tun." Er wirft Sayuri durch den dichten Pony einen Blick zu, in dem ein wenig der Schalk blitzt.
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laß ich die Wahrheit klirren statt der Sporen."
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Offline Makkharezz

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Re: Orfinlir - Des Feuers Macht
« Antwort #76 am: 15. Mai 2012, 20:02:40 »
„Nicht zu glauben, dass dieser Gott so viele Anhänger hat“, erwidert Sayuri mit einem Augenzwinkern. Bevor Manasse auf die Idee kommen könnte, dass sie damit respektlos über seine Religion geredet hat, stellt sie die nächste Frage. „Aber nun hat dein Vater seine Meinung über dich geändert, wenn ich dich richtig verstanden habe. Wie hast du das angestellt?“
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Offline Manasse

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Re: Orfinlir - Des Feuers Macht
« Antwort #77 am: 16. Mai 2012, 15:04:49 »
"Wenn ich das nur wüsste!" Lebhaft beginnt Manasse seine Ideen an den Fingern aufzuzählen. "Ich habe eine Mission immerhin bis jetzt gut gemeistert, also hat Amabea mir anscheinend beigestanden. Ich habe mich weder mit Amon geprügelt noch hat meine Mutter geweint, noch ein Pluspunkt. ich habe mit ihm gesprchen, ohne bockig zu werden und habe ein paar Antworten gegeben, die ihm gefallen haben."
Er zuckt gutgelaunt mit den Schultern. "Such es dir aus." Dann fällt ihm etwas ein und er fragt gespannt: "Oder kannst du mir einen Tipp geben? Was ist dein Eindruck?"
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Re: Orfinlir - Des Feuers Macht
« Antwort #78 am: 16. Mai 2012, 19:00:44 »
„Mein Eindruck warum dein Vater deinen Vorstellungen jetzt wohlgesonnen ist? Ich habe keinen blassen Schimmer, dazu kenne ich ihn viel zuwenig.“ Sie schüttelt den Kopf, als wollte sie die Frage abwehren. „Genauso wenig weiß ich, wie es bei euch früher zugegangen ist, wenn du nach Hause gekommen bist. Ich werde mich hüten, über dein Betragen eine Meinung abzugeben.“ Dann fällt ihr ein, dass sie genau das kurz vorher getan hat, also redet sie schnell weiter, bevor Manasse auf den gleichen Gedanken kommt.

„Was dein Vater denkt, weiß ich nicht, ich kann ich dir nur meinen Standpunkt sagen: Du hast dich mit aller Kraft dafür eingesetzt, andere Menschen zu beschützen, und hast dich sogar selbst in Gefahr gebracht. Dafür hast du meine Anerkennung. Und auch dafür, dass dir die Gerechtigkeit am Herzen liegt und du bereit warst, an meine Unschuld zu glauben.“
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Offline Manasse

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Re: Orfinlir - Des Feuers Macht
« Antwort #79 am: 17. Mai 2012, 14:24:47 »
Manasse wirkt sehr zufrieden in seiner Haut. "Wenn du das jetzt noch vor meinem Campeon so wiederholst machst du mich zu einem glücklichen Ritter."

Er zappelt ein wenig im Sattel herum bis er es nicht mehr aushält und platzt heraus: "So, und jetzt sag du mir, warum du mir und den Leuten aus dem Dorf hilfst und dein Leben riskierst."
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Re: Orfinlir - Des Feuers Macht
« Antwort #80 am: 17. Mai 2012, 18:55:19 »
Etwas überrascht schaut Sayuri zurück. „Es ist ja nicht so, dass ich es mir ausgesucht habe. Es war doch Zufall, dass ich gerade im Dorf war, und dann habe ich mich lieber an deine Fersen geheftet als allein in der Scheune zurückzubleiben und auf den Lynchmob zu warten.“

Nun kommt sie selbst ins Grübeln und merkt, dass ihre Aussage so nicht vollständig ist. „Außerdem haben die Leute mir leid getan, die ihr kleines Mädchen verloren haben. Ich fand, sie sollten wenigstens wissen, wer der Mörder ist und sehen, dass er dafür bezahlt. Naja, und als dann Capra auftauchte und die Sache mit der Flöte passiert ist, da ging alles so schnell… Am Ende war es Finte, der uns aus dem ganzen Schlamassel geholfen hat, mir genauso wie dir. Was wäre ich für ein Mensch, wenn ich ihn jetzt einfach seinem Schicksal überlassen würde?“

Mit einer Handbewegung macht sie klar, dass es für sie keine große Sache ist. „Ich habe es so gemacht, wie ich es richtig fand, so wie es für mich einen Sinn ergibt.“ Sie wirft einen seltsamen Blick zu Manasse, in dem sich Neugier mit Zweifeln mischt. „Man muss ja wohl kein Ritter sein, um zu tun, was richtig ist.“ Es ist ganz klar eine Frage, vielleicht sogar eine Herausforderung.
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Offline Manasse

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Re: Orfinlir - Des Feuers Macht
« Antwort #81 am: 19. Mai 2012, 14:28:12 »
Entweder bemerkt Manasse die Herausforderung nicht oder er ignoriert sie, fröhlich lächelt er Sayuri zu und meint: "Ich danke Amabea, dass sie uns zusammengeführt hat. Ich habe schon viele Menschen kennengelernt, die zwar wissen, was richtig wäre, es aber trotzdem nicht tun."
Dann, trauriger. "Ganz zu schweigen von denen, die wissen, was falsch ist und es trotzdem tun, weil es ihnen Vorteile verschafft."

Er schüttelt heftig den Kopf. "Nein, so selbstverständlich ist es nicht, was du getan hast und noch tust. Lach über die Ritter und ihre hehren Ziele, aber du ähnelst ihnen."

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Re: Orfinlir - Des Feuers Macht
« Antwort #82 am: 20. Mai 2012, 09:53:29 »
„Hmm, denkst du, ich sollte fragen, ob sie mich auch in den Orden aufnehmen?“ Sie kichert wie ein kleines Mädchen und kann sich kaum beruhigen.

Schließlich fängt sie sich wieder. „Wenn ich es mir genau überlege, ist es wohl doch besser, wenn ich es dir überlasse, den Menschen Gerechtigkeit zu bringen, und ich…“ Plötzlich verstummt sie, als ob sie keine Ahnung hat, wie sie den Satz beenden soll. „…ich seh mir weiter die Welt an“, sagt sie schließlich, aber wahre Begeisterung ist aus ihren Worten nicht herauszuhören.
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Offline Manasse

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Re: Orfinlir - Des Feuers Macht
« Antwort #83 am: 20. Mai 2012, 14:11:48 »
"Solange du so bleibst ist es Amabea egal, ob du im Orden dienst oder so für das Gute einstehst. Man muss nicht die Ordensfarben tragen um ritterlich zu handeln."
Damit nickt er ihr zu und will offensichtlich nichts hinzufügen, sondern lenkt Braun neben Sayuris Pferd und reitet fröhlich und falsch pfeiffend neben ihr her.
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