Skeyfare

17. Oktober 2021, 01:58:07
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Skeyfare » Online Abenteuer » Abenteuer (Moderator: kolvar) » Die Rache des Satyrn

Autor Thema: Die Rache des Satyrn  (Gelesen 62703 mal)

Offline Makkharezz

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #30 am: 11. August 2011, 18:56:40 »
Die Freigesprochene ist nicht minder überrascht. Staunend sieht sie zu, wie die Bewohner des Hofs ihre eigene Stube verlassen. Bis zuletzt ist Sayuri angespannt und fürchtet, die Leute könnten sich dem Richterspruch widersetzen, sich plötzlich auf sie stürzen und sie zu einem Scheiterhaufen zerren.

Erst als alle draußen sind, atmet sie auf. Mit hochgezogenen Augenbrauen und in die Seiten gestemmten Händen nimmt sie Manasse aufs Korn. „Ich glaube, langsam verstehe ich, wie das mit dem Rittertum läuft“, sagt sie provokant, aber auch mit einem schelmischen Lächeln.

Sie lässt sich wieder auf ihren Platz fallen, deutet auf den Stuhl neben sich und wartet, bis Manasse sich gesetzt hat. „Ihr seid ein helles Köpfchen und wisst sicherlich, dass ich in Wirklichkeit kein geheimes Wissen besitze, das uns helfen könnte, die Sache aufzuklären. Was sollen wir also tun?“ Sie ahnt, dass der junge Mann aus dem Stegreif auch keine Antwort parat hat, knetet nachdenklich ihre Unterlippe zwischen Daumen und Zeigefinger und wirft ihm einen scheuen Seitenblick zu. „Was ist denn nun mit dem Mädchen passiert, dass von Mord die Rede ist?“
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #31 am: 07. September 2011, 12:09:08 »
Auf Sayuris Lächeln reagiert er etwas verlegen, es ist erstaunlich wie er nun nach Worten sucht wo er eben noch die versammelte Bauernschaft an die Wand geredet hat. "Na, äh . . . das geht nicht immer so, aber, äh . . also, na, wir wissen doch beide, dass du es nicht warst!", platzt es letztendlich aus ihm heraus.

Dann läßt er sich erleichtert neben Sayuri auf den Stuhl fallen und nun sieht auch die junge Frau, wie sehr die ganze Sache den jungen Mann mitnimmt, er läßt den Kopf hängen und von seinem Hunger ist keine Rede mehr. Er sieht Sayuri an und hebt etwas hilflos die Schultern.
"Die Kleine ist völlig unverletzt, es scheint, sie habe einfach zu atmen aufgehört. Aber . . gefunden haben wir sie auf einem Stein, direkt an der Lichtung dieser alten Ruine, von der du gesprochen hast. Nur, der Stein ist so hoch, nie im Leben hätte sie dort allein hochsteigen können. Und sie lag dort  . . ", er holt Luft, " . . auf dem Rücken lag sie, die Arme und Beine ausgestreckt, als wolle sie sich in der Sonne wärmen, so legt man sich nicht hin zum Schlafen." Leiser dann: "Es war schrecklich."

Nun hält es ihn nicht mehr auf dem Stuhl, er springt auf und beginnt, im Zimmer auf und ab zu gehen. "Du kennst dich im Wald besser aus, vielleicht kannst du Spuren erkennen, die von uns keiner sieht oder dir fällt etwas auf, was sich an diesen Ruinen seit gestern irgendwie verändert hat . .", nun sieht er Sayuri hoffnungsvoll an.

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Offline Makkharezz

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #32 am: 12. September 2011, 22:09:10 »
Auch Sayuri kann sich keinen Reim darauf machen, was dem Mädchen geschehen ist, das kann man ihr deutlich ansehen. Aber was immer es ist, das Karis Tod verursacht hat, es macht ihr Angst.
Es dauert ein Weilchen, bevor sie antwortet, und das Zögern liegt auch in ihrer Stimme. "Wir müssen es zumindest versuchen." sagt sie schließlich. "Irgendjemand muss doch etwas tun."

Nachdem sie sich dazu durchgerungen hat, scheint sie es auf einmal eilig zu haben. Energisch steht sie auf. "Sehen wir zu, dass wir loskommen. Auch wenn es noch ein paar Stunden hell ist, will ich sicher sein, dass wir vor Einbruch der Dämmerung wieder hier sind. Im Dunkeln will ich bestimmt nicht dort draußen herumstolpern."
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #33 am: 14. September 2011, 12:00:20 »
Zunächst sieht Manasse die junge Frau erleichtert an, doch als sie zum sofortigen Aufbruch drängt ändert sich sein Gesichtsausdruck und er wirkt enttäuscht, erhebt sich jedoch, klopft sein Wams ab und meint etwas resigniert: "Ja, du hast natürlich recht. Nur zieht es mich wirklich nicht zurück zu jenem Ort."
Dann merkt er, wie seine Worte wirken könnten und beeilt sich hinzuzufügen: "Nicht, dass ich dort Angst habe, gewiss nicht! Ich fürchte nur, dass unsere Bemühungen zu keinem Erfolg führen werden."

Doch ohne Sayuris Antwort abzuwarten geht er dann eilenden Schrittes zur Tür, reisst sie auf und mit wieder kraftvollerer Stimme ruft er in den Flur. "Wir haben beschlossen, sogleich wieder aufzubrechen, bitte seid so gut und bereitet uns etwas Reiseproviant, wir werden kaum vor der Dämmerung wieder zurück sein. Die Befragung der Eltern kann warten."
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #34 am: 14. September 2011, 17:48:01 »
Sayuri scheint ebenso bedrückt wie Manasse. Ohne viele Worte zu verlieren lässt sie sich von ihm die Sachen aushändigen, die sie zuvor abgeben musste, dann macht sich das ungleiche Paar auf den Weg. Aufmerksam beobachtet Sayuri alles um sich herum, und das eine oder andere Mal, schreckt sie zusammen, als ein Tier das Unterholz rascheln lässt. Doch ihre Befürchtungen sind grundlos. Der Wald liegt so friedlich da, dass es Sayuri fast vorkommt, als wollten die Naturgeister sie für ihre Furcht verhöhnen. Nach dem Gewitter ist die Luft nun wieder frisch und klar, die Sonne scheint und die Vögel zwitschern.

Bald ist die Felsgruppe in Sicht, und ihre Schritte werden langsamer. Sie will sich gerade Manasse zuwenden und etwas sagen, da meint sie, aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrzunehmen. Ruckartig wendet sie den Kopf und starrt in das Spiel aus Licht und Dunkelheit, um die Ursache genauer zu erkennen. Kurz scheint es ihr, als hätte sie einen roten Farbklecks zwischen den Bäumen gesehen, doch sicher ist sie sich nicht. „Hast du etwas gesehen?“ flüstert sie heiser.
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #35 am: 15. September 2011, 12:42:11 »
Manasse ist etwas zurückgeblieben und das ein und andere Mal hört sie ihn leise fluchen, wenn ein großes Insekt ihn umschwirrt, als Sayuri stehenbleibt und sich dann zu ihm umdreht schließt er recht leise zu ihr auf, schüttelt jedoch den Kopf. "Nein, ich habe nichts bemerkt. Dort drüben? Meinst du, es lohnt sich, dass wir einen Versuch machen und, wer auch immer dort ist, versuchen einzukreisen? Ich könnte direkt weitergehen zu den Felsen und du von der anderen Seite, angeblich auf der Suche nach Spuren im Dickicht?" Manasse wedelt wieder mit der Hand vor seinen Augen und wirkt mehr als unzufrieden.
"Selbst der kleinste Hinweis könnte uns weiterhelfen, denn so bleibt uns nur auf die Gunst der Götter zu hoffen."
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #36 am: 16. September 2011, 20:16:22 »

Unruhig späht Sayuri nach links und rechts, ihr ist sichtlich unwohl bei dem Gedanken, allein zu gehen. Dennoch gibt sie mit einem knappen „Ja, gut“ ihre Zustimmung und biegt von dem schmalen Pfad ab. Vorsichtig bahnt sie sich ihren Weg durch den dichten Wald, immer darauf bedacht, kein Geräusch zu machen, gleichzeitig aber auch die Umgebung nach fremden Personen abzusuchen – oder böswilligen Naturgeistern.

Sie ist schon fast auf Höhe der Felsen, da springt ihr noch einmal eine Bewegung ins Auge. Dieses Mal ist sie sicher, etwas gesehen zu haben und klettert behende auf einen Findling, um einen besseren Überblick zu gewinnen. Tatsächlich kann sie zwischen den Bäumen eine Gestalt sehen, die sich tiefer in den Wald hinein bewegt. Hastig springt sie von ihrem Aussichtspunkt und läuft in die Richtung der Gestalt, wobei ihr nun Schnelligkeit wichtiger ist als leises Auftreten. Fast ist es, als hätte sie ein Jagdtrieb erfasst, denn erst nach ein paar Augenblicken fällt ihr ein, dass sie den vermeintlichen Mörder keineswegs allein stellen will

„Manasse, hier herüber, nach Osten!“ ruft sie laut und rennt noch etwas schneller, nachdem der Flüchtende nun mit Sicherheit von seinen Verfolgern weiß.
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #37 am: 18. September 2011, 11:21:56 »
Sayuri hört ein Knacken und Brechen von Ästen aus Manasses Richtung und kurz danach kann sie aus den Augenwinkeln sehen, wie der junge Paladin im spitzen Winkel zu ihr aufschließt, allerdings muss sie auch bemerken, dass der Flüchtende sich in dem dichten Unterholz wesentlich behender und schneller fortbewegt als seine beiden Verfolger.
Er springt fast wie ein Hase über kleinere Büsche und kommt so leichtfüßig auf, dass in Sayuri das unangenehme Gefühl aufkommt, gar keinen Menschen zu verfolgen.

Manasse ruft derweil: "Bleibt stehen, im Namen Amabeas und des Stabordens befehle ich es Euch!"
am Klangs seiner Stimme hört sie jedoch, wie wenig er selbst an seinen Befehl glaubt, aber es ist jetzt nach einigen hundert Metern auch klar, dass Manasse sich nur langsamer als sie durch den dichten Wald kämpft, sie hört seine unterdrückten Flüche: "Bei Ganala, warum gehört deine Liebe ausgerechnet diesem Wald? Möge Wirantis her aufräumen, diese grüne Dämonenhölle . . ."
 . . und als Sayuri ihre Aufmerksamkeit wieder nach vorne lenkt muss sie feststellen, dass der Gejagte fort ist, wie vom Erdboden verschluckt scheint er.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #38 am: 19. September 2011, 10:27:48 »
Sie reckt den Hals und schaut hierhin und dorthin, um zu erkennen, wohin er geflohen ist, kann ihn aber nirgendwo entdecken. Als sie den Boden nach Spuren absucht, hat sie keine Schwierigkeiten, die Abdrücke des Unbekannten zu finden. Als Manasse schließlich zu ihr aufschließt, findet er sie auf dem Boden kniend, den Blick auf die Spuren geheftet.

Als sie den Ritter bemerkt, schnellt sie hoch, schaut ihn mit ängstlicher Miene an, packt ihn bei der Schulter und zerrt ihn mit sich nach unten. "Schaut nur! Seht Euch das an: Es sind keine Schuhabdrücke, die er hinterlassen hat. Es sind Hufspuren! Was hat denn das zu bedeuten?" Ihr Blick sagt, dass die Frage nicht ganz so offen ist, wie sie klingt. Selbst wenn Sayuri nicht weiß, mit wem sie es hier zu tun haben, ahnt sie etwas Schlimmes.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #39 am: 20. September 2011, 18:21:57 »
Schnaufend und noch mit den Armen wedelnd kniet er sich neben Sayuri nieder und blickt aufmerksam auf die Spur, auf die sie deutet. Er prüft vorsichtig mit den Fingern die Tiefe des Abdrucks, dann sieht er Sayuri völlig verblüfft an: "Du bist ganz sicher, dass die Spur von dem Wesen ist, das wir verfolgt haben? Es lief aufrecht, so viel habe ich auch gesehen, dass hier . .", er zögert, "sieht nach einer Ziege aus. Allerdings nach einer sehr großen . . ".

Er kratzt sich an einem Insektenstich und blickt in die Richtung, in der das Wesen verschwunden ist. "Sollen wir die Spur weiter verfolgen? Nur so können wir herausbekommen, worum es sich handelt. Oder hast du eine Idee?"


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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #40 am: 20. September 2011, 19:03:14 »
Sayuri schüttelt den Kopf. "Es sind die einzigen Spuren, die zu sehen sind. Wenn er also nicht über dem Boden geschwebt ist, dann müssen diese Abdrücke ihm gehören." Sie zögert, schaut in die Richtung, in der die seltsame Gestalt verschwunden ist. "Ich weiß nicht... Er war so schnell, ich denke nicht, dass wir ihn einholen können."

Fast bittend schaut sie Manasse an. "Wollen wir uns nicht lieber den Felsen ansehen? Vielleicht finden wir etwas, dsas Licht in die Sache bringt."

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #41 am: 21. September 2011, 21:24:12 »
Manasse versucht einen Augenblick lang auszusehen als würde er überlegen, dann zuckt er mit den Schultern und meint: "Was soll's, ich bin auch nicht erpicht darauf, unseren Mörder zu treffen ohne ein paar Hinweise, was es für ein Wesen sein könnte. Komm, ich zeige dir den Ort, wo wir die Kleine gefunden haben."

Sie gehen zusammen die kurze Strecke zurück und Manasse achtet darauf, dass er nicht auf die seltsame Spur tritt.
Dann stehen sie am Rand der Lichtung und erst jetzt fällt ihm auf, wie seltsam "gepflegt" die Lichtung wirkt; während überall der Wald jeden Lichtstrahl abfängt und dichtes Grün sie umgibt ist um die alte Ruinen herum und insbesondere um den großen Stein einige Schritte entfernt kein einziger Baumschößling zu sehen, keine Wildstauden und Gebüsch wächst hier.
Manasse scheint keine Lust zu haben, die Lichtung sofort zu betreten, er deutet auf den Stein und fragt Sayuri zunächst: "Hat sich seit gestern irgendetwas hier verändert? Fällt dir etwas auf?"
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #42 am: 23. September 2011, 22:26:20 »
Schon ist Sayuri in der Ruine unterwegs und beobachtet so angestrengt den Boden und die Steine, dass sie erst nach einigen Momenten Manasses Frage realisiert. Sie schüttelt den Kopf, als wollte sie ein lästige Fliege loswerden. „Ich war ja gestern in Eile und habe mich hier nicht weiter umgesehen.“

Sie geht in langsamen Schritten zu dem großen Stein, und plötzlich winkt sie hektisch, damit  Manasse näher herankommt. „Seht Ihr, hier sind auch wieder Hufspuren, aber außerdem auch richtige Schuhabdrücke.“ In dem Versuch, die Spuren möglichst nicht zu zertreten, geht Sayuri flink durch das Unterholz, um dem Weg der Spuren zu folgen. Dann runzelt sie die Stirn und umrundet das gesamte Areal. Nach kurzer Zeit stößt sie ein ärgerliches Schnauben aus und kommt wieder zurück. „Es hat keinen Sinn, der Boden ist zu felsig.“
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #43 am: 27. September 2011, 16:41:53 »
"Hm, das ist seltsam", Manasse reibt sich nachdenklich das Kinn, "ich bin mir ziemlich sicher, dass keiner der Bauern dem Stein so nahe gekommen ist, zumindest nicht als ich auf der Suche hier war."
Er tritt vorsichtig an die Spur heran, die Sayuri entdeckt hat, hebt seinen Fuß und stellt ihn ganz langsam neben einen der Abdrücke, dann schüttelt er den Kopf. "Nein, mein Abdruck ist es auch nicht."
Dann fällt ihm etwas ein, er geht gar nicht auf Sayuris etwas frustrierten Ausruf ein, sondern packt sie am Handgelenk und zieht sie ein paar Meter von der Lichtung. "Da, schau mal! Irgendwie dachte ich, das wäre von dir . .", er wirkt plötzlich etwas betreten und spricht schnell weiter: "aber du hast ja gesagt, du hättest dich hier überhaupt nicht aufgehalten . . ."

Der junge Ritter deutet auf einen Brandfleck auf dem Waldboden, einige glatt geschliffenen Flusssteine liegen auf dem verkohlten Boden und aus Sayuris Perspektive sieht es fast so aus, als würden sie die Gestalt einer liegenden Person nachbilden. Und unter einem der Steine leuchtet ein Stück Stoff hervor, seltsam hell und unverbrandt wirkt es. Und untem dem obersten Stein weht etwas, dass wie eine Haarsträhne aussieht.
Manasse hat noch nichts bemerkt, er sieht noch immer triumphierend Sayuri an und wartet auf ihre Reaktion.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #44 am: 27. September 2011, 21:11:40 »
Stumm schüttelt Sayuri den Kopf, nicht nur um die Vermutung zu besteiten, sondern auch als Geste der Ungläubigkeit. Vorsichtig kniet sie sich neben den Brandfleck und streckt zögernd, fast ängstlich die Hand nach den Fundstücken aus. Sie hebt den Stein an und zieht den Stoff hervor. "Was ist hier nur passiert? Was soll das Ganze?" Dann nimmt sie die Haarsträhne, steht auf und hält sie Manasse entgegen. "Das ist nicht die Haarfarbe des Mädchens. Von wem stammen sie wohl?"
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