Skeyfare

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Skeyfare » Online Abenteuer » Abenteuer (Moderator: kolvar) » Die Rache des Satyrn

Autor Thema: Die Rache des Satyrn  (Gelesen 35686 mal)

Offline Chacota

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #15 am: 03. August 2011, 11:59:49 »
Manasse sieht sie ernst an, er wirkt zum ersten Mal tatsächlich wie ein Ritter und als er Sayuri antwortet scheint er seiner selbst sehr sicher: "Niemand wird Euch ohne Grund einsperren, aber Ihr versteht, dass es Euch und der Sache nicht helfen wird, wenn Ihr Eure Rechte jetzt durchsetzt. Was, wenn die Leute glauben, Ihr wolltet fliehen? Was, wenn Ihr die Kleine findet und ihr ist etwas zugestoßen? Wer wird dann die Bauern hier und von den Nachbarhöfen in ihrer Angst und ihrem Zorn aufhalten?"

Er holt Luft und beobachtet die Reaktion Sayuris und fügt hinzu: "Bei meinem Wort, niemand wird Euch Euren Besitz nehmen und niemand wird ohne mich über Euch urteilen."
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Offline Makkharezz

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #16 am: 03. August 2011, 19:54:32 »
Manasse wird das Gefühl nicht los, dass Sayuri durch das Momentum ihrer Empörung vorangetrieben wird und ihren Kurs nicht mehr ändern kann, selbst wenn sie es wollte. Doch nachdem sie ein paar laut hörbare Atemzüge genommen hat, wie ein Stier, der zum Angriff ansetzt, wirft sie ihren Beutel auf den Boden und ruft im selben wütenden Tonfall wie vorher: „Gut! Euch vertraue ich. Aber wagt es ja nicht, das auszunutzen, oder ich belege euch mit einem Fluch, der Euch und allen männlichen Verwandten die Hoden auf die Größe von Rosinen schrumpfen lässt!“

Sie dreht sich auf dem Absatz um, rafft ihr weites Gewand zusammen und stapft mit großen Schritten zum Stall zurück. Im Vorbeigehen knurrt sie den Bauern an wie ein Raubtier, so dass der erschreckt einen Satz rückwärts macht.
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Offline Chacota

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #17 am: 04. August 2011, 11:45:26 »
Sayuir wendet sich so schnell von Manasse ab, dass sie seinen Gesichtsaudruck nicht mehr sehen kann, meint jedoch, noch ein scharfes Einatmen vernommen zu haben.
Und dann vergeht die Zeit langsam, so langsam, dass Sayuri meint, es müsste inzwischen schon später Abend sein, doch als sie die Stalltür aufschiebt um hinauszuspähen kann sie an der Sonne erkennen, dass es erst später Mittag sein kann.
Und dann sieht sie den Bauern, der mit einer kleinen, leblosen Gestalt in den Armen quer über sein Feld auf den Hof zugeht, die Schultern gebeugt und den Kopf gesenkt. Hinter ihm Manasse auf Braun, der ihn begleitet.
Über den Hof laufen nun etliche Bewohner den beiden entgegen, eine junge Frau mit einem lauten Aufschrei, die die Hände vors Gesicht schlägt und plötzlich strauchelt.

Manasse steigt ab, läßt die Zügel von Braun los und beginnt, mit den Bauern zu reden, deutet dann auf den Stall und kommt mit großen Schritten zu Sayuri hinüber.
Als er vor ihr steht sieht sie, wie blass der junge Mann ist, im Gesicht zerkratzt von Dornen und die Stiefel bis über den Schaft vor Dreck starrend.
"Sie haben die Kleine gefunden. Sie ist tot. Und nun muss ich dich fragen, ob du letzte Nacht den Stall verlassen hast oder irgendein verdächtiges Geräusch gehört hast." Sein Blick müde, aber seine Stimme angespannt.
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Offline Makkharezz

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #18 am: 04. August 2011, 17:02:05 »
Entsetzt starrt Sayuri auf den Leichnam des Mädchens, kann den Blick einfach nicht abwenden. Als sie sich endlich Manasse zuwendet, stehen Tränen in ihren Augen, und alle Widerspenstigkeit, die sie morgens gezeigt hat, ist nun verschwunden. „Ich habe nichts gehört, außer dem Gewitter, und ich bin auch nicht draußen gewesen.“ Ganz leise fragt sie: „Was ist denn der Kleinen zugestoßen?“ Als wünschte sie sich, dass die Frage ungehört verklingt und ihr die Antwort erspart bleibt.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #19 am: 05. August 2011, 16:05:49 »
Als Manasse ihre Tränen sieht muss er schnell wegschauen, aber Sayuri hat das Gefühl auch seine Augen wären nicht ganz trocken.
Er zuckt hilflos mit den Schultern. "Ich weiss es nicht, es sind keine äußeren Verletzungen zu sehen, es scheint als habe sie einfach aufgehört zu atmen. Der Hofbesitzer Kaltis schickt nach einem Priester, aber es kann eine Woche oder auch noch länger dauern ehe sie einen gefunden haben. Es wird wohl so sein, dass ich die Trauerrede halten werde."

Er schluckt, dann sagt er, nun offizieller: "Ich darf Euch derzeit nicht mehr Einzelheiten verraten, da es eine Verhandlung geben wird, in der Ihr Euch verteidigen müsst. Kaltis wünscht es so und ich kann es ihm nicht abschlagen. Ich denke auch, es ist besser, dann können sich alle von Eurer Unschuld überzeugen - an die ich glaube", beeilt er sich hinzuzufügen.

"Ich hole Euch in zwei Stunden ab, habt bitte solange noch Geduld." Er dreht sich um und trottet zum Haus hinüber, Braun steht mit gesenktem Kopf auf dem Hof und sieht seinem Reiter hinterher, offenbar unschlüssig, ob er ihm folgen soll, schließlich geht er an den Wegrand und beginnt etwas gelangweilt Gras zu rupfen.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #20 am: 05. August 2011, 20:43:37 »
Für einen Moment ist sie sprachlos, und Manasse hat sich bereits abgewandt, als sie ihm antwortet. Trotzdem denkt sie nicht daran, ihn einfach so weggehen zu lassen, ohne ihm die Meinung zu sagen. "Verhandlung? Was für eine Verhandlung? Ich bin also schon angeklagt, nur weil ich zufällig in der Nähe war!"

Sie weiß sehr gut, dass es für sie keinen Ausweg gibt, sie keine Chance hat wegzulaufen oder sich zu verstecken. Wut und Enttäuschung schnüren ihr die Kehle zu, und jede Farbe ist aus ihrer Stimme gewichen. "Wieso rammt Ihr mir nicht gleich Euer Schwert durch die Eingeweide, das kommt aufs gleiche raus, und mir bleibt wenigstens dieser Mummenschanz erspart."
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #21 am: 06. August 2011, 11:47:32 »
Er dreht sich um und zum ersten Mal erlebt Sayuri den jungen Ritter wütend. "Ich habe Euch mein Wort gegeben, dass Euch nichts geschieht und daran wird sich auch nichts ändern. Die Götter haben entschieden, dass Ihr hier seid und sie werden wissen, wie Ihr helfen könnt. Und jetzt gehe ich zu Kaltis und versuche ihn zu beruhigen, falls er mir zuhört. Ich komme dann wieder."
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #22 am: 06. August 2011, 15:14:13 »
Ohne zu antworten, verschwindet Sayuri im Stall und knallt die Tür hinter sich zu. Eine Minute steht sie nur da, am ganzen Körper zitternd. Dann beginnt sie, unruhig, hin und her zu gehen, sich dabei das Haar aus dem Gesicht zu streichen und ihre Kleidung zurecht zu zupfen.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #23 am: 07. August 2011, 20:49:54 »
Es vergeht vielleicht eine halbe Stunde ehe das Scheunetor wieder geöffnet wird und Manasses Kopf erscheint. Er nickt Sayuri zu und bittet sie: "Kommt Ihr herüber? Ich habe Kaltis soweit gebracht, dass er Euch anhört und mein Urteil anschließend muss er annehmen. Ich bitte Euch nur, ruhig und wahrheitsgemäß zu antworten, dann haben wir zumindest dieses Schlamassel hinter uns und können um uns die wirklich wichtigen Dinge kümmern. Nämlich den Mörder zu jagen", fügt er grimmig hinzu.

Manasse geht vor Sayuri und öffnet auch die Tür zum Haupthaus ohne sich umzudrehen, es ist offensichtlich, dass er demonstrieren möchte, dass er Sayuri vertraut.
In der Wohnstube sind der Bauer Kaltis sowie zwei weitere, ältere Bauern, anscheinend von den umliegenden Höfen, denn Sayuri kann sich an ihre Gesichter heute morgen auf dem Hof erinnern als die Suche begann. Sie sitzen an einem großen Esstisch an der langen Seite, auf der anderen Seite steht ein Stuhl, den jedoch Manasse sich heranzieht, er deutet auf den letzten freien Stuhl, der am Kopfende des Tisches steht.
Ein kurzer Seitenblick von Manasse zu dem Bauern verrät Sayuri, wie nervös der junge Mann ist, doch seine Stimme zwar hell, aber fest als er beginnt.
"Mein Name ist Manasse Yoash Lewek, Ritter vom Orden des Stabes und bin von Kaltis Erborg, freier Hofherr vom Waldhof beauftragt worden, den Tod seiner Enkelin Kari zu untersuchen. Dafür habe ich eine Zeugin geladen, die ich befragen möchte. Sayuri Karnee, Ihr seid gestern hier angekommen. Ist Euch auf dem Weg hierher irgendetwas aufgefallen, jede Kleinigkeit könnte nützlich sein."

Kaltis kann sich nur schwer beherrschen und hebt an, Manasse zu unterbrechen, doch dieser konzentriert sich auf Sayuri und hebt lediglich die Hand in Richtung des Bauern und dieser schweigt tatsächlich für den Moment, doch starrt er Sayuri voller Misstrauen an.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #24 am: 08. August 2011, 10:10:20 »
Zitat
"Nämlich den Mörder zu jagen", fügt er grimmig hinzu.

"Wie kommt ihr denn darauf, dass das Mädchen ermordet wurde?" entfährt es Sayuri, doch es ist weniger eine echte Frage als vielmehr Ausdruck ihrer Fassungslosigkeit. Sie erhält auch keine Antwort, also folgt sie schweigend dem Ritter, betritt das Haus und setzt sich auf den zugewiesenen Platz, all das mit gesenktem Blick, ohne die Bauern anzusehen.

Zitat
Sayuri Karnee, Ihr seid gestern hier angekommen. Ist Euch auf dem Weg hierher irgendetwas aufgefallen, jede Kleinigkeit könnte nützlich sein."

Unsicher, was von ihr erwartet wird, beginnt sie zu berichten, ein kaum wahrnehmbares Zittern in ihrer Stimme. "Ich weiß nicht, ich habe nichts besonderes bemerkt. Ich war eigentlich unterwegs nach Gedinshain und bin querfeldein gegangen, ich dachte, das ist kürzer. Aber dann muss ich von der Richtung abgekommen sein, denn irgendwann kam ich an einen Fluss, der ich eigentlich nicht auf dem Weg liegen sollte. Ich habe eine seichte Stelle gefunden, um ihn zu überqueren, ein paar Kilometer von hier, wo die Überreste von irgendwelchen alten Mauer lagen. Dann..."

Sie unterbricht sich, als sie die Reaktion auf ihre Worte bemerkt. Plötzlich ist aufgeregtes Geflüster  zu hören, und als Syuri zum ersten Mal aufschaut, kann sie neben Misstrauen und feindseligen Blicken auch den Schock in den Augen der Anwesenden sehen. Zuerst weiß sie nicht, was sie Schlimmes gesagt haben sollte, aber als sie sieht, dass eine alte Frau ein Symbol in die Luft zeichnet, um das Böse abzuwenden und ein kräftiger kahlköpfiger Mann still zu beten beginnt, ahnt sie, dass das Schicksal ihr einen bösen Streich gespielt hat, als es sie an der Ruine vorbeigeführt hat. Verzweifelt, die Lage zu retten, spricht sie weiter."

"Dann ging auch schon das Gewitter los, es hat geregnet, so dass ich nicht mehr gut sehen konnte. Dann habe ich ein Licht gesehen und diesen Hof gefunden. Ich wollte nur einen trockenen Platz für die Nacht, mehr nicht. Ich würde doch niemandem etwas antun, schon gar nicht einem kleinen Kind." Der letzte Satz ist an Manasse gerichtet, ihr Blick dabei ein klarer Hilferuf.

Noch traut sich niemand von den Leuten, Manasses Autorität herauszufordern, aber es ist klar zu erkennen, dass die Emotionen der Bauern kurz vro dem Überkochen sind.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #25 am: 08. August 2011, 17:31:50 »
Auch Manasse spürt, dass ihm die Kontrolle der Anhörung langsam zu entgleiten droht und beeilt sich, laut und nachdrücklich die nächste Frage zu stellen: "Verstehe ich das richtig, dass Ihr Euch dort nicht länger aufgehalten habt, sondern gleich weitergeeilt seid?"
Er entschließt sie, die Befragung zu verkürzen und hängt seine nächste Frage gleich hintenan: "Habt Ihr die Scheune in der Nacht verlassen? Und habt draussen  Stimmen gehört oder eine Person gesehen?"
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #26 am: 08. August 2011, 20:17:55 »
Schnell bestätigt Sayuri: "Jaja, ich bin nicht dort geblieben, sondern habe mich beeilt, weil ich gehofft habe, noch vor dem Gewitter das Dorf zu erreichen. Und ich war auch die ganze Nacht in der Scheune und habe geschlafen. Deshalb habe ich auch nichts gehört, keine Leute, und auch keine Pferde oder sonst etwas. Das ist die Wahrheit, ich schwör's."

Sie bemerkt sehr wohl die Blicke der Leute. Sie hat nicht bei Amabea geschworen, oder einer  anderen Gottheit, die diesen Leuten heilig ist. Aber selbst wenn sie im Moment alles versucht, damit die Bauern ihr glauben, kann sie sich nicht dazu überwinden, sich im Namen eines Gottes zur Wahrheit zu bekennen, dessen Glauben sie nicht auch mit vollem Herzen angenommen hat.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #27 am: 09. August 2011, 19:10:21 »
Und ganz wie Sayuri befürchtet hat bringen ihre letzten Worte das Fass zum Überlaufen; Kaltis und ein weiterer Bauer springen auf, der Altbauer schlägt mit der Faust auf den Tisch, mit hochrotem Kopf presst er zwischen den Zähnen hervor: "Hört Euch das nur an, nicht einmal die Namen unserer Götter kann sie in den Mund nehmen, wahrscheinlich verbrennt es ihr die Zunge!"

Manasse sieht sich genötigt auch aufzuspringen, einen Moment lang wirkt er hektisch und sieht sich im Raum um ob noch mehr Chaos entsteht, doch er hat sich schnell wieder im Griff und herrscht in recht rüden Ton den Bauern an: "Setzt Euch, sonst setze ich euch vor die Tür, und wenn dies dreimal Euer Grund und Boden ist!"
Und dem immer lauter werdenden Zwischenrufern wirft er einen finsteren Blick zu und meint: "Ich nutze das Recht, das der Stab mir verleiht und werfe Euch alle hinaus, bei Amabea."

Er spricht dann leiser weiter, so dass die Störenfriede gezwungen sind leiser zu werden um zu hören,ob er seine Drohung wahr macht, doch Manasse wendet sich an Sayuri. "Würdet Ihr bitte den Namen Amabeas nennen um diesen Schwachköpfen zu zeigen, dass kein Dämon in euch haust?"
Er schließt nach Sayuris Antwort tatsächlich kurz die Augen, murmelt ein kurzes Gebet und sagt dann: "Unter dem Banne Amabeas, der nun keine Lügen duldet wiederholt, dass Ihr an dem Tod des Mädchens Kari keinerlei Schuld tragt."
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #28 am: 09. August 2011, 20:33:46 »
Es ist eine Mischung aus Verzweiflung, aber auch Wut, die aus Sayuris Antwort zu hören ist. Es hält sie nun nicht mehr auf Ihrem Stuhl. Sie schnellt hoch, und fast spuckt sie dem Ritter die Worte entgegen: "Ich habe keine Schuld daran, dass Kari gestorben ist. Und ich habe auch keine Angst davor, Amabeas Namen zu nennen: AMABEA!" Mit Genugtuung beobachtet sie, wie einige der Anwesenden zusammenzucken und sich unsicher umschauen, als glaubten sie, der Gott würde in Ihrer Mitte erscheinen und sich dafür rächen, dass sein Name in solcher Lautstärke benutzt wird.
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Offline Chacota

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #29 am: 10. August 2011, 17:58:30 »
Manasse starrt sie an, aber sein Blick wirkt irgendwie nicht so als ob er auf die Stimme Amabeas horche, sondern als ob er einen Abzählreim spricht, sie meint sogar seine Lippen bewegen zu sehen.
Dann dreht er mit einem Ruck seinen Kopf zu den Anwesenden und verkündet: "Ihr habt gehört, was Sayuri unter dem Bann Amabeas geantwortet hat. Da nun keiner von Euch mehr an Ihren Worten zweifeln wird ist es überflüssig, dass ich ein Urteil verkünde, denn wo keine Schuld, da ist auch kein Richter. Allerdings", hier hebt er die Augenbrauen und sieht Sayuri wieder an, "hat mir Amabeas Weisheit mitgeteilt, dass Sayuris Wissen um die Naturgewalten uns helfen kann den wahren Mörder zu finden. Hiermit bitte ich Sie in unser aller Namen, uns zu helfen."
Er steht auf und seine nicht riesige, aber doch imponierende Gestalt überragt nun die der anwesenden Bauern. "Hiermit ist die Befragung der Zeugin Sayuri abgeschlossen. Ich werde nach einer kleinen Stärkung die Eltern berfragen, wann sie ihre Tochter das letzte Mal gesehen haben."
Er bleibt am Tisch stehen und wartet bis die noch immer von den Ereignissen überrumpelten Bauern den Raum verlassen haben, dann holt er tief Luft und läßt sie mit einem leisen "puh" wieder entweichen. "Jetzt habe ich Hunger", sagt er und schielt hinüber zu Sayuri.
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