Skeyfare

17. Januar 2019, 06:20:12
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Skeyfare » Orfinlir » Die Suche » Hoch im Westen

Autor Thema: Hoch im Westen  (Gelesen 308 mal)

Offline kolvar

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Hoch im Westen
« am: 24. Oktober 2018, 12:24:39 »
Nachdem Mea die Nachricht über ihren Vater von Kola erhalten hat, beginnt eine neue Suche.
"Jeder, der  genaustens Buch über seine geistige Stabilität führt, kann sich sicher sein, daß er etwas vergessen hat, zu notieren."
Aus: Die freundilchen Weisheiten des Kolvar, Bd 1,5,26

Offline Chacota

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Re: Hoch im Westen
« Antwort #1 am: 31. Oktober 2018, 15:10:07 »
Irgendwo in den Westlichen Hügelstätten, Mai 1533

Zwei Männer sitzen an einem kleinen Feuer, es qualmt ein wenig, doch scheint es keiner der beiden zu bemerken. Der Ältere ein hochgewachsener, kräftiger Mann in heller Kleidung, seine Haut dunkel wie Ebenholz. Er wirft einen kleinen Ast in die Flammen, greift nach seinem Becher, den er nachdenklich in der Hand dreht und misstrauisch hineinsieht.
Dann hebt er den Blick und sagt nachdenklich: "Langsam naht die Zeit des Abschieds, ich werde in meine Heimat zurückkehren, Adiso.“ Die Sprache, die er spricht kein common.
Sein Gegenüber schweigt, dann streckt er die Hand aus und nimmt dem Älteren den Becher ab. Er schüttet den Inhalt aus und füllt den Becher mit einer klaren, blumig riechenden Flüssigkeit. Das Licht der Flammen erhellt seine Züge; es ist Chacota. Sein Bart ist gestutzt, aber seine Haare sind lang und zu einem Zopf geflochten wie die seines Gegenübers, er trägt ebenfalls helle Kleidung und neue Tätowierungen fließen entlang seiner Arme bis zu den Handgelenken.
Er reicht den gefüllten Becher seinem Freund und erwidert zögernd in dessen Sprache, nach der richtigen Betonung suchend: „Es war eine Ehre mit dir zu reisen, Taio. Mein Dank für deine Gesellschaft . . . und was du für mich getan hast.“
Der Andere nickt und nur ein leichtes Lächeln verrät die Fehler, die wohl in der Antwort liegen. „Ich habe viel gelernt über dich und dein Land.“ Er deutet mit einem Kopfnicken auf den Becher Chacotas. „Vieles werde ich vermissen, vieles nicht.“
Chacota lächelt ebenfalls. „Asha wird uns erneut zusammenführen, wenn wir einander brauchen. Also, wenn du mich brauchst.“ Jetzt lacht auch er, ein seltener Ton, doch für Taio scheint es nicht außergewöhnlich zu sein. Chacota schiebt einen weiteren Ast in die Glut. „Ich muss noch ein paar Dinge hier im Westen klären. Wo ich schon einmal hier bin.“ Er wird ernst. „Und unsere Mission zu einem Ende kam.“
Taio nickt, sein dunkles Gesicht wirkt kummervoll. „Ich wünschte, wir hätten eine andere Lösung gefunden.“ Dann grinst er und fügt mit starken Akzent in euthisch hinzu. „Asim sua ele.“ Und flüssiger in seiner Sprache: „Wie du sagen würdest; Adiso.“
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

Offline Mealanea

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Re: Hoch im Westen
« Antwort #2 am: 31. Oktober 2018, 20:55:56 »
Ein kleiner Kauz landet mit leisem Flügelschlag auf einem tief hängenden Ast unweit des Lagerfeuers. Es dreht sein Köpfchen mal hierhin und mal dorthin, zumeist jedoch starrt es zu den Männern am Feuer.

Offline Chacota

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Re: Hoch im Westen
« Antwort #3 am: 02. November 2018, 08:43:06 »
Eine Weile unterhalten sich die beiden Männer weiter, dann bemerkt Taio den Kauz und sagt zu Chacota: "Wir scheinen das Interesse des Waldes geweckt zu haben", und deutet mit einer Kopfbewegung auf die Eule.
Der Seraph sieht ebenfalls zu dem Vogel und für einen Augenblick erscheint ein melancholisches Lächeln auf seinem Gesicht. "Ich bin mit einem Falken geflogen. Und wurde von einem Wolf getröstet. A sua sa." Und er deutet eine leichte Verbeugung zu dem Kauz hin an und wendet sich wieder an Taio in dessen Sprache: "Xarig ay tahay inaan koollo."
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Offline Mealanea

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Re: Hoch im Westen
« Antwort #4 am: 02. November 2018, 12:07:48 »
Der Kauz wartet. Irgendwann scheint er einzuschlafen.

Offline Chacota

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Re: Hoch im Westen
« Antwort #5 am: 02. November 2018, 16:37:52 »
Nach einer halben Stunde rollen beide Männer ihre Schlafmatten aus, Taio streckt sich aus und kurz danach deuten seine regelmäßigen Atemzüge an, dass er eingeschlafen ist. Chacota läßt sich in seiner Bethaltung nieder und verwandelt sich. Und im Schein des Feuers wirkt es als bewegten sich die Tätowierungen auf seinen Armen ganz so wie die Flammen des Feuers.
Nach seiner Zwiesprache mit Asha verwandelt er sich zurück und sucht in seinem Rucksack nach einem kleinen Beutel. Mit einem zufriedenen Aufatmen setzt er Wasser auf und kurz darauf weht der unverkennbare Geruch von JekJek über die kleine Lichtung.
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

Offline Mealanea

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Re: Hoch im Westen
« Antwort #6 am: 09. November 2018, 11:07:04 »
Der Kauz fliegt auf den Waldboden herab, er landet nicht weit von der kleinen Feuerstelle entfernt. Für eine Weile hockt er dort, was etwas merkwürdig aussieht. Dann beginnen sich im Schein der Flammen die Umrisse der Kreatur zu wandeln, sie wächst rasch zu einer jungen Frau heran, die dort gegenüber des Seraphen sitzt.
Mea lächelt zur Begrüßung. Es ist die Freude ihren Freund nach einer langen Zeit wieder zu sehen. Sie bleibt dort sitzen, schaut Chacota an, beobachtet ihn beim Trinken seines JekJek.

Offline Chacota

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Re: Hoch im Westen
« Antwort #7 am: 10. November 2018, 12:58:11 »
Die Augen Chacotas werden groß, vor Erstaunen bekommt er zunächst keinen Ton heraus, dann zieht ein Strahlen über sein Gesicht. Er stellt den Becher achtlos beiseite, der natürlich umkippt. "Mea, Foraladei!", stößt er voller Freude hervor. "Du bist hier." Er beugt sich zu ihr hinüber, weiss dann offensichtlich nicht, wie er Mea begrüßen will und ergreift schließlich ihre Hand, dabei kann er die Augen nicht von der jungen Druidin lassen, immer wieder betrachtet sie von Kopf bis Fuß.
"Du bist hier", wiederholt er, ihre Hand noch immer in der seinen haltend.
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