Skeyfare

29. August 2021, 19:47:21
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Skeyfare » Orfinlir » Law (Moderator: Chacota) » Die Suche nach Martelo

Autor Thema: Die Suche nach Martelo  (Gelesen 30269 mal)

Offline Makkharezz

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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #15 am: 03. August 2010, 19:26:06 »
"Ach, hör mir bloß auf mit diesem Mummenschanz", meint Melville und winkt ab. "Sieh mich an, findest, ich bin dafür geeignet, ganz unauffällig in eine andere Rolle zu schlüpfen? Noch dazu, um einen Mann zu täuschen, der sicherlich weiß, wie ich aussehe?"

Mit einem Zug leert er seinen Krug, murmelt "Warte einen Augenblick." Am Tresen holt er noch zwei Krüge Bier, schiebt einen Ennis zu und und leckt den Schaum von seiner Hand, wo ein Schluck übergeschwappt war. Nachdem er sich wieder hingesetzt hat, sagt er: "Sei so gut und erzähl mir, wie es rund um dieses Versteck aussieht. Ich habe zwar wenig Lust auf irgendwelche Täuschungsmanöver, aber falls unser Freund mich schon in einem Kilometer Entfernung sieht und sich aus dem Staub macht, habe ich auch nichts gewonnen."

Stirnrunzelnd fügt er noch hinzu. "Und sei so gut und sag mir klipp und klar, inwiefern du bereit wärst, mir behilflich zu sein - und zu welchem Preis."
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #16 am: 04. August 2010, 17:51:02 »
Ennis nimmt einen großen Schluck ehe er mit leiser Stimme eine kurze Beschreibung der Umgebung gibt. „Die Baracke steht in einer der Seitenstraßen von Neu-Naithar, dicht an dicht stehen dort diese Schuppen, meist werden sie zur Trocknung und Lagerung von Fisch genutzt, nur wenige dienen als Behausung. Es stinkt dort unglaublich.“ Er nimmt einen weiteren Schluck. „Da wir tagsüber verabredet sind werden dort viele Naithar ihrem Handwerk nachgehen, wir werden dort etwas auffallen, aber nicht zu schlimm. Ungesehen werden wir dort nicht hingelangen, aber unbemerkt, wenn du so willst. Du bist doch an einem größeren Fischankauf interessiert oder liebst das Fleisch der Ghanen [eine Art Ziege, nur wenig schmackhafter]?“ Er lacht. „Nein, such dir einen guten Grund, warum wir uns dort herumtreiben, falls wir gefragt werden, von mir aus auch, dass wir jemanden befragen wollen. Martelo ist meines Wissens kein Naithar und deshalb fällt er nicht unter ihren Familienschutz.“
Ennis dreht das Glas in seinen Händen. „Was ich koste hängt davon ab, was du von mir erwartest, ein wenig Schmiere stehen an der Hintertür kostet dich zwei Mahlzeiten im Veneravel, jeder Messerstich, den ich austeilen muss 5 Gold, jeder, den ich einkassiere ist mein Pech.“
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #17 am: 04. August 2010, 22:14:07 »
"Also gut, folgender Vorschlag: Ich gehe zur Vordertür herein, während du hinten Wache hältst und mich warnst, falls Martelo fliehen will. Sollte ich aber in Bedrängnis kommen, würde ich dich gern zur Verstärkung herbeirufen. Wenn es mir die Haut rettet, will ich auch gern die Goldstücke zahlen, die du dafür verlangst." Er sieht Ennis in die Augen, als er fragt: "Sind wir im Geschäft?"
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #18 am: 06. August 2010, 13:22:21 »
Melville sieht in die ernsten, grauen Augen des Diebes, dieser nickt und bestätigt: "Du vertraust mir in dieser Sache und ich dir. Treffen wir uns morgen an der Südmauer, willst du die Nacht durchreiten oder lieber rasten? Ich kenne die Gegend gut und würde mir einen Nachtritt zutrauen. Sonst ist wohl alles gesagt." Er hebt seinen Krug und prostet Melville zu.
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #19 am: 06. August 2010, 17:46:55 »
Melville stösst seinen Krug gegen den von Ennis. "Wie du meinst, reiten wir nachts."

Er vereinbart mit Ennis noch den genauen Treffpunkt, und zu welcher Stunde sie aufbrechen wollen. Lange hält er sich aber nicht mehr im Feuerdrachen auf, sondern trinkt nur aus, hebt kurz die Hand zum Gruß und macht sich danach auf den Heimweg.
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #20 am: 06. August 2010, 21:40:10 »
Am nächsten Tag wartet Melville am verabredeten Treffpunkt, einige Minuten später erscheint Ennis, er sitzt auf einem großen, mageren Braunen, der jedoch bei näherem Hinsehen seine Umgebung ähnlich aufmerksam beobachtet wie sein Reiter. Er hat ein schmales Bündel auf den Rücken seines Reittieres gebunden und hat ein weiteres Pferd an seinen Sattel gebunden. „Wer weiss, wofür wir es noch gebrauchen können“, sagt er trocken.
Dann reiten die beiden durch das Tor der Südmauer in die Schlucht des Großen Balba, zunächst an den Steinbrüchen vorbei, in denen die Zwerge in ihre Arbeit vertieft sind, bald jedoch sind sie alleine unterwegs. Das Tempo der beiden gemächlich, jeder in Gedanken versunken und so vergehen die Stunden, die Schlucht wird enger und schließlich wird es dunkel. Obwohl das Licht des Rings nicht in die Schlucht gelangt ist es nicht schwierig, den Weg zu finden, die Pferde suchen sich ihren Weg mehr oder weniger alleine, nur einige Male sind die Geräusche einer Ghanenherde zu hören.
Im Morgengrauen dann tauchen die ersten Pferdeherden auf, am Horzont die Hirten zu sehen und als die Sonne aufgeht liegt der große Morelansee vor ihnen, rechts und links die Fischerhütten der Naithar und eine Vielzahl von Booten, die auf dem See liegen. Einige Blicke richten sich auf sie, doch keiner schenkt den beiden Reitern mehr Aufmerksamkeit.
Zur Mittagszeit dann erreichen sie die Ausläufer von Neu-Naithar, um die 2000 Naithar verbringen hier den Winter, doch jetzt im Juli sind vielleicht noch 500 Naithar in der Stadt. Ennis deutet auf eine schmale Nebenstraße und läßt sein Pferd stoppen. „So, hier hinein, an der nächsten Kreuzung links und dann ist es der dritte recht baufällige Schuppen auf der rechten Seite. Ich reite anders rum und bin ziemlich genauso schnell wir du. Und warte an der Hintertür.“
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #21 am: 07. August 2010, 16:19:26 »
Mit leisen Schritten geht Melville zur Vordertür. Eine Minute wartet er noch, um sicher zu gehen, dass Ennis tatsächlich auf seinem Posten angekommen ist. Dann schaut er sich um, ob niemand in der Nähe ist, stellt sich ganz dich vor die Tür, klopft an und ruft halblaut. „Hier ist Ragnö von Strevis."

[Sobald die Tür sich einen Spalt öffnet, will Mel mit Kraft dagegen drücken und sie schnell aufzwingen, notfalls wirft er sich mit seinem gesamten Körpergewicht dagegen.]


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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #22 am: 08. August 2010, 13:38:00 »
Die Tür öffnet sich und Melville drückt sie auf. Erstaunlicherweise gibt es kaum einen Widerstand und als er sich umblickt kann er nur ein circa achtjährges Mädchen in naitharischer Kleidung sehen, das nun an der offenen Tür steht und ihn ansieht [spot bitte].
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #23 am: 08. August 2010, 16:54:11 »
[Nenn mich Adlerauge... Spot 29]
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #24 am: 09. August 2010, 12:03:48 »
Für einen winizgen Moment meint Melville zu erkennen, wie sich die Pupillen des Kindes vor Zorn verengen, dann reisst das Mädchen die Augen auf, schlägt eine Hand vor den Mund und stolpert rückwärts. "Wer  . . . wer seid Ihr?"
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #25 am: 09. August 2010, 16:14:43 »
Nur für einen winzigen Augenblick zögert Melville, dann rückt er dem Mädchen nach, um ihr keine Gelegenheit zu geben, aus seiner Reichweite zu entkommen, denn er hält die Axt zum Schlag bereit. "Ihr wisst sehr gut, wer ich bin. Ich dachte, nachdem Ihr Euch so viel Mühe gegeben habt, mich in die Finger zu bekommen, mache ich es Euch ein bisschen leichter und stelle mich persönlich vor. Ach ja, und außerdem wollte ich etwas zurückgeben, dass Ihr verloren habt." Mit der linken Hand fischt er die Münze mit der Lilie aus der Hosentasche und wirft sie dem Mädchen zu.
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #26 am: 09. August 2010, 19:55:21 »
Fast automatisch fängt sie die Münze und betrachtet sie, dann sieht sie Melville wieder an. "Ich weiss nicht, wer Ihr seid. Ein Mann ist eben zur Tür hinaus."
Sie deutet auf eine kleinere Tür am anderen Ende des Raums und macht einen Schritt auf sie zu, versucht sich an Melville und seiner Axt vorbeizuschieben.
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #27 am: 09. August 2010, 21:18:29 »
"Noch einen Schritt und ich spalte Euch den Schädel!" brüllt er sie an und legt dabei seine ganze Wut über die Mordanschläge in diesen Satz. [Intimidate 23]

[Falls sie weitergeht oder sonst irgendwelche verdächtigen Bewegungen macht, schlägt Melville ohne langes Federlesen mit der flachen Seite der Axt zu: Soft Strike, trifft AC 25 mit 14 subdual damage

Falls sie stehen bleibt, geht es so weiter:  ]


Immer noch mit erhobener Axt zischt Melville ihr zu: "Es gibt nur einen Weg für Euch, lebend aus dieser Sache herauszukommen: Es ist sofort Schluss mit den Spielchen, und Ihr beantwortet jede meiner Fragen, und zwar prompt und wahrheitsgemäß." Ein fieses Grinsen verzerrt sein Gesicht,  fast als würde er die Zähne fletschen wie ein wildes Tier."
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #28 am: 10. August 2010, 16:27:38 »
Sie versucht tatsächlich mit einem raschen Schritt die Tür zu erreichen und Melvilles Schlag trifft sie ungeschützt, daraufhin bleibt sie taumelnd stehen, offensichtlich fassungslos über den Angriff. „Du greifst mich an!“ kreischt sie, ehe sie, noch einen Schritt zurücktretend, mit dem Rücken zur Wand stehenbleibt, eine Hand auf die Wunde gepresst. Sie kneift die Augen zusammen und ein böses Gliltzern erscheint in ihnen.
„Gut, ich sage dir alles, was du wissen willst. Dafür musst du mir dein Ehrenwort geben, dass du mich laufenläßt. Sonst sage ich kein Wort.“
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Re:Die Suche nach Martelo
« Antwort #29 am: 10. August 2010, 19:40:36 »
Mit einem hässlichen Lachen erwidert Melville die Forderung. "Wieso glaubt Ihr, dass ich Informationen haben will? Denkst du, ich weiß nicht, dass das Blutgeld von Rowenheim stammt? Was ich will, ist dem ganzen Abschaum da draußen klarzumachen, was für ein tödliches Spiel es ist, mir in die Quere zu kommen." Damit tätschelt er seine Axt, und ein fast zärtlicher Ausdruck erscheint auf seinem Gesicht, bevor er sich ruckartig wieder seiner Gefangenen zuwendet. "Ach ja, und dann wäre da noch... Rache!" Er holt mit der Axt zu einem weiten Rundschlag aus.

[Er hofft, dass sie die Nerven verliert und ihn schnell noch zu beschwichtigen versucht. Aber selbst, wenn der Bluff keinen Erfolg hat, wird er den Axthieb nur dicht an ihrem Kopf vorbeisausen lassen.]
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