Skeyfare

20. September 2017, 08:46:28
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Skeyfare » Andere Welten » Unmoderierte Welten » Changeling - Auf der Flucht

Autor Thema: Changeling - Auf der Flucht  (Gelesen 8248 mal)

Offline Aimee

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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #180 am: 13. März 2017, 15:43:35 »
"Danke, genau so eine Ablenkung habe ich mir gewünscht", Aimee wirkt erleichtert. "Wenn alles vorbei ist sagst du mir, was du von mir bekommst."
Sie fragt Ricky noch kurz, ob bei ihm alles okay ist, doch auf ein langes Gespräch lässt sie sich nicht ein, denn sie will noch einmal eine Spur für den Murgor zu der Lagerhalle legen, damit er auch dort auftaucht.
Sie fährt denselben Weg zu der Halle, parkt ihr Auto recht auffällig und läuft längr über das Hallengelände, dabei holt sie öfter das Amulett von Aeolian hervor und deponiert schließlich einige persönliche Dinge von sich in einem kleinen Nebenraum der Lagerhalle. Sie versucht, sich nicht anmerken zu lassen wie gespannt ihre Nerven sind und tut so, als würde sie sich sicher fühlen.

Trotzdem atmet sie auf, als sie ihr Fahrzeug wieder in den Rushourverkehr von San Diego einfädelt. Sie fährt nach Hause, mixt sich noch einen Drink und wartet auf das morgendliche Treffen mit den Jägern.
Nun bekommst du keine Küsse mehr, denn sonst küsse ich dich tot."
Die Schneekönigin

Offline Makkharezz

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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #181 am: 14. März 2017, 20:29:36 »
Abschätzig runzelt Ricky die Stirn. „Pah, du bist wohl zuviel mit Menschen zusammengewesen. Wir schließen unseren Vertrag mit einem fest vereinbarten Preis hier und jetzt, und zwar mit einem Preis für mein Ablenkungsmanöver und einem anderen, falls mein Einsatz nicht notwendig sein sollte.“

Daraufhin macht er ein Angebot in der sorgfältig verklausulierten Sprache, die Verlorene für ihre Geschäftsabschlüsse benutzen. Als Aimee ein Gegenangebot macht, ziert er sich eine Weile, lässt sich dann aber darauf ein. Nachdem der geschäftliche Teil erledigt ist, plaudert er noch kurz mit Aimee, aber auch er ist recht kurz angebunden und versucht nicht sie aufzuhalten, als sie sich verabschiedet.

Spät am Abend bekommt Aimee einen Anruf von John Silver. „Ich etwas herausgefunden, und es sind gute Nachrichten für dich!“ verkündet er. Bevor er etwas verrät, verlangt auch er seine Bezahlung, aber zum Glück stellt Aimee fest, dass es keine sehr hohe Forderung ist. Vielleicht war es tatsächlich leicht für ihn, an die Informationen zu gelangen.

„Also, ich habe jemanden aufgespürt, der sich mit den Biestern ein wenig auskennt, und nachdem was er mir erzählt hat, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass ein Murgor hinter dir her ist: Anders als Verlorene haben sie nämlich keine Möglichkeit, ihr Aussehen vor Sterblichen zu tarnen. Es wäre also sehr auffällig, wenn einer einfach so hier herumläuft. Und da ist noch etwas anderes: In der Hecke sind es intelligente Jäger, die sich sehr geschickt an ihre Beute heranschleichen. Aber sobald ein Murgor die Hecke verlässt, strahlt er eine Aura aus, die wie ein Leuchtfeuer ist, jedenfalls für Changelings. Schon auf einen halben Kilometer Entfernung würdest du ein starkes Unwohlsein und ein Gefühl der Bedrohung spüren, und das Viech hätte keine Chance, sich unbemerkt an dich heranzuschleichen.“
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Offline Aimee

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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #182 am: 15. März 2017, 17:56:44 »
Zitat
Nachdem der geschäftliche Teil erledigt ist, plaudert er noch kurz mit Aimee, aber auch er ist recht kurz angebunden und versucht nicht sie aufzuhalten, als sie sich verabschiedet.

Aimee merkt wieviel Spaß ihr das Feilschen um einen angemessenen Preis für Rickys Leistung bereitet und spürt, dass sie tatsächlich zu viel Zeit mit Menschen verbracht hat - doch eine leise Stimme in ihrem Hinterkopf flüstert auch, dass sie es noch immer genießt sich in dieser alten, für sie auf immer verlorenen Welt, zu bewegen.

Zitat
"Schon auf einen halben Kilometer Entfernung würdest du ein starkes Unwohlsein und ein Gefühl der Bedrohung spüren, und das Viech hätte keine Chance, sich unbemerkt an dich heranzuschleichen.“

Aimee ist wie elektrisiert als sie Silvers Worte hört. "Aber ich habe es immer erst direkt vor seinem Angriff gespürt und er war sehr real! Und er hat sich danach in Luft aufgelöst . . . hat dein Kontakt dazu eine Idee?"
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Offline Makkharezz

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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #183 am: 16. März 2017, 16:21:05 »
Es wird für einen Augenblick still in der Leitung. „Hör zu, Aimee…“ kommt schließlich die zögerliche Antwort. „Vielleicht irrst du dich. Wir alle haben mit schlimmen Erinnerungen zu kämpfen. Ich bin nun schon fast zehn Jahre hier, und selbst nach all der Zeit gibt es Tage, an denen es mir schwerfällt, Träume und Realität auseinanderzuhalten.

Versteh mich nicht falsch, ich will nicht behaupten, dass du dir das alles nur einbildest. Wenn du sagst, dich hat etwas angegriffen, dann war es auch so. Aber möglicherweise ist es kein Murgor, mit dem du es zu tun hast, sondern ein anderes Wesen, vielleicht ein Werwolf oder was weiß ich. Durch den Schock hat dein Verstand vielleicht die Bilder von deiner Flucht aus deinem Gedächtnis hervorgezogen und damit die echten Sinneseindrücke überlagert.“

Er stößt einen tiefen Seufzer aus. „Pass auf dich auf, ja? Wir haben uns schließlich nicht durch die Hecke gekämpft, nur um uns hier draußen von Monstern fressen zu lassen, stimmt‘s?“
« Letzte Änderung: 18. März 2017, 08:19:14 von Makkharezz »
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #184 am: 17. März 2017, 16:30:25 »
"Aber .  .!", Aimee schreit fast in den Hörer, doch dann reisst sie sich zusammen. Vielleicht habe ich Glück und Silver hat Recht, sei doch froh!

"Entschuldige, vielleicht hast du ja Recht. Ich werde in jedem Fall vorsichtig sein und du bekommst morgen deine Bezahlung.  Pass auch du auf dich auf und bis bald."

Sie legt auf und versucht ihre Atmung zu kontrollieren. So, jetzt komm, was immer du bist!!
« Letzte Änderung: 17. März 2017, 19:51:38 von Aimee »
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #185 am: 18. März 2017, 14:08:35 »
Do 10. August 2000

Obwohl der nächste Tag aufregend zu werden verspricht, ist Aimee schon kurz nachdem sie ins Bett gegangen ist eingeschlafen. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, schießen ihr sofort wieder die Bilder von dem Traum durch den Kopf, den sie in der Nacht hatte:

Wieder balanciert Aimee über den Baumstamm, und gleichzeitig vollführt sie in ihrem Kopf einen weiteren Balanceakt: Schnell, beeil dich, ermahnt sie sich stumm, es ist direkt hinter dir, und du weißt, was dich erwartet, wenn es dich erwischt. Aber nicht zu hastig, sonst trittst du daneben und fällst in die Schlucht. Immer schön einen Fuß vor den anderen, und nicht nach unten sehen. Bleib ruhig, konzentrier dich. Hör nicht auf das Gebrüll der Bestie, denk nicht mal dran, dass sie hinter dir her ist.

Als sie den sicheren Boden am anderen Ende der Schlucht erreicht, lässt sie erleichtert den Atem entweichen, den sie angehalten hatte. Sie dreht sich um, und für eine Sekunde hängt ihr Blick an Thuril fest, der verzweifelt um seine Freiheit rennt, und an ihrem Verfolger. Dessen Augen funkeln bösartig, fixieren Aimee und scheinen sie förmlich zu hypnotisieren. Doch ihr Überlebenswille ist stärker und durchbricht die Starre. Sie stellt ihren Fuß auf die Kante des Baumstamms und tut einen zitternden Atemzug. Die Stimmen, die in ihrem Kopf durcheinander brüllen, ignoriert sie und gibt dem Stamm einen kräftigen Schubs. Er stürzt in die Tiefe, trudelt und schlägt nach zwei, drei Sekunden krachend auf dem Boden auf.
« Letzte Änderung: 09. Mai 2017, 19:34:21 von Makkharezz »
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #186 am: 20. März 2017, 15:33:28 »
Das Krachen lässt Aimee aus dem Schlaf hochschrecken und ihr erster Gedanke ist "ich habe ihn zurückgelassen, ich habe mich mit dem Tritt gerettet und Thuril geopfert!"

Sie springt auf, stellt das Radio laut und stellt sich lange unter die Dusche. Erst als das Wasser kalt wird dreht sie den Hahn ab, macht sich einen Kaffee, hört die üblichen Staumeldungen und überdenkt noch einmal die Worte von Silver, kommt zu keinem Ergebnis und wartet schließlich einfach bis es Zeit ist aufzubrechen.
Und so kommt sie 5 Minuten zu früh am Nightwatch Café an.
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #187 am: 21. März 2017, 20:17:23 »
Das Nightwatch Cafe liegt ein bisschen versteckt, und beinahe hätte Aimee das Hinweisschild übersehen. Sie gelangt durch einen tunnelartigen Durchgang in einen Hinterhof und erreicht dann über eine steinerne Außentreppe eine großzügige Terrasse mit vielen großen Blumenkübeln, in denen kleine Palmen und Drachenbäume stehen. Ein paar niedrige Tische und Holzbänke mit bequemen Kissen stehen um einige große weiße Sonnenschirme herum.

Kein Gast ist zu sehen, denn laut den Öffnungszeiten an der Eingangstür ist das Cafe vormittags bis 12 Uhr geöffnet und macht dann erst wieder um 17 Uhr auf. Doch noch bevor Aimee die Klinke probiert hat, öffnet sich die Tür, und ein Mann winkt sie herein. Er ist um die 60 Jahre alt, braungebrannt und hat schlohweiße Haare, buschige Augenbrauen und einen Vollbart. „Willkommen im Nightwatch Café! Gehen Sie einfach gerade durch und dann durch die Tür auf der linken Seite. Ich bin gleich da und nehme die Bestellungen auf.“

Drinnen kommt Aimee sich ein bisschen wie in einer Höhle vor. Die Wände sind schlicht weiß verputzt, aber es gibt kaum rechte Winkel, sondern unebene Wände mit abgerundeten Kanten und halbhohe Mauern, die als Raumteiler dienen. Über den Tischen baumeln gusseiserne Lampen in arabischem Design, und die Möbel sind aus dunklem Holz. An den Wänden hängen ein paar Webteppiche, einige exotische Musikinstrumente und eingerahmte Geldscheine aus allerlei verschiedenen Ländern. Auf Fotos sind verschiedene Landschaften und Sehenswürdigkeiten aus aller Welt zu entdecken.

Das Hinterzimmer ist ähnlich eingerichtet. Drei Tische sind dort aneinandergerückt worden, um Platz für 12 Personen zu bieten. Aimees Befürchtung, in einen Raum voller Jäger zu gehen, wird zumindest ein bisschen gemindert, denn zum Glück schauen ihr nicht in ein ganzes Dutzend Augenpaare entgegen, sondern es sind nur vier Personen anwesend. Außer Richard kennt sie noch Ben, der sich wohl sehr schnell von seiner Verwundung erholt hat und ihr freundlich zulächelt. Neben ihm sitzt eine hochgewachsene rothaarige Frau mit blassem Teint und Sommersprossen, die sich als Amber vorstellt. Der vierte ist ein junger Mann, ein wahrer Hüne mit kahlrasiertem Schädel und muskulösen Armen, die bis zum Hals hinauf mit bunten Tätowierungen bedeckt sind. Er schaut Aimee von oben bis unten an, bevor er sich ein knappes Nicken abringt und brummt. „Raze.“

Wie versprochen erscheint kurz darauf der Wirt. „So, die Herrschaften, womit kann ich Ihnen heute den Tag versüßen? Die Küche ist noch nicht offen, aber meine Holde hat gerade ihr berühmtes Bananenbrot frisch gebacken. Ansonsten kann ich sie bestimmt überreden, schnell ein paar Sandwiches zu zaubern, oder einen Teller mit ein bisschen Käse und Schinken. Oder vielleicht nur Getränke? Unsere Kaffeespezialitäten und Teesorten finden Sie hier auf der Getränkekarte.“ Er verteilt ein paar der laminierten Karten.
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #188 am: 22. März 2017, 10:46:03 »
Aimee, die viel Zeit hatte sich zurecht zu machen hat und sich für ein knielanges, enganliegendes, eisblaues Kleid mit hohem Ausschnitt entschieden. Sie hat sorgfältig Makeup und etwas Mascara aufgelegt und sticht hier im Cafe mit ihrer Wahl in dieser Umgebung etwas hervor. Aber sie musste etwas finden, in dem sie sich stark und sicher fühlt und als sie sich setzt und die Beine übereinanderschlägt ist sie froh über ihre Entscheidung,
Sie überlegt, ob sie sich schon einen drink bestellen darf, entscheidet sich jedoch dagegen, denn sie weiss, so aufgeregt wie sie ist würde sie ihn sofort hinunterstürzen und sie braucht ihre Sinne heute - vielleicht jetzt noch mehr als bei der Konfrontation mit dem Murgor.
Sie wartet ab, was die anderen bestellen und schließt sich an, etwas zu essen bekommt sie nicht hinunter.
Aimee erwidert Bens Lächeln. "Du hast dich schnell erholt, das freut mich." Sie macht einen Pause und gibt ihm die Möglichkeit  einer Erklärung.
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #189 am: 24. März 2017, 17:39:32 »
„Ich hab mich vom Doc gesundspritzen lassen“, erwidert Ben. „Konnte mir doch die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dem Viech doch noch das Gehirn rauszublasen.“ Siegessicher grinst er in die Runde, doch Aimee wird das Gefühl nicht los, dass hinter seinem großspurigen Gerede auch Angst versteckt ist. Sie weiß schließlich genau, wie furchterregend der Angriff des Murgor gewesen ist, selbst für einen kampferprobten Jäger.

Es dauert ein paar Minuten, bis die kleine Gruppe ihre Bestellungen aufgegeben hat. Zunächst wird über den Grund der zusammenkunft kein Wort verloren. Nachdem der Wirt Aimee und den Jägern Tee, Kaffee und Cola gebracht und einem Teller mit ein paar Scheiben des angepriesenen Bananenbrots in die Mitte gestellt hat, zieht er sich zurück.

Nachdem er verschwunden ist, beginnt Ben noch einmal zu erzählen, was in Mexiko passiert ist und lässt auch Aimee zu Wort kommen, um Details zu ergänzen oder ihre Sichtweise zu schildern. Danach gibt Richard einen Bericht ab, was er über Murgure herausgefunden hat.

[Hab gerade gesehen, dass ich manchmal Murgor und manchmal Murgur geschrieben habe. Muss daran liegen, dass in den alten Schriften beide Schreibweisen Verwendung finden…. *unschuldig pfeif*]

Schließlich legt er eine grobe Zeichnung auf den Tisch, auf der er das Gewerbegrundstück und die umliegenden Straßen und Gebäude skizziert hat. Es beginnt eine Diskussion, wo man sich am besten auf die Lauer legen könnte, ob es günstiger ist, im Gebäude zu kämpfen oder oder draußen, und wie man es anstellen kann, den Murgur an ein eganz bestimmte Stelle auf dem Gelände zu locken.
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #190 am: 25. März 2017, 17:41:22 »
Aimee bestellt für sich eine Cola und probiert schließlich das Bananenbrot als ihre Nerven sich beruhigen und sie merkt, dass der Fokus der Gruppe tatsächlich auf dem Murgor liegt und nicht auf ihr.
Aber während der ganzen Diskussion beobachtet sie genau die Mitglieder des Rudels und versucht herauszufinden, wer welche Art der Jagd bevorzugt, wer wie Ben etwas Sorge zeigt oder heiss auf einen Kampf um jeden Preis ist.

Aimee mischt sich vorsichtig ein um für sich einen Position zu finden, die ihr eine gute Möglichkeit zur Flucht gibt und sich in der Nähe von Rickys Ablenkungsmanövern befindet.

Sie hört noch einmal genau zu was Richard über Murgore zu sagen hat und hütet sich die Gruppe über das Wissen, das sie von Silver hat, aufzuklären. Wir werden es schon früh genug merken, was es genau ist was mich da verfolgt und wenn ich es so los werde - umso besser.

"Hat einer von euch eine Waffe für mich? Dann würde ich mich wohler fühlen." Und es ist besser bei einem Schusswechsel wenn die Kugel nicht zu mir zurückverfolgt werden kann.
Sie lächelt fragend in die Runde.
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #191 am: 26. März 2017, 11:35:31 »
Alle Jäger sind sich einig, dass die Kreatur ohne viel Federlesen vernichtet werden muss, bevor sie noch mehr Menschen angreift. Ben und Amber scheinen beide einen militärischen Hintergrund zu haben, sie behandeln das Ganze recht nüchtern, wie eine Aufgabe, die erledigt werden muss. Sie schlagen einen Plan vor, bei dem alle Beteiligten in einer großen Lagerhalle zunächst aus etwas erhöhter Position aus der Deckung heraus auf den Murgor schießen sollen, um in möglichst kurzer Zeit viel Schaden anzurichten. Eine direkte Konfrontation wollen alle vermeiden, niemand ist scharf darauf, ein so gefährliches Wesen aus nächster Nähe zu erleben. Nicht einmal Raze, der als einziger der kleinen Gruppe recht emotional reagiert. Während die anderen drei mit kühlem Kopf diskutieren, kommt es Aimee vor, als wenn der Glatzkopf die Aktion gegen den Murgor als persönlichen Rachefeldzug betrachtet, obwohl er sagt, dass er noch nie ein solches Wesen gesehen hat.

Richard wirkt eher wie ein Berater, der sein Wissen zur Verfügung stellt und Details des Plans kritisch hinterfragt, sich aber im Großen und Ganzen auf die Expertise der anderen verlässt. Zwar ist er bereit, ebenfalls eine Waffe in die Hand zu nehmen und seinen Beitrag zu leisten, aber eher aus der Notwendigkeit heraus als dass ihm die Jagd wirklich im Blut liegen würde.

Es gelingt Aimee, in der geplanten Aufstellung eine Position zugewiesen zu bekommen, die ihr im Notfall erlaubt, im Schutz von Rickys Chaos schnell zu verschwinden. Als sie nach eienr Waffe fragt, bekommt sie ein anerkennendes Lächeln von Ben. „Ich kann für dich wieder meine Markarov mitbringen. „Die ist nicht allzu schwer, auch für ungeübte Schützen ganz gut zu händeln.“

Nachdem alles besprochen ist, wird die Stimmung etwas gelöster. Da Amber und Ben scheinbar in Mexiko ihren ständigen Stützpunkt haben, während Richard und Raze in San Diego wohnen, tasten die Parteien sich gegenseitig ein bisschen ab, nutzen aber auch die Gelegenheit, den neuen Kontakt zu pflegen und Wissen auszutauschen. Unter anderem geht es um einen Vampirbund aus Baja California, der vor einiger Zeit nach San Diego übergesiedelt ist. Die Amerikaner hoffen, von den mexikanischen Jägern einige Informationen über die Blutsauger zu erhalten. Über Changelings hört Aimee aber nichts. Vielleicht stehen die Verlorenen nicht so sehr im Visier der Jäger, zumindest im Moment nicht.
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Offline Aimee

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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #192 am: 26. März 2017, 17:37:25 »
Aimee ist sehr zufrieden nachdem der Schlachtplan steht, sie ist nicht ins Visier geraten, sie hat einen schöne Position und hat das Gefühl, dass wirklich alle den Murgor erledigen wollen.

Sie spitzt die Ohren als es um die Vampire geht und ob der Name Melas oder Calanor fällt. Ein paar Infos, die sich zu Geld machen lassen sind nie verkehrt.

Sie nimmt sich vor, am Nachmittag auf den Schießstand zu gehen und ein wenig zu üben und ansonsten in Deckung zu bleiben. Nichts wäre so dumm als wenn der Murgor mich heute aufspürt!

Ein wenig Angst hat sie davor, in der Nacht wieder von Thuril zu träumen und am Abend grübelt sie noch eine Weile über die Bedeutung ihrer Träume, kommt zu keinem Ergebnis und geht schließlich doch recht früh zu Bett.
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #193 am: 29. März 2017, 17:53:42 »
Aus den Gesprächen der Hunter erfährt Aimee nichts über einzelne Personen, nur allgemeine Dinge wie ihre bevorzugten Jagdgebiete oder welche übernatürlichen Fähigkeiten sie vermutlich haben. Eventuell kann das für Aimee auch einmal nützlich sein. Zumindest bestätigt sich, was ihr eigentlich schon bekannt war: Dass man mit Vampiren vielleicht verhandeln kann, dass sie aber dennoch gefährliche Raubtiere sind, die vor allem ihre Machtstellung ausbauen wollen und dabei über Leichen gehen.

Der Nachmittag auf dem Schießstand macht Aimee sicherlich nicht zu einer Meisterschützin, aber es hilft ihr, sich mit der Waffe vertraut zu machen und ihr das Gefühl zu geben, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten vorbereitet hat. Auf dem Heimweg hat sie immer wieder das Gefühl, dass sie verfolgt wird, doch so oft sie sich auch umschaut, sie kann keinen Hinweis auf ihren Verfolger entdecken. Vielleicht sind es nur ihre Nerven…?!

Fr 11. August 2000

Nach einer traumlosen Nacht findet sie eine SMS von Ricky auf dem Handy, der ihr mitteilt, dass er in der Nacht die besprochenen Vorbereitungen getroffen hat. Sie macht sich fertig und fährt zu dem leerstehenden Gebäude. Wie verabredet haben sich die Jäger bereits früh am Morgen in Position gebracht. Aimees Aufgabe ist es nun, ganz offen mit dem Auto vorzufahren, in der Hoffnung, dass der Murgor ihr auf der Spur ist. Obwohl sie auch heute nichts im Rückspiegel entdeckt, glaubt sie zu spüren, dass das Monster irgendwo in der Nähe lauert.

Sie betritt die Lagerhalle und schaut sich um. Zu ihrer Linken türmen sich alte Metallcontainer auf, jeder etwa eineinhalb Meter tief und einen Meter hoch, die stellenweise bis zu vier Meter hoch gestapelt sind. Aimee fühlt sich an einen Haufen von Bauklötzen erinnert, die ein Kleinkind in willkürlicher Anordnung aufeinandergesetzt hat. Im ersten Moment sieht sie niemanden, doch sie weiß, dass Ben und Richard dort oben Stellung bezogen haben, allerdings einige Meter voneinander entfernt, um aus unterschiedlichen Winkeln auf den Murgor feuern zu können. Als sie noch einmal nach oben schaut, schiebt Ben sich näher an die Kante der Kiste, auf der er bäuchlings liegt, und bedeutet ihr, ebenfalls nach oben zu klettern.

Nachdem sie gesehen hat, wie der Murgor die Felswand hinaufgeklettert ist, bezweifelt sie zwar, dass die Höhe ihr viel Schutz bietet, doch die Jäger haben auf einigen Containern kleine Sprengladungen angebracht, die ferngezündet werden können, falls das Monster versucht, hinaufzuklettern. Die betreffenden Stellen sind mit Markierungen versehen, so dass Aimee vorsichtig ihren Weg nach oben sucht, um schließlich in luftiger Höhe ihren Platz zu erreichen. Sie ist sich bewusst, dass in der Ecke neben dem Kistenstapel auch Rickys seine „Überraschung“ platziert hat, und sie hofft inständig, dass sich kein Querschläger dorthin verirrt.

An der Wand gegenüber ziehen sich Metallregale bis kurz unter die sechs Meter hohe Decke. Die Pappkartons, alten Werkzeuge und Luftpolsterfolien, die in den Regalen herumliegen, waren gestern noch nicht da. Hinter einem der Kartons sieht Aimee den Lauf eines Sturmgewehrs hervorlugen, und als sie genauer hinsieht, kann sie auch Ambers rote Locken erspähen.

Raze ist nirgends zu sehen, aber Aimee weiß, dass er an der Stirnseite Stellung bezogen hat, direkt gegenüber der Tür. Dort stehen ein Gabelstapler und ein Haufen alter Holzpaletten, hinter denen er sich wohl versteckt.

Eine Dreiviertelstunde lang ist nichts zu sehen und zu hören, abgesehen von einigen Autos, die draußen vorbeifahren und den Geräuschen der Stahlfabrik gegenüber. Doch dann, ganz plötzlich, spürt Aimee, wie ihr Amulett heiß wird.
« Letzte Änderung: 09. Mai 2017, 19:30:31 von Makkharezz »
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Re: Changeling - Auf der Flucht
« Antwort #194 am: 31. März 2017, 13:14:43 »
Einen winzigen Augenblick erstarrt sie, dann gibt sie mit der Hand ganz kurz das vereinbarte Zeichen, dass sich das Monster nähert. Sie zieht die Markarov und entsichert sie, während sie sich hektisch umschaut ob sie das Wesen sehen kann. Dabei geht sie unwillkürlich einen Schritt rückwärts, in die Ecke wo Rickys Ablenkung plaziert ist.
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