Skeyfare

25. November 2020, 05:48:56
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Skeyfare » Andere Welten » Campaign Endor (Moderator: Gideon) » Gruppendiskussion

Autor Thema: Gruppendiskussion  (Gelesen 2615 mal)

Offline Gideon

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Gruppendiskussion
« am: 26. November 2002, 17:09:02 »
TEIL 1

Erwin
Meine lieben Freunde, nachdem ich mich nun endlich mal an einigen ruhigen Abenden in Neu Ysilia hinsetzen konnte und die fantastischen Erlebnisse, die Ceri und ich damals gemeinsam hatten (nein, nicht die, die anderen), niedergeschrieben habe, ist mir doch aufgefallen, daß wir mal wieder grundsätzlich über die Situation in der wir uns befinden reden sollten. Ich meine da die ganzen Umstände, die dazu führten, daß wir unsere Welt verlassen haben, die verschiedenen Visionen, die wir aus dem Buch in Gareth hatten, die Zeichen und so weiter.
Wir sollten uns mal gedanken machen, was wir so zu beachten haben, was wir vielleicht untersuchen sollten und vieles mehr ......


Cerdiwen
 Arrrrrrgh...
.Erwin...verdammter Gnom...! Was heißt hier schon wieder "...die fantastischen Erlebnisse mit Ceri...nein, nicht die, die anderen..."??? Kannst Du mir das mal bitte plausibel erklären oder muß ich Deine ohnehin schon kurze Gestalt noch ein wenig kürzer machen???


Erwin
Hey!
Ich wollte da nur Missinterpretationen vorbeugen, da mir meine Wortwahl etwas zweideutig erschien. Aber gut, ich spezifiziere: In meiner ersten Aussage bezog ich mich natürlich auf unsere gemeinsamen visionären Erlebnisse, die uns nach Ironfist, Gareth usw. versetzten, und nicht auf die Abende, an denen du spärlich bekleidet im Zimmer in Gareth vor mir ..... [icon]
Aber laßt uns jetzt mal auf´s Wesentliche konzentrieren!


Cerdiwen
In denen ich was unbekleidet vor Dir...??? Setz nicht wieder irgendwelchen Leuten Flausen in den Kopf, ich habe damals mit Anataras genug Ärger gehabt! Da war nichts, absolut NICHTS!!! Und wisch Dir endlich dieses dämliche Grinsen aus dem Gesicht!


Antaras
 Antaras legt beschwichtigend seine Hand auf Ceris Arm. ?Lass es gut sein, wir wissen doch, wie oft sich Erwin schon als ein Meister des Wortes offenbart hat. Ich habe zumindest nicht das Bedürfnnis, meinen Geist an der Schärfe seines Verstandes zu wetzen." Er wendet sich an den Gnom. ?Ich muss mich vielmehr bei dir entschuldigen für die unangebracht harten Worte, die ich dir gegenüber nach dem Angriff von Livia verwendete. Ich weiss, dass die Liebe blind machen kann, aller Klugheit zum Trotz." Dann räuspert er sich und seine Stimme verliert den weichen Klang.Und nur Ceri bemerkt, wie seine Hand, die auf ihrem Arm ruht, sich verkrampft. ?Es scheint mir ein fast aussichtsloses Unterfangen all unsere Bruchstücke an Wissen bündeln zu wollen. Wo sollen wir anfangen? Vielleicht gelingt es uns einen Überblick zu bekommen, wenn jeder seine Sicht den anderen offenbart?"

Erwin
Vielen Dank mein lieber Antaras, daß du die Diskussion wieder auf ein sachliches Format zurückgebracht hast.
Also, ich habe nochmals meine gesamten Aufzeichnungen durchstöbert, und versuche, diese nochmals kurz zusammenzufassen (in den für uns momentan relevanten Teilen zumindest):

Vermutungen über die Visionen:
Früher einmal waren verschiedene Welten durch Portale verbunden, durch die man leicht in andere Welten gelangen konnte. Es gab eine Versammlung unterschiedlicher Wesen, die wir als Rat annehmen, und die ?unser? heiliges Buch besitzen.

Durch eine Katastrophe, einen Krieg oder ähnliche Ereignisse wurden nicht nur das Leben und die Natur einer oder mehrerer Welten zerstört, sondern auch die Portale beschädigt.

Der Rat entsendet fünf Artefakte in fünf verschiedene Welten. Wir können nur raten, ob sie die Gegenstände dadurch in Sicherheit bringen wollten, ob sie die Macht der Gegenstände verschiedenen Welten zugute kommen lassen wollten, ob sie damit auf jeder Welt den Grundstein für die heutigen Religionen legen wollten oder ob es noch einen ganz anderen Grund gibt.

Eventuell sind aus den Wesen, die zu dem Rat gehören, irgendwie unsere Götter hervorgegangen, jedenfalls scheinen ihre Spuren sich später auf verschiedenen Welten wiederzufinden.

Ergänzung zur aktuellen Lage:
Eventuell könnte der Zeitpunkt, an dem die Artefakte benötigt werden, in nicht allzu ferner Zukunft liegen. Durch wen (den ?weißen Reiter? vielleicht? Zumindest wird ein Schwert im Zusammenhang mit ihm erwähnt; außerdem ?Vereinigung aller Artefakte durch IHN!!!???) wissen wir auch nicht. Und zu welchem Zweck? Vermutlich, um die Waagschale der Ereignisse (?Gabelung ....?) in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen.
Außerdem scheinen die Zeichen (wir wissen vom 1., 2. und 6.), die ja wohl auch auf diesen Zeitpunkt hinweisen (?), schon eingetreten zu sein.
Die Magierinnen aus Silver Cove haben uns folgende Hinweise für unsere aktuelle Mission gegeben: Ein Artefakt zu finden, den ?Weg? nicht zu verlassen und außerdem nach dem ?Rat? zu suchen.

Das ist jetzt erstmal ohne weitere Rückschlüsse auf künftige Aktionen unsererseits dargelegt.


Makkharezz
Hi zusammen,
mein Beitrag kommt von mir als Spielerin, weil Makkharezz hat noch nicht wirklich den Durchblick, selbst nachdem ihr ihr alles erzählt habt.

Erstmal stimme ich Erwins Einschätzung der Lage zu.

Dann: Ich finde den Ansatz wichtig: Was können wir aus den Teilen der Vision lernen, die bisher schon gewesen sind, und was können wir daraus für die zukünftigen Orte ableiten? Vergebt es mir, wenn ich hier auch Offensichtliches anführe, aber vielleicht hilft's, die Gedanken zu ordnen:

Die Ironfist-Vision könnte uns gewarnt haben, dass überhaupt eine Belagerung stattfindet. Hätte uns dieses Wissen aber damals weitergeholfen? Ich weiß nicht mehr, wie es war: hätten wir Zeit gehabt, uns auf die Belagerung vorzubereiten oder fand sie gleich nach unserer Ankunft statt?

Die Gareth-Version könnte uns gewarnt haben, dass wir uns vor den Praios-Leuten in Acht nehmen sollten, dass Magie dort verwerflich ist und es gefährlich ist, sich als magiekundig zu erkennen zu geben.

Die kurze Szene mit dem Gebirge kann uns wahrscheinlich nicht viel mehr sagen, als wir schon wissen: Vielleicht handelt es sich um das Gebirge, das wir momentan erreichen wollen. Wir wollen dort ein Dimensions- und/oder Zeittor finden. Die Vision sagt uns dazu auch nicht mehr.

Die Insel-Version ist da schon detaillierter. Auf jeden Fall scheint es wieder sinnvoll, etwaige arkarnen Fähigkeiten zu verbergen und sich den Priestern dieser Welt zumindest mit Vorsicht zu nähern, damit wir nicht im Knast landen oder Schlimmeres. Außerdem ist auch hier so was wie ein Krieg oder zumindest eine Auseinandersetzung im Gange, auf die wir gefasst sein sollten, damit wir da nicht allzu sorglos umherspazieren und irgendwie zwischen die Fronten geraten. Dann scheint es auch dort in dem Turm eines der Tore zu geben. Darüber hinaus auch noch ein Sonnenportal, wobei wir nicht wissen, ob das für uns eine Bedeutung hat, und ob es uns irgendwie in unserer Mission weiterbringt. Gibt's hier eine Analogie zum Tor in der Stadt des Lichts oder halluziniere ich gerade?

Ob wir die Schlacht auf Endor irgendwie beeinflussen können, hängt wohl davon ab, wie früh wir dort ankommen. Allerdings war uns ja der Konflikt zwischen den "Guten" und den Thakisis-Leuten schon bekannt, als wir noch dort waren. Spannend ist es, wie viel Zeit seit unserer Abreise vergangen ist, wenn wir wieder dort ankommen.

Die Pyramiden-Vision ist nicht gerade beruhigend. Wir können höchstens hoffen, dass wir die Ereignisse (z.B. durch Ironfist, Gareth...) schon so weit verändert haben, dass auch diese Vision nicht genauso eintrifft. Dass die Baa-Leute eine sehr große Bedrohung darstellen, wissen wir ja schon länger. Fragt sich, wo diese Wüste ist, auf welcher Welt? Oder sind die Baa-Leute bisher nur auf unserer Heimatwelt zuhause? Scheint eher nicht so, denn auch die dunklen Templer verfolgen uns ja von Welt zu Welt. Kennen wir Wüsten oder wissen zumindest, wo welche liegen?

Der weiße Reiter: Klar, den Mann brauchen wir. Leider fällt mir in den Visionen bisher kein Hinweis auf, wo wir den Herrn auftreiben können, oder falls es sich um eine Art übermenschliches Phänomen handelt (wie bei diesen Kriegern, die im Boden sitzen und erwachen, wenn das Land in höchster Not ist, ihr wisst schon...), wir man ihn herbeirufen/erwecken/erschaffen kann.

Wer oder was der alte Mann ist? Eventuell ein Mitglied des Rates? Ich könnte mir gut vorstellen, dass die damals beschlossen haben, nicht nur die Artefakte auf die Welten zu verteilen, sondern auch weiter zu beobachten und so gut wie möglich die Ereignisse zu lenken. Auf jeden Fall unterstützt uns jemand mittels dieser Visionen, und vielleicht auch mit handfesteren Mitteln. Ich denke da z.B. an den obersten Priester in der Stadt des Lichts.

Soweit meine Ideen. Hoffentlich habt ihr noch schlauere Gedanken.


Erwin
Hey Makkharezz (sag ich jetzt einfach mal so), das sind ein paar verdammt scharfe Schlüsse, die dein Drachenhirn da zieht, respekt!
Ich finde die Überlegung in Bezug auf unsere vsionären Erlebnisse auch sehr wichtig, und möchte dazu noch folgendes ergänzen:
In Ironfist sind wir ja hinzugerufen worden, um den Belagerten zu helfen, demzufolge kann man nicht unbedingt sagen, daß wir unvorbereitet waren. Die Vision hat jadoch lediglich den Vorteil gehabt, daß wir uns und die Festung ganz besonders gründlich vorbereitet haben, da wir mit weitaus schlimmerem gerechnet hatten.
Zum Gebirgszug, vermutlich ist das "Eherne Schwert" gemeint, noch eine Ergänzung unserer Vision, die die Lage schon spezifiziert und uns bei der Suche helfen könnte: "Eine Schlucht von mehreren Meilen breite durchschneidet dieses Gebirgsmassiv; an dieser Stelle befindet sich eine gigantische Festung/ ein Wall der die komplette Schlucht überspannt."
Die Pyramide hat mich irgendwie sofort an einen nichtirdischen Platz erinnert, kommt mir vor wie eine niederhöllische Existenzebene, aber wie gesagt, eher vom Gefühl her.
Aus den Visionen sollten wir auch lernen, daß wir uns bestmöglich vorbereiten sollten auf alle Eventualitäten, falls wir je wieder in unsere Heimat gelangen sollten. Damit meine ich vor allen Dingen, unser beträchtliches Vermögen in Megics aller Art, Rüstungen, Heiltränke uswusf. zu investieren, und Grundlagenforschung in allen uns zur Verfügung stehenden Bibliotheken etc. zu betreiben. Und, immer ein Sack Gold am Gürtel.


Gideon
Zu Ironfist eine kleine inhaltliche Detaillierung:
Ironfist war von jeher ein unabhängiges Königreich, welches jedoch mit dem Anschluß an Rohan geliebäugelt hat. Nachdem ihr Archibald befreit und seinen Bruder Alfred entmachtet hattet, bat dieser offiziel um Aufnahme in das Reich Rohans, da er sich hiervon auch einen Schutz durch die Ritter versprach.
Aufgrund der Ereignisse (Verrat innerhalb der Ritterschaft, Besetzung von Dargaard durch Lord Soth, Fall einer Feste im Ephel Duat, sowie stark vermehrte Aktivitäten entlang der Mordorgrenzen), sah sich Archuran zunächst außer Stande Ritter nach Ironfist zu entsenden. Er beauftragte euch ein Söldnerheer aufzustellen und nach Ironfist zu ziehen. Dieses geschah seinerseits ohne das Wissen um diese Visionen, aber eure Motivation und eure Taten geschahen mit dem Wissen um diese Vision. Ihr wusstet nur nicht wann das alles geschehen sollte, was Erwin und Ceri erlebt hatten...


Antaras
Antaras hat aufmerksam den Freunden zugehört, nun räuspert er sich und sagt: ?Was mir seit dem Tod des Paladin-Priesters in meinen Armen nicht aus dem Kopf geht, verrieten nur diese wenigen Priester ihren Eid oder hat sich die ganze Kirche des Paladin seine Strafe auf sich gezogen? Warum sprach er von Treuebruch? Was haben sie falsch gemacht? Und wieso ging an uns die Warnung, unseren Weg nicht zu verlassen? Wollte die Magierin uns vor dem Gebrauch der Artefakte warnen, damit wir nicht zu übermütig werden? Liegt unsere Aufgabe nur darin, ein Artefakt nach Endor zu tragen, sie alle zu finden oder gar, sie in die letzte Schlacht zu führen? Sind wir die Einzigen, die auf der Suche sind im Namen des Guten?"
Er holt tief Luft. ?Ihr merkt, mich quälen so viele Fragen, dass ich den Blick auf die Antworten, die wir bereits haben, verliere. Nur bei eine Sache bin ich mir sicher: der weiße Reiter, dessen Ritt gegen das Böse auf der Inschrift des Kiri-Jolith Artefakts angekündigt wird - für ihn müssen wir unsere Kräfte bündeln, er muss mit dem Schwert in die Schlacht reiten, wollen wir die Hoffnung nicht schwinden sehen. Ist dies die letzte Prüfung der Götter, die wir ja erst vor kurzem wieder in unsere Herzen gelassen haben - zumindest auf Endor. Und warum sollten wir den Rat suchen, muss er befreit werden oder warum greift er nicht ein? Müssen wir unser Schicksal selbst bestimmen?" Wieder verstummt er, erst nach einer Weile hebt er wieder an: ?Der mächtigste Vertreter Praios half uns bei unserer Mission, doch warum tat er es heimlich? Hat auch er Zweifel an der wahren Hingabe seiner Glaubensbrüder? Und was hat es für uns für Konsequenzen ausser der Mahnung, den Vertretern des Glaubens misstrauisch zu begegnen. So schwer es mir fallen wird."


« Letzte Änderung: 26. November 2002, 17:10:25 von Gideon »
Wir definieren uns nicht in dem was wir tun, was wir sind oder was wir sein wollen.
Wir definieren uns darin, welche Erinnerungen die Nachwelt von uns bewahrt.

Offline Gideon

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Replying to Topic 'Gruppendiskussion'
« Antwort #1 am: 26. November 2002, 17:15:26 »
TEIL 2


Erwin
Warte, warte, warte!
Das ist vielleicht ein bisschen viel auf einmal Antaras. Aber fangen wir mal vorne an:
Der Verrat, um den es in der Aussage des Paladin-Priesters ging, muß meiner Meinung nach schwerwiegender sein, als nur der von ein paar wenigen Priestern an ihrem Gott oder ihrer Kirche. Doch hier können wir wirklich nur spekulieren. Vielleicht bezog sich der Sterbende auf den Verrat der Takhisis-Ritter an den Rohan-Rittern, oder aber auf noch weit gewaltigere Umstände, möglicherweise im Zusammenhang mit dem ?Rat?. Ich weiß es nicht, seufz.
Die Warnung der Magierinnen aus Silvercove, nicht unseren Weg zu verlassen, bezog sich wohl eher nur auf die Beschaffung der Stiefel und die weiteren Dinge, die in dieser Welt noch vor uns liegen, da sie ja auch ergänzten, wir sollen einen der Gegenstände finden.
All die Dinge, die die weiteren Artefakte anbelangen, liegen für uns in der Zukunft und sind nicht zu diesem Zeitpunkt von uns zu lösen, doch bin ich überzeugt davon, dass wir dabei eine tragende Rolle zu spielen haben. Zuviele schicksalhafte Begegnungen und Ereignisse kreuzten in der Vergangenheit bereits unseren Weg, als dass man noch behaupten könnte wir seien nicht auf die ein oder andere Art erwählt oder ausersehen worden.
Über göttliche Prüfungen weißt du sicher mehr als ich, aber die Geschichte lehrt uns auch, dass solche Prüfungen immer wieder den Völkern Endors auferlegt worden sind, warum nicht auch für künftige Generationen ein wenig Spaß und Abwechslung bereithalten?
Und nun zum Rat, tja, da könnte man spekulieren bis man schwarz wird (ups), und würde doch keine Antwort finden, oder Tausende. Woher sollen wir wissen, was der Rat wirklich ist, ob es ihn überhaupt noch gibt oder wo er sich befindet. Aber ich bin gewiß darin, dass wir über kurz oder lang noch mehr dazu erfahren sollen, ob nun durch eigene Forschungen oder zufällige Entdeckungen, wer weiß das schon.
Und noch mehr geistliche Fragen, auf die schon Generationen vor uns keine Antworten fanden, sondern nur Überzeugungen erlangen konnten. Also, ich bestimme mein Schicksal jedenfalls gerne selbst, aber kann ich dass auch wirklich tun? Doch wir haben immer die Wahl des Weges, wenn uns das Schicksal begegnet. Aber laß uns nicht die Diskussion abschweifen lassen.
Noch kurz zur Kirche des Praios. Wir können uns natürlich nicht vollständig auf die visionären Erlebnisse verlassen, die Ceri und ich hatten, die Abweichungen, zum Beispiel in Ironfist, waren schon vorhanden. Jedoch sollten wir diesem, uns fremden Kult, mit der entsprechenden Vorsicht begegnen.
Ich glaube, dass ich dir eigentlich gar nicht geholfen habe, mit meinem Vortrag, jedenfalls guckst du nicht viel glücklicher als vorher. Eigentlich sollten wir uns nur an das halten, was als nächstes vor uns liegt, Schritt für Schritt, das ist das wichtigste. Nur von Zeit zu Zeit müssen wir unsere Gedanken neu ordnen und neue Erkenntnisse mit alten abgleichen, was wir gerade tun. Aber, dafür hast du ja mich. Also zerbrich dir dein Köpfchen nicht allzu sehr, alter Freund, konzentriere dich lieber auf deine anderen Stärken.


Antaras
?Wie gerne würde ich mit dir die Frage des Schicksalhaften in unserem Leben diskutieren, aber du hast Recht. Dies kann zur Zeit nicht unsere dringlichste Aufgabe sein. Das Tor in unsere Welt finden und schützen, was wir momentan besitzen, darin sehe ich meine Bestimmung, nicht in dem Versuch, den Weg, den die Götter für uns bestimmt haben, vorherzusehen." Er verstummt, dann blickt er Erwin nachdenklich an. ?Mir fällt es leicht, die Wege, die Kiri-Jolith mit vorzeichnet, zu begehen. Aber wie ist es mit deiner Freiheitsliebe, vermagst du dich vollständig auf unsere Sache, die wohl früher oder später unser Leben kosten wird, einzulassen?"


Erwin
Jetzt hast du es ja schon wieder geschafft, die Kurve ins private und philosophische zu nehmen. Lass uns darüber vielleicht mal in Ruhe unter vier Augen sprechen ......
Aber jetzt, meine lieben, wie sieht es aus mit Vorschlägen zu unserer aktuellen Situation, oder mit Ergänzungen zu unserer kleinen Zusammenfassung der allgemeineren Probleme?
Können wir aus den bekannten Fakten neue Erkenntnisse gewinnen?


Ceridwen
 "Nun...nachdem ich Euch so lange zugehört habe...ich habe so das Gefühl, das der Kern des ganzen mit diesem Baa-Kult zu tun hat...oder was auch immer sich dahinter verbergen mag! Meine vage Theorie...oder nennt es Hirngespinste...ist, daß es, wie bereits erwähnt, vielleicht vor langer Zeit diese mehreren Welten gegeben hat, die man jederzeit durch diese Portale betreten konnte. Alles lebte im Einklang, und das, was wir jetzt den Rat nennen, waren damals die Götter! Aus irgendeinem Grund hat jemand (vielleicht einer der Götter???) diesen Frieden zerstört oder mit der Zerstörung nicht nur des Friedens sondern auch der Welten begonnen...oder ähnliches! Um schlimmeres zu verhindern, hat der "Rat" entschieden, die Portale zu zerstören bzw. zu verbergen (hat das ev. etwas mit den Artefakten zu tun???) und das Wissen darüber wurde nur an die höchsten geistlichen/magischen Personen auf den jeweiligen Welten weitergegeben. So läßt sich zumindest erklären, warum auch nach tausenden von Jahren einige Dinge (teilweise die Sprache, die Welt der Götter etc.) sich noch ein wenig ähneln oder auch warum der Praiosgeweihte in Gareth scheinbar über einen Teil dieses Wissens verfügt. Meine weitere Überlegung ist, daß jeder dieser Götter dieses Rates eine Welt "zur Aufsicht" bekommen hat...so auch derjenige, den ich jetzt der einfachheithalber mal als "den bösen Gott" bezeichne...nämlich die Welt mit der Pyramide, die Erwin eher dämonisch oder so vorkommt. Nach vielen 1000 Jahren der Ruhe ist dieser böse Gott wieder aktiv geworden...und hat Zugang auf unsere Welt bekommen...ev. durch den Frevel der Priester??? Entstand so die Baa-Kirche??? Und ist aufgrund dieser Bedrohung der Rat in Form des alten Mannes aktiv geworden und hat uns sozusagen ausgeschickt, die heiligen Artefakte zu suchen und zu finden und damit den Vormarsch des bösen Gottes zu stoppen? Kann mit den Artefakten ev. der "alte" Zustand der Welt (miteinander verbundene Welten) wieder hergestellt werden oder können sie zur Vernichtung des bösen Gottes dienen? Ist er bzw. seine Diener deswegen genauso wie wir hinter ihnen (den Artefakten) her? Und wie steht die Baa-Kirche zu Thakisis??? Oder ist es ein und dasselbe? Nur unter anderer Maske? Nun...das sind meine Gedanken dazu...klingt verrückt und phantastisch, ich weiß, allerdings spricht auch noch für diese Theorie, daß sich scheinbar auf den unterschiedlichen Welten ähnliche politische Situationen zeigen...bei uns die Bedrohung sowohl durch Mordor, Thakisis-Ritter und die Baa-Kirche, auf Aventurien die Bedrohung durch diesen uralten Magier und auf dieser anderen Welt aus meiner und Erwins Vision wird/wurde auch eine Mauer/ein Wall als Abschirmung gegen etwas Böses gebaut! Zufall??? Auf jeden Fall denke ich, daß wir den Hebel am Baa-Kult ansetzen müssen...was jedoch erst einmal bedingt, daß wir wieder in unsere Welt zurückkommen...und wie das funktionieren soll...??? Nun, der Weg ins Eherne Schwert ist unser einziger Hinweis...verlassen wir uns auf die Führung der Götter!"


Erwin
Das sind ganz schön viele, zum Teil sehr wilde Spekulationen deinerseits, meine liebe Ceri. Dennoch scheinen mir die meisten Punkte, die du erwähnst, zumindest im Kern, mit meinen Vermutungen übereinzustimmen. Wir können nur, wie gesagt, zu diesem Zeitpunkt keine, oder nur wenige, exakte Aussagen dazu trreffen und müssen abwarten, was uns die Zukunft noch lehren wird.
Doch auf einen Aspekt deiner Ausführungen möchte ich nochmals näher eingehen, da ich vermute, daß die meisten von euch hier nicht über so viele Informationen verfügen, wie ich: Die Baa-Kirche.
Leider kann ich euch auch nicht allzu viel dazu sagen, also erwartet jetzt keine komplette Historie und nähere Einzelheiten über die Struktur dieser "Organisation". Doch ein wichtiges, bislang ungenanntes Detail über die Baa-Kirche und deren Magie kann ich euch nennen.
Die Magie, welche von den "Priestern" Baa´s angewandt wird, fällt ausnahmslos (zumindest meinen Informationen zufolge) in den Bereich der Schattenmagie. Da ich selbst inzwischen im Bereich der Lichtmagie ein wenig bewandelt bin, und dies auch noch verstärken möchte, weiß ich, daß es sich bei diesen beiden Magieformen um eine ursprünglichere Kraft handelt, als die Spielarten der Zauberei, welche auf unserer oder auch auf dieser Welt von Magiern und Priestern angewandt wird. Diese Ursprungsmagie scheint sowohl arkaner als auch göttlicher Natur zu sein und bezieht ihre Kraft wohl eher aus einer Energie, die direkt durch den Zaubernden manipuliert werden kann. Da die Baa-Leute und die Magierinnen von Silver Cove die einzigen mir bekannten Anwender dieser Art Magie sind, läßt dies den Schluß zu, daß beide eine wichtige, wahrscheinlich auch uralte Funktion in dem Gesamtzusammenhang mit der Weltenvernichtung und dem Rat spielen.
Die Baa-Kirche scheint somit auch nicht unbedingt auf eine andere Religion unserer Welt zurückzugehen. Vielmehr scheinen beide gegenpoligen Organisationen einen eher grundlegenden Aspekt der Mythologie darzustellen, vielleicht sind sie sogar Vertreter der reinen Form von Gut und Böse, bevor es Götterkulte gab? Aber dies ist schon wieder mehr als wilde Spekulation, ich gebe es gerne zu. Doch sollten wir je wieder die Sonne über Endor sehen, würde ich als einen unserer ersten Schritte dort einen ausgiebigen Besuch in Silver Cove vorschlagen

Antaras
 ?Meinst du, dass die Magierinnen uns nun eher an ihren Erkenntnissen teilhaben lassen? Vielleicht sollten wir versuchen, ihre Bedenken zu zerstreuen, dass zu viel Wissen bei unserer Aufgabe hinderlich wäre. Denn mir scheint, dass im Gegenteil zu wenig Wissen uns immer mehr dazu verleitet, die wenigen Bruchstücke zu einem verzweifelten Konstrukt zusammen zu setzen. Besonders wichtig scheint mir noch zu sein, dass die Artefakte sowohl für uns als auch für unsere Gegner von höchstem Interesse sind. Wollen sie nur verhindern, dass wir in ihren Besitz gelangen oder können sie ihre Macht für ihre Zwecke nutzen? Die Baa-Kirche, zu gerne würde ich Informationen eines Anhängers der Baa bekommen, beten sie zu einer gottähnlichen Instanz oder wie kann man sie davon abhalten, ihre magischen Ressourcen zu nutzen?" Antaras seufzt. ?Aber vorerst liegt unser Ziel im ?Ehernen Schwert."


Erwin
So wie ich die Baasis einschätze, würden wir nicht mal unter der Folter Informationen aus ihnen herausbekommen. Vielleicht ein wenig durch Magie, aber auch dazu müßten wir erstmal einem von ihnen lebend habhaft werden. Aber das wäre ja mal eine taktische Variante für den nächsten anstehenden Kampf gegen diese Leute.
Was die Magierinnen angelangt, denke ich, daß wir durch konkrete Fragen und mit ein wenig Beharrlichkeit schon noch mehr rauskriegen könnten als sie bislang bereit waren uns zu offenbaren.
Und schließlich zum Artefakt, oder den Artefakten. Da vermute ich mal, daß diese sowohl für die eine oder die andere Seite konkret von Nutzen sein können. Eventuell sind sie es, die die Waagschale letztendlich in die eine oder andere Richtung bewegen können .....
Wir definieren uns nicht in dem was wir tun, was wir sind oder was wir sein wollen.
Wir definieren uns darin, welche Erinnerungen die Nachwelt von uns bewahrt.