Skeyfare

25. November 2020, 06:16:29
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Skeyfare » Andere Welten » Unmoderierte Welten » Changeling - Snowball in Hell

Autor Thema: Changeling - Snowball in Hell  (Gelesen 55865 mal)

Offline Makkharezz

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #30 am: 07. Mai 2012, 09:16:07 »
Aimee betritt die Kirche durch die Haupttür und steht mitten in der Bar. Die hohen Wände mit der gewölbten Decke, die bunten Kirchenfenster und der steinerne Boden sind noch erhalten geblieben und geben dem Raum eine besondere Atmosphäre. Nur das Mobiliar ist nicht mehr das einer Kirche: Statt Reihen von Kirchenbänken gibt es nun zwei größere Polsterecken und ein Dutzend runder Tische mit normalen Stühlen. Nicht zu vergessen der lange geschwungene Tresen aus hellem Holz, der sich an der linken Wand entlangzieht.

Die Bar ist nicht so groß wie das gesamte Kirchenschiff, denn eine nachträglich eingesetzte Rückwand teilt das Gebäude nun in zwei Hälften. Aimee kann durch die offene Tür in das dahinter liegende kleine Theater schauen, das den ehemaligen Altarraum als Bühne nutzt.

Von dort betritt nun Scarlett Milton die Bar. Außer ihr ist niemand zu sehen. Kein Wunder, denn an einem Samstagmittag sind noch keine Gäste anwesend. Wahrscheinlich ist offiziell auch noch nicht geöffnet. Trotzdem lächelt die Inhaberin freundlich und kommt mit großen Schritten näher. Man hat schnell den Eindruck, dass sie ein wahres Energiebündel ist, aber auch offen und herzlich. „Willkommen“, sagt sie, schaut Aimee genau an und legt dann die Stirn in Falten. „Verzeihung, ich weiß, wir haben uns schon kennengelernt, aber ich fürchte, Ihr Name ist mir nicht mehr geläufig. Sie sind mit Ricky Dextrous hiergewesen, richtig?“
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Offline Aimee

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #31 am: 07. Mai 2012, 18:05:00 »
Aimee nickt lächelnd und streckt ihre Hand aus: "Ja, genau. Mein Name ist Aimee Connor. Wir waren letzte Woche gemeinsam bei Ihnen. Ich fürchte, ich bin zu früh dran und sie haben noch gar nicht geöffnet. Aber vielleicht ist Ihre Kaffeemaschine ja schon eingeschaltet, ich könnte einen Wachmacher gut gebrauchen." Aimee lächelt noch etwas offener und fügt hinzu: "Ausserdem sagte Ricky mir, dass sie immer gut informiert sind. Und ich suche jemanden, nur habe ich keine Ahnung, wo ich ihn finden könnte." Aimee versucht die Worte so offenherzig und beiläufig wie nur möglich klingen zu lassen.
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Die Schneekönigin

Offline Makkharezz

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #32 am: 07. Mai 2012, 22:10:44 »
Der Händedruck ist kurz, aber kräftig. „Ich tu immer mein Bestes, meine Gäste zufriedenzustellen“, antwortet sie, geht hinter den Tresen und lässt Wasser in die Kanne laufen. Bald steigt Aimee der Duft von frischem Kaffee in die Nase, und dazu liefert die Maschine mit ihrem Zischen und Blubbern eine Geräuschkulisse, die an ein gemütliches Sonntagsfrühstück erinnert.

Dennoch vergisst sie nicht, warum sie hergekommen ist, und die wenigen Minuten, die Scarlett beschäftigt ist, kommen ihr wie Stunden vor. Schließlich dreht die Wirtin sich zu ihr um, stützt sich auf die Theke und antwortet bedächtig. „Kommt drauf an, wie …besonders dieser Jemand ist. Ich habe eine sehr spezielle Klientel, aber unter diesen ganz besonderen San Diegoer Bürgern gibt es viele, die Stammkunden bei mir sind. Wenn der Gesuchte auch dazu gehört, könnten Sie zumindest eine Nachricht hinterlegen, die ich gern weiterleite, sobald die Person wieder zu Gast bei mir ist.“

Sie öffnet ein Fach in dem Tresen und holt einen mit Cellophan abgedeckten Teller hervor. „Ein paar Brownies zum Kaffee? Sie sind von gestern, aber ich garantiere, sie schmecken so frisch wie der Morgentau.“ Bevor Aimee antworten kann, hat sie drei der süßen Quadrate auf einen Teller gelegt und ihr einen Becher Kaffee eingegossen und Milch und Zucker dazugestellt.

„Wenn es nicht ganz so einfach ist, diese Person zu finden, könnte ich jemanden empfehlen, mit dem Sie vielleicht ins Geschäft kommen können.“
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Offline Aimee

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #33 am: 08. Mai 2012, 20:31:05 »
Aimee achtet sehr genau auf Scarletts Worte, sie kann jedoch keine versteckte Ablehnung oder eine Aufforderung, ihr etwas für die Hilfe anzubieten, heraushören. Wieder ist Aimee erstaunt, wieso die Menschen ihre Kontakte und ihr Können so freiwillig preisgaben.
Sie überlegt und nutzt die Brownies als willkommene Ablenkung: "Danke, die Brownies sehen köstlich aus." Sie greift nach einem der Kuchenstücke und genießt den Schokoladengeschmack.
"Eine Nachricht ist nicht nötig, aber wenn Ihr mir sagen könntet ob er hin und wieder Gast bei Euch ist, dann würde ich ihn versuchen ihn bei Euch anzutreffen. Und wenn Ihr mir einen Namen nennen könnt, wäre ich an einem Geschäft durchaus interessiert."
Aimee beschreibt Scarlett den Gefallten so gut es geht.
Ob sie weiss, was ich bin? Wie kann ich es nur herausfinden? Ich kann sie nicht einfach fragen!
Aimee räuspert sich und versucht trotz ihrer Aufregung so offen wie möglich zu fragen: "Wie kommt es, dass diese speziellen Bürger zu euch kommen?"
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Offline Makkharezz

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #34 am: 09. Mai 2012, 23:46:03 »
Scarlett scheint nichts dagegen zu haben, über das Kulturzentrum zu plaudern. Sie zieht sich auf ihrer Seite des Tresens einen Barhocker heran, gießt sich selbst auch einen Becher Kaffee ein und macht es sich bequem. „Das ist eine interessante Geschichte“, sagt sie und erzählt dann zwar in gedämpfter Lautstärke, aber dennoch sehr lebhaft: „Sie beginnt im Jahr 1958. Damals war dies noch eine Kirche mit einer sehr aktiven Gemeinde. Nicht zuletzt lag das an dem noch jungen Pastor, James Milton, der mit seinem Charme und seinen modernen Ansichten bei den jüngeren Leuten in der Gegend gut ankam und bei den meisten älteren durch seine mitfühlende Art und seine Einsatzbereitschaft.“

Sie zeigt auf ein Foto, das in einem vergoldeten Rahmen neben einem der Flaschenregale hängt. Es zeigt einen Mann mit einem rundlichen Gesicht, blonden Locken und einem fröhlichen Lachen, von dem Aimee sich vorstellen kann, dass es ansteckend gewirkt hat.

„Alles lief in geordneten Bahnen bis James sich eines Nachts einer jungen Frau begegnete und sich in derselben Sekunde in sie verliebte. Diese Dame mit dem schönen Namen Leandra verhielt sich sehr scheu und zurückhaltend, aber in ihren Augen konnte James sehen, dass es sie genauso erwischt hatte wie ihn.“ Mit einer kecken Geste kürzt sie ihre Erzählung ab. „Was soll ich sagen? Sie wurden ein Paar, und damit nahm das Unheil seinen Lauf. Sie denken vielleicht, die Kirche wäre das Problem gewesen, aber das ist ein Irrtum: Milton war Methodist, er hätte durchaus heiraten dürfen. Etwas anderes stand der Beziehung im Weg…“

Sie macht eine Pause, um die Spannung zu erhöhen, bevor sie es preisgibt: „Leandra war ein Vampir!“ Scarlett wird nun ernster, und ihr mildes Lächeln wirkt ein bisschen wehmütig. „Aber James war verliebt und war sicher, seine Seelenverwandte getroffen zu haben. Um nichts in der Welt wollte er sie aufgeben. Nicht trotz aller Hindernisse, die einer solchen Verbindung im Wege stehen, und nicht einmal trotz der Zeiten, die damals herrschten.“

Nachdem Scarlett in Aimees Augen Fragezeichen sieht, erklärt sie: „Ende der Fünfziger Jahre war das Machtgefüge in der Stadt vollkommen aus der Balance geraten.“ Sie macht eine weit ausholende Geste. „Allein das wäre eine abendfüllende Geschichte. Belassen wir es dabei, dass innerhalb der Familie ein wahrer Krieg ausgebrochen war.“ Es dauert einen Moment, aber dann fällt Aimee ein, dass Vampire sich selbst als „Verwandte“ bezeichnen, Scarlett also die Gemeinschaft der Vampire meint.

„Diese Sache zog große Kreise, denn wie Raubtiere, die ein verletztes Tier als leichte Beute erkennen, versuchten andere Übernatürliche, einen Vorteil aus der Situation zu ziehen und die Vampire noch mehr gegeneinander aufzuhetzen. Es war der pure Wahnsinn, und für eine Weile sah es so aus, als würden sich die Übernatürlichen der Stadt gegenseitig ausrotten. Wenige von ihnen erkannten, dass nur Friedensverhandlungen sie alle retten konnten, und Leandra war eine von ihnen. Gerade als sie mit James aus der Kirche kam und aufbrechen wollte, um mit den verfeindeten Gruppierungen zu sprechen, wurde sie von einem Rivalen angegriffen.“

Spätestens jetzt ist Scarletts anfängliche Begeisterung für die Geschichte in eine Ernsthaftigkeit umgeschlagen, die Aimee in Erinnerung ruft, dass es sich nicht um eine Gruselgeschichte handelt, sondern um wahre Ereignisse. „Aus einem Hinterhalt wurden Molotov-Cocktails geworfen, so dass Leandra auf den Stufen der Kirche in Flammen stand und wenige Augenblicke später in den Armen ihres Geliebten starb. Obwohl James aus Sicht der Kirche seine unsterbliche Seele bereits dadurch gefährdete, dass er mit einer Untoten, verbandelt war, hatte er dennoch nicht seine christlichen Werte aufgegeben. Ein anderer hätte vielleicht Rachegedanken gehabt, aber ihm war es wichtiger, die Aufgabe zu erfüllen, die seine Leandra nicht mehr zuende bringen konnte.

Er war ein großartiger Redner, und irgendwie gelang es ihm, allen Parteien das Versprechen abzunehmen, die Kirche als neutrales Territorium anzuerkennen und dort zu Friedensverhandlungen zu erscheinen. Auch weil er sich selbst als Moderator dieser Gespräche zur Verfügung stellte. Ich weiß nicht, wie es ihm gelungen ist, aber letztendlich wurden dadurch die Kämpfe beigelegt. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis tatsächlich wieder so etwas wie Frieden herrschte, und zu diesem Zweck kam es den Übernatürlichen zupass, dass sie weiterhin einen Ort hatten, an dem sie sich auch mit verfeindeten Personen treffen konnten, ohne um ihre Sicherheit zu fürchten.

Deshalb schlug James vor, die Kirche dauerhaft als neutrales Territorium zu vereinbaren. Mit Hilfe aus der Gemeinschaft – oder besser mit ihren gewaltigen finanziellen und politischen Ressourcen kaufte er der Kirche das Gotteshaus ab und eröffnete darin das PCC. Seine Berufung zum Priester hat er aufgegeben und war von da an nur noch Gastwirt und Besitzer des Kulturzentrums. Es dauerte noch ein paar Jahre, aber schließlich hat er dann doch noch geheiratet – meine Mutter.“
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Offline Aimee

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #35 am: 10. Mai 2012, 21:32:30 »
Aimees Augen werden immer größer als Scarlett ihre Geschichte erzählt, als sie dann hört, dass Scarlett die Tochter des Pastors Milton ist, muss sie ihre Kaffeetassse auf dem Tisch abstellen, so stark zittern ihre Hände.

Sie muss mehrere Anläufe machen ehe ihr die Worte über die Lippen kommen: "Und Ihr könnt . . . seid in der Lage . . die Übernatürlichen zu durchschauen?"
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Offline Makkharezz

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #36 am: 11. Mai 2012, 19:57:02 »
Sie legt den Kopf schief und schaut Aimee mit einer Mischung aus Belustigung und Verständnis an – oder zumindest meint Aimee, das in ihrem Blick zu lesen. „Mir gehört nur der Laden hier, und ich kenne mich ein bisschen aus in der Szene, das ist alles.“

Schnell wechselt sie das Thema, vielleicht ein bisschen zu schnell. „Dieser Mann, den Sie suchen: der Beschreibung nach kommt er mir nicht bekannt vor, aber jeden kenne ich nun auch nicht. Ist er ein Sterblicher?“
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Offline Aimee

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #37 am: 12. Mai 2012, 20:39:18 »
Sie holt tief Lust und entscheidet sich, Scarlett zu vertrauen. "Nein." Dann gibt sie Scarlett seine Beschreibung als Changeling.
Aimee beobachtet Scarlett genau als sie den Gefellten beschreibt.
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Offline Makkharezz

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #38 am: 13. Mai 2012, 09:01:23 »
Sie denkt kurz nach und antwortet dann geradeheraus: „Ich meine, ihn schon ein paarmal hier gesehen zu haben. Ich glaube, vorige Woche das letzte Mal. Aber er ist kein Stammkunde, es hat wohl wenig Sinn, auf gut Glück hier zu warten.“

Nun ist sie es, die Aimee aufmerksam beäugt. „Ich darf annehmen, Sie wollen Ihre Suche nicht bekannt werden lassen, sonst hätten Sie sicherlich innerhalb der Gemeinschaft herumgefragt…? Dann sollten Sie sich überlegen, wie wichtig es Ihnen ist, diesen Kerl zu finden, denn das dürfte nicht ganz billig werden.“
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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #39 am: 13. Mai 2012, 20:17:45 »
Wieder überlegt Aimee, wieviel sie bereit ist preiszugeben, dann schüttelt sie den Kopf. "Nein, ich will tatsächlich nicht, dass alle erfahren, dass ich ihn sprechen will. Mir würde schon reichen, wenn Ihr darauf achten könntet ob er in den nächsten Tagen auftaucht. Und mir dass bei meinem nächsten Besuch sagen könntet." Und rasch fügt sie hinzu. "Ich kenne ihn kaum, aber ich wäre froh zu wissen, dass es ihm gut geht." Die Halbwahrheit kommt ihr glatt über die Zunge.

"Trotzdem wäre ich Euch verbunden, wenn Ihr mir sagen könntet, wo ich Informationen eintauschen könnte. Ich will eure Freundlichkeit nicht zu sehr ausnutzen." Sie lächelt. "Vielleicht brauche ich sie später mal für dringendere Angelegenheiten."
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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #40 am: 13. Mai 2012, 22:17:48 »
„Kommt darauf an, was für Informationen. Das ist in etwa so, als sollte ich Ihnen ein Geschäft empfehlen, ohne zu wissen, ob Sie ein Paar Schuhe oder ein Fahrrad kaufen wollen. Ich kenne genügend Leute, die wertvolle Informationen haben und bereit sind, sie zu verkaufen, aber viele kennen sich nur in einem recht speziellen Gebiet aus. Dann gibt es noch welche, die mit Ihnen verhandeln würden, aber nur mit der Absicht, Sie zu übervorteilen. Ich mische mich in die Geschäfte meiner Kunden nicht ein, und wenn ich Sie mit jemandem zusammenbringe, sind Sie von da ab auf sich selbst gestellt. Deshalb kann ich Ihnen nur raten, auf der Hut zu sein.“

Nun beugt sie sich über die Theke und spricht leise, aber mit Nachdruck. „Ich kann auch einen Kontakt herstellen, zu jemandem, der so gut wie jede Information beschaffen kann, und der seinen Teil der Vereinbarung auch einhält. Aber er hat seinen Preis. Überlegen Sie sich gut, ob sie die Gegenleistung, die er fordert, auch wirklich erbringen wollen.“
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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #41 am: 14. Mai 2012, 14:58:07 »
Aimee windet sich; nun ist der Punkt erreicht, an dem sie derzeit nicht bereit ist, noch mehr Informationen preiszugeben und so sagt sie nur: "Es ist etwas, das nur für unsere Gemeinschaft der Changelings von Interesse ist. Und ja, ich würde es mich Einiges kosten lassen, mehr Informationen zu dem Text, den ich besitze, zu bekommen. Wenn Sie mir einen Namen nennen können, wäre das toll."
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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #42 am: 14. Mai 2012, 20:06:13 »
Scarlett findet unter der Theke Zettel und Stift und schreibt eine Telefonnummer auf. „Melas ist abends oft hier. Schneller geht es aber, wenn Sie ihm auf die Mailbox sprechen und sich mit ihm verabreden. Wenn Sie wollen, können Sie hierher kommen. Im Keller und im Nebengebäude habe ich auch Räume, die ich für vertrauliche Gespräche zur Verfügung stelle.“
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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #43 am: 15. Mai 2012, 18:43:39 »
Aimee nimmt den Zettel entgegen und bedankt sich bei Scarlett: "Vielen Dank, Sie haben mir vielleicht sehr weitergeholfen. Und das Angebot, mich hier mit . .", sie schaut kurz auf den Zettel, "Melas zu treffen nehme ich gerne an. Was bin ich schuldig für den Kaffee?"
Danach verabschiedet sie sich von Scarlett und fährt zunächst nach Hause, ehe sie die Nummer von dem Zettel anruft und versucht, Melas zu erreichen. Sollte die Mailbox sich melden hinterlässt Aimee eine Nachricht mit Bitte um Rückruf.

Danach macht sie es sich an ihrem Rechner bequem und beginnt quer durch die Suchmaschinen Informationen zu den Schriftstücken zu sammeln.
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Offline Makkharezz

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Re: Changeling - Snowball in Hell
« Antwort #44 am: 15. Mai 2012, 19:58:09 »
Über keins der fremden Sternbilder findet Aimee einen Hinweis im Internet, und auch eine Suche nach exotischen Schriftzeichen bringt keine zutage, die denen aus Buch auch nur ähnlich sehen. Einzig der Name Al-Ghazali erzielt einige Treffer: Aimee erfährt, dass der Autor des Buchs sich scheinbar nach einem Gelehrten aus dem Baghdad des 11. Jahrhundert benannt hat. Wirklich weiterhelfen tut ihr das nicht, aber ihre Neugier bringt sie dazu, trotzdem ein wenig über den Mann zu lesen:

Er war hochangesehener Professor, hat aber eine Glaubenskrise gekriegt, sein Geld an die Armen gegeben und ein Wanderleben geführt. Am Ende zurückgezogen als Sufi (Lehrer) gelebt.

Al-Ghazali hat sich in seinen Schriften gegen andere Philosophen gewandt, die mit Logik argumentiert haben, seiner Ansicht nach aber Gott nicht genügend berücksichtigt haben. Er selbst war sehr religiös und vertrat die Meinung, der Mensch habe einen freien Willen. Gott gebe zwar Ideen und Neigungen, die Taten oblägen aber dem Menschen.

Anders als manch anderer Moslem hat er den Dschihad nicht nur als Krieg auf dem Schlachtfeld gesehen, sondern auch als Kampf gegen das eigene niedere Ich.

Durch das Klingeln des Telefons wird Aimee bei ihren Recherchen gestört. Es ist Melas, der kurz angebunden ist, gar nicht genau nach ihrem Anliegen fragt, sondern einfach nur sagt: „Wir treffen uns morgen abend um acht im PCC.“ Dann legt er ohne ein weiteres Wort auf.
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