Skeyfare

08. April 2022, 17:09:57
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Skeyfare » Orfinlir » Law (Moderator: Chacota) » Melville - Legumbres Schicksal

Autor Thema: Melville - Legumbres Schicksal  (Gelesen 11577 mal)

Offline Makkharezz

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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #15 am: 20. Januar 2019, 19:49:21 »
„Meinst du das nur weil er so zerstreut war, oder hat er auch irgendwie anders ausgesehen oder aus einem anderen Grund seltsam gewirkt?“ fragt Melville stirnrunzelnd.

„Hast du ihn angesprochen oder versucht, auf dich aufmerksam zu machen? Wie hat er denn reagiert, als er dich schließlich bemerkt hat? Und was war mir diesem anderen Mann, der mit euch gleichzeitig dort gewesen ist?“
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #16 am: 21. Januar 2019, 16:30:10 »
Mahari runzelt die Stirn. "Welcher andere Mann, da war sonst niemand. Und ich habe versucht, mich unsichtbar zu machen, wie klug kann es denn sein, den Weissen Reiter auf sich aufmerksam zu machen, nachher holt er einen früher als geplant, frei nach dem Motto, was du heute kannst besorgen . .!" Er überlegt, dann fügt er noch hinzu: "Wenn du so fragst, irgendetwas an ihm schien  . .", es scheint ihm peinlich zu sein, denn er stößt die letzten Worte schnell hervor, "als leuchte er."
\„Es gibt nichts mehr zu beginnen, nichts zu entscheiden. Ich muss es nur noch vollenden.“\

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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #17 am: 21. Januar 2019, 17:23:52 »
„Es ist nicht ausgeschlossen, dass du es mit einer Art von Magie zu tun hattest, oder mit einer unheiligen Kreatur, die nur vorgegeben hat, Legumbre zu sein.“ Er beißt sich nachdenklich auf die Unterlippe. „Naja, ich weiß nicht recht, wie ich Legumbre oder was immer das war nach so langer Zeit aufspüren soll, aber ich werde der Sache nachgehen. Wenn dir noch irgendetwas einfällt, das mir weiterhelfen könnte, wäre ich dir sehr dankbar.“

Er sagt Mahari noch seine Adresse, dann bedankt er sich für die Auskunft und verabschiedet sich.
Dann wartet er auf Rückmeldung vom Botendienst, ob die Anschrift von Carada Suenno ermittelt werden konnte.
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #18 am: 22. Januar 2019, 10:14:27 »
Zuhause angekommen berichtet Sarana, dass der Botendienst eine Adresse hinterlassen hat; Carada arbeitet als Dienstmädchen für die Familie von Talonario Parojar.
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #19 am: 22. Januar 2019, 11:40:01 »
"Die Götter stellen meine Geduld wirklich auf eine harte Probe", entfährt es ihm. "Erst Jolan Davales und nun auch noch Talonario!" Er tut so, als würde er nicht merken, wie Sarana halbherzig ihr Schmunzeln versteckt. "Heute abend ist es schon zu spät, ich werde Carada morgen früh aufsuchen. Was meinst du, wollen wir auswärts essen und hinterher noch einen Wein trinken gehen?"

Am nächsten Morgen lässt sein Pflichtgefühl aber nicht zu, dass er sich noch länger drückt. Er geht zu Talonarios Haus, allerdings klopft er nicht an der Vordertür, sondern am Dienstboteneingang.
« Letzte Änderung: 22. Januar 2019, 17:16:15 von Makkharezz »
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #20 am: 22. Januar 2019, 20:13:06 »
Die Tür öffnet sich und eine ältere Angestellte, vermutlich die Köchin, öffnet ihm und betrachtet den jungen Ritter verblüfft. "Herr, haben Sie sich in der Tür geirrt?" Sie wischt sich die Hände an einem Tuch ab und wirkt unsicher, was sie nun tun soll. Im Hintergrund hört man Kinder toben.
« Letzte Änderung: 24. Januar 2019, 13:46:12 von Chacota »
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #21 am: 23. Januar 2019, 07:19:25 »
"Nein, nein, ich bin heute nicht gekommen, um die Herrschaften zu besuchen, und ich möchte sie auch nicht stören. Ich müsste nur kurz mit Carada Suenno sprechen, falls das möglich ist. Es geht nur um eine Kleinigkeit, eine Auskunft." Er versucht die Köchin mit einem beruhigenden Lächeln von seinen Worten zu überzeugen.
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #22 am: 23. Januar 2019, 11:39:43 »
Sie zögert einen Moment, dann hört man Gepolter und noch mehr Kindergeschrei. "Kommt doch herein und wartet hier, wenn Ihr gestattet, ich hole sie."
Kurz darauf verstummt das Geschrei und eine junge Frau, leicht erhitzt und sehr hübsch erscheint. Sie sieht Melville neugierig an. "Carada Suenno, was kann ich für Euch tun?" Sie ist groß und schlank, hat dunkle, glatte Haare, die sie zu einem langen Zopf geflochten hat und spricht breites euthisch.
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #23 am: 23. Januar 2019, 12:20:25 »
"Ist es deine Aufgabe, dich um die kleinen Monster zu kümmern?", fragt Melville, aber mit einem breiten Lächeln, und er mischt seinem etwas geschliffeneren Euthisch einen Hauch mehr Dialekt bei. "Ich gewöhne mich besser schonmal an die Geräuschkulisse. Wenn die Götter mir wohlgesonnen sind, werde ich im kommenden Winter auch einen kleinen Schreihals im Haus haben."

Für einen kurzen Moment blickt er in die Zukunft, in der er Familienvater ist, dann besinnt er sich wieder auf das Hier und Jetzt. "Verzeihung, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Melville de Bonaciuex. Ich bin beauftragt worden, einer Sache nachzugehen, die schon einige Monate zurückliegt. Du hattest damals bei der Stadtwache angegeben, Legumbre de Inar gesehen zu haben. Die Wache hat die Angelegenheit damals nicht weiter verfolgt, aber nun hat es sich ergeben, dass deine Beobachtung doch wichtiger sein könnte als wir angenommen haben. Könntest du mir noch einmal genau beschreiben, was an dem Tag passiert ist?"
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #24 am: 24. Januar 2019, 14:03:49 »
Sie schlägt entsetzt über Melvilles Aussage die Hand vor den Mund, dann kichert sie jedoch und nickt. "Es sind kleine Teufel, aber ich liebe sie. Aber kommt doch und setzt Euch, ich habe etwas warmen Panas."
Sie winkt ihn in die Küche, einen großen, warmen, gut duftenden, aber chaotischen Raum. "Ich kannte Legumbre von einem der abendlichen Feste, viele gibt es ja nicht hier im Haus, aber einmal war er da und ich weiss noch, wie lustig er Esmola auf seinem Schoss hüpfen ließ, sie konnte gar nicht mehr aufhören zu lachen. Und dann hörte ich von seinem Verrat und seinem Tod und es waren so viele gestorben und Herr Parojar war so still . . na, das ist ja nun schon einige Zeit her. Aber dann, Anfang Januar muss es gewesen sein, denn ich war unterwegs um meinen Bruder zu besuchen, da sah ich ihn; er saß auf seinem Pferd und wartete. Ich habe ihn gegrüßt, fast automatisch, aber er sah durch mich hindurch. Aber gut, vermutlich hat er mich nicht erkannt, warum auch. Aber dann, dann wurde es gruselig, denn kaum war ich vorbei, da hob er an und ich dachte noch, er meinte mich, drehe mich um und da sah ich, dass er mit der Luft redete, herrisch, wie ich ihn kannte, aber seine Augen, die waren so tot, da war keine Bewegung, keine Farbe, kein Leben."
Jetzt sieht sie Melville etwas unsicher an. "Tja, und weil es so seltsam war dachte ich, sag mal lieber der Wache bescheid, nicht, dass sich da wieder was zusammenbraut."
Und dann geht die Küchentür auf und Talonario steckt den Kopf zur Tür herein: "Carada, Liebling, es ist ja ganz wunerbar, dass du dich hier versteckst, aber da draussen toben zwei Dämonen durch . . ", dann bemerkt er Melville und stutzt. "Seit wann wohnst du denn bei mir?"
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #25 am: 24. Januar 2019, 15:16:12 »
"Davor mögen uns die Götter bewahren!" brummt Melville, doch dann kann er nicht anders als sich auf seine Manieren zu besinnen. Er steht auf und begrüßt den Hausherren mit einem knappen Nicken.

"Es war nicht meine Absicht, Carada von ihren Pflichten abzuhalten, aber ich benötige eine Auskunft von ihr. Ich wäre dankbar, wenn ich noch ein paar Minuten ihrer Zeit in Anspruch nehmen dürfte."
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #26 am: 24. Januar 2019, 20:14:12 »
"Nur, wenn du hinterher zu mir kommst und wir unsere liebe Stadt gemeinsam hochleben lassen, ich erwarte dich." Damit schließt er die Tür wieder und man hört kurz danach begeistertes Gekreische.
"Was kann ich denn noch erzählen, was Euch interessieren könnte?"
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #27 am: 24. Januar 2019, 20:50:16 »
Natürlich ahnt Melville, dass Talonario neugierig ist und Melville entlocken will, was hinter seinem Besuch steckt. Oder dass er einfach nur Freude daran hat, ihn zu ärgern. Er sieht aber keinen Weg, sich zu verweigern, also macht er gute Miene zum bösen Spiel und bestätigt die Einladung mit einem Nicken.

Als er sich wieder Carada zuwendet, bereut er fast, nicht einfach auf die Fortsetzung des Gesprächs verzichtet zu haben, denn ihm fällt eigentlich keine kluge Frage mehr ein, die irgendwelche Informationen über den Verbleib des vermeintlichen Legumbre ans Licht bringen würde. "Ach, ich wollte nur wissen, was sich weiter abgespielt hat. Hat Legumbre einfach seinen Weg fortgesetzt, ohne dich zu bemerken? Oder schien es, als wenn er sich beeilen würde, von dir wegzukommen, weil er gemerkt hat, dass du ihn erkannt hast? Gab es irgendetwas, das darauf hindeutete, warum er dorthin gekommen war? Und in welche Richtung ist er schließlich geritten?"
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #28 am: 25. Januar 2019, 17:46:42 »
Carada zuckt etwas hilflos mit den Schultern. "Ich hatte das Gefühl, dass er sich überhaupt nicht für mich interessiert und wohin er ist weiss ich nicht, denn ich habe mich dann beeilt, dort wegzukommen. Ich wollte nicht, dass sich das ändert, das mit dem Interesse meine ich."
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Re: Melville - Legumbres Schicksal
« Antwort #29 am: 25. Januar 2019, 21:42:00 »
"Das war sicherlich klug von dir", pflichtet Melville ihr bei.

Er lässt sich noch so genau wie möglich erklären, wo die Begegnung stattgefunden hat, dann bedankt er sich bei Carada für die Hilfe.

"Ich schätze, du solltest dich wieder den Kindern widmen." Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu: "Keine Sorge, ich werde in der Zwischenzeit auf den Hausherren aufpassen."
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