Skeyfare

14. April 2022, 09:59:49
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Nachrichten - Holgi

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Wie sieht eigentlich unser weiterer "Fahrplan" aus? Wer erklärt die Diskussion beendet? Und wann? Gibt es einen Endpunkt? Und wie wollen wir unser nächstes Buch bestimmen?

Mein Vorschlag: Diskussion bis einschließlich 02.06., danach bestimmt jemand das neue Buch. Kriterien wie bisher: bis zu 200 Seiten, preiswert, diskussionswürdig.

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Ankündigungen & Anderes / Replying to Topic 'Gartenparty'
« am: 05. August 2003, 15:13:40 »
Die Idee ist shr gut, Kolvar. Am nächsten Wochenende wird meine Gemahlin in Königstein weilen, danach die Wochenenden sieht es gut  aus.:tu

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Ich weiß nicht so recht, wie ich mich ausdrücken soll, aber ich versuch´s einfach mal (alte Anwaltstaktik): "Der Geliebte" hat nicht mein Innerstes aufgewühlt. Es war eine Empfehlung wert, und ich bin froh, daß ich es gelesen habe. Aber soviel Diskussionsbedarf sehe ich selbst nicht. Folgendes istt jedoch noch zu sagen: Die Mutter definiert sich nur über Edwin. Sie steigert sich dabei in einen Wahn, der sich verstärkt, als ihre realen Bezugspunkte zu Edwin immmer mehr abnehmen. Edwin selbst hat am Ende ja soger Mühe, sich an ihren Namen zu erinnern. und zwar Ihr (namenloser?) Sohn ist nur der Chronist, der Mann wir kaum erwähnt, die politischen Umwälzungen laufen an der Mutter vorbei. Sie ist vermutlich depressiv, aber ich tippe auch auf deutliche schizophrene Einflüsse. Schizophrenie äußert sich in den allerseltensten Fällen in einer Jekyll/Hyde-Smptomatik. Häufiger ist es, daß für den Betroffenen Wirklichkeit und Traum/Wahn nicht mehr auseinanderzuhalten sind. Genau so dürfte es sich hier verhalten. Die große Leidenschaft existiert nur in ihrem Kopf. Wahrscheinlich ist sie- nicht zuletzt aufgrund ihrer eigenen Kindheit- gar nicht zu echter Liebe fähig. Auch Edwin scheint von Claras Liebe nicht allzu viel gespürtt zu haben, denn sonst wäre die Geschichte ja sehr viel anders verlaufen. Auch das wahnhafte Umgraben des Gartens, der Gang zum Wasser mit dem Kind auf dem Arm u.ä. sprechen für schizophrene Episoden bzw. für Boarderline-Symptomatik. Die Mutter ist bis zum Schluß nicht komplett durchgeknallt (siehe Abschiedsbrief), aber das ist ebenfalls nichts Ungewöhnliches.

@Kolkrab:
Du wolltest einen Vorschlag hören, also bitte sehr:

Michel Houellebecq, "Ausweitung der Kampfzone". rororo, ehemals 14,90 DM, heute wahrscheinlich 7,90 EURO, 170 Seiten Gewalt und Kampf der Geschlechter. Zündstoff pur.
 
Alternativorschläge:

-Jeremias Gotthelf, "Die Schwarze Spinne", erschienen bei Reclam,
Horror, Mittelalter, alles drin. Das pralle Leben.

-Kleist, "Michael Kohlhaas", ebenfalls Reclam. Dürften die meisten von uns bereits in der Schule gelesen haben. Wie weit sollte man gehen, um sein Recht durchzusetzen. Nach wie vor finde ich, daß es kaum ein anderes Buch gibt, über das sich so gut diskutieren läßt.


 

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Was ist denn los, Kolvar? Wir analysieren und interpretieren doch. Das Buch bietet jedoch offenbar nur wenig Stoff zum Diskutieren. Anscheinend hatten wir alle sehr ähnliche Eindrücke beim Lesen. Vielleicht sollten wir uns beim nächsten Mal ein kontroverses Buch mit Sprengstoff aussuchen, etwa "Ausweitung der Kampfzone". Dann wird es heftig was zum Diskutieren geben. Versprochen. Allerdings bin ich mit unserer bisherigen Diskussion zum Thema Urs auch sehr einverstanden. Ich finde es jedenfalls interessant.

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Wenn man so will, hat jeder Roman etwas Autobiographisches. Schließlich ist es einem Autor ohne eigene Biographie nicht möglich, fremde Biographien zu erfinden/nachzuerzählen. Der Verdacht, daß es sich um einen autobiographischen Roman oder gar um einen Schlüsselroman (weie "Mephisto") handeln könnte, hat sich mir beim Lesen jedoch nicht aufgedrängt. Eher im Gegenteil. Die festzustellende Distanz, die streckenweise sogar zur Kälte wird, ließe sich so kaum erklären. Übrigens würde ich das Werk eher als Erzählung bezeichnen und nicht- wie der Autor das tut- als Roman. Aber das nur am Rande.

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Um es einmal ganz klar zu sagen: Nichts spricht dafür, daß Edwin tatsächlich der Vater ist. Falls er es tatsächlich doch sein sollte (was ich nicht glaube), hätte der Autor das schon etwas andeuten müssen. Clara hatt (irgend)einen Mann geheiratet, der keine andere Funktion hatte als der Vater des Sohnes zu sein, der offenbar wiederum keine andere Aufgabe hat als ihre Geschichte zu erzählen. Ich kann mich allerdings noch sehr gut daran erinnern, wie es im Deutschunterricht immer hieß, daß ein "allwissender, personalisierter Dritter" als Erzähler nicht gerade als das Höchste angesehen werde. Wie auch imer: Mich hat´s nicht gestört. Solche Themen sind wohl auch eher etwas für Spezialisten. Mich interessiert in erster Linie, ob ein Autor eine gute Geschichte zu erzählen hat. In welcher Perspektive er es tut, ist zweitrangig. Noch ein Wort zum Selbstmord: Hat mich nicht gestört. Hat sich ja auch angekündigt, nachdem das (vermeintliche) Band zu Edwin endgültig zerschnitten worden war. Unstimmig fand ich den Selbsttmord jedenfalls nicht.

@ Makk:
Ich höre gerne mal Klassik des 20sten Jahrhunderts, obwohl ich Popmusik generell vorziehe. Jedenfalls plätschert es nicht so langweilig dahin wie vieles aus der "klassischen Klassik". Vieles ist faszinierend. Hörbar sollte es jedoch schon sein, so z.B. Gershwin, Strawinsky (!), Bartok, M.Nyman, Bernstein, Richard Strauss, Khatchaturian, P.Glass, Ligeti. Stockhausen und Konsorten sind nichts für mich.  


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Sehr gut gefallen hat mir die angenehme, schlicht-elegante Sprache. Das Buch hat mich gut unterhalten und ließ sich gut weglesen. Kein Meisterwerk aber Unterhaltungsliteratur auf hohem Niveau, die nicht zuletzt (zumindest mir) Lust auf das Thema Neue Klassik weckt. Den Mussolini-/Nazi-/Italienkram fand ich jedoch überflüssig. Irgendwo scheint geschrieben zu stehen, daß die Faschismusproblematik in jedem deutschsprachigen Buch zumindest angerissen werden muß. Die Naivität der ansonsten ja alles andere als dummen Mutter in diesem Punkt wirkt auch etwas aufgesetzt. Clara muß ja förmlich blind und taub durch die Welt gehen. Ist aber nicht stimmig, denn ansonsten ist die Mutter ja äußerst tüchtig. Überhaupt: Die Mutter als eigentliche Hauptperson bleibt seltsam blaß und unscharf. So ganz schlau werde ich aus ihr nicht. Sie ist mir sogar einigermaßen fremd geblieben. Etwas genauer hätte ich schon gewußt, in was ihre "Art" eigentlich bestand. Edwin hingegen ist eine ganz starke, präzise gezeichnete Figur. Vor allem die stimmige Schlußszene (die Begegnung mit dem Sohn) hat mich überzeugt. Endlich mal ein gutes, passendes Ende,, das man nicht schon 1000 mel so oder ähnlich gelesen hat. Die Grundstimmung des Buches erinnert  streckenweise an eines meiner Lieblingsbücher, F.Scott Fitzgeralds "Der Große Gatsby". Auch dort jagt die Hauptperson vergeblich  einem alten Traum hinterher. Gatsby streckt sogar regelmäßig seine Arme in Richtung der Lichter am anderen Ufer aus. Vielleicht sollte man die beiden ja mal einander vorstellen. Die Klasse des soeben genannten Werkes erreicht Urs jedoch nicht, auch wenn Antaras in diesem Punkt wohl anderer Meinung  sein dürfte. Und die Geschichte mit dem Neger erinnert ziemlich stark an John Irvings "Garp". Die Parallelen zu "Forrest Gump" sehe ich übrigens nicht. Dieser Film verkörpert ja das alte Armee-Motto: "Sei schön dumm, stell keine Fragen, mach alles mit, und Du wirst ein Held". Und wer sich aufleht, bekommt Aids. Diese  schon fast faschistoide Grundeinstellung findet sich in dem Buch nicht. Ganz im Gegenteil: Die Grundstimmung ist sehr menschlich und ein bißchen melancholisch. Und die Hauptperson ist eine schlaue Frau. Schade nur, daß so vieles unscharf bleibt. Aber in dem neuen Roman "Das Buch des Vaters" sollen sich ja ganz neue Aspekte der Person Clara Molinari finden....Das war´s zunächst von meiner Seite aus. Meri wird uns auch noch ihre Meinung geigen.

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Grundsätzlich gilt: Die Quellentexte des AT sind hebräisch, die des NT sind altgriechisch. Mit Urs bin ich fast durch.

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Gut gekauft ist halb gelesen. Bei Schmorl bin ich fündig geworden. Natürlich habe ich mir das Werk gleich im englischen Original geholt ;) . Den 25sten werde ich wohl einhalten können. Und nach mir will sich Meri dran versuchen.

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Ich werde mein Glück am Sonnabemd bei Schmorl/Decius/Weiland versuchen, da ich den Buchladen "alter Schule" nämlich nach wie vor bevorzuge. Internet nur in Notfällen. Ich werde versuchen, den (ehrgeizigen) Termin einzuhalten. Hängt nicht zuletzt davon ab, wie gut das Buch ist. Die Mutter des ich-Erzählers scheint ja irgendwie einen Geliebten zu haben. Klingt echt spannend:zzz . Naja, schaun mer mal. Wenn´s langweilig wird, ist alles Kolvars Schuld.

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Literarischer Polyeder / Replying to Topic 'Vorschläge'
« am: 02. Juli 2003, 23:15:24 »
Plant mich ein. Beim Herumhacken bin ich gerne dabei. Go URS! Mein Alternativorschlag: Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit von Proust. Ist echt packend und nur ein paar Tausend Seiten lang. Oder Zettels Traum von Arno Schmidt. Oder Finnegan´s Wake.Na,wie wär´s?

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Ich bin sehr zufrieden. Vor allem genieße ich es, mal wieder in der guten, alten (unkomplizierten) zweiten Edition spielen zu können. Freue mich schon auf den ersten Kampf: zack, zack, zack, ENDE:duel Das einzige Problem, das ich habe ist der Umstand, daß die Hintergründe in sämtlichen Kampagnen relativ ähnlich sind, so daß man erst mal alles innerlich sortieren muß. Geht aber wahrscheinlich nicht nur mir so. Zum Thema Internet: Foren und ähnliches sollten eine nette Ergänzung zum eigentlichen Rollenspiel sein, aber nicht übergewichtet werden. Die eigentliche Musik spielt weiterhin am Spieltisch, und gegen "klassische" Handouts istt nichts zu sagen. Im Gegenteil. Ebenso wichtig und richtig ist, daß jeder SL seinen eigenen Stil pflegt. Wäre ja sonst auch langweilig. :)

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Regeln und Infos / Replying to Topic 'Charaktere'
« am: 27. Mai 2003, 00:04:35 »
Ich habe Anipides Charakterbogen nicht als Textdatei vorliegen und besitze auch keinen Scanner. Ich werde Dir, liebster Laurantus, jedoch beim nächsten Mal den Bogen einfach mitbringen (falls ich, was ich hoffe, dran denken sollte). Persönliche Übergabe scheint mir immer noch am  besten zu sein, aber vielleicht bin ich in dieser Hinsicht auch einfach nur ein wenig konservativ. Holgi

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Eine kurze Anmerkung aus dem Jenseits: Ihr kennt meine kritische Einstellung zum Thema Wiedererwecken. Bei Rakon habe ich damals eine Ausnahme gemacht, aber erst nach Überredung und dann auch nur, weil es stimmig war. Der Tod der Charaktere sollte Bestandteiol des Rollenspiels sein, sonst geht die Stimmung flöten. Der Kampf am lettzten Mittwoch wahr einfach titanenhaft. Die Gruppe hat alles gegeben. Jedenfalls eine Situation, an die wir uns noch oft erinnern werden, und denkwürdige Momente kann man immer brauchen. Das Ende war stimmig. Warnungen hat es genug gegeben. Die Gruppe hat sich natürlich etwas verhoben, aber so ist es nun mal. Jedenfalls bin ich mit Steinbergs Ende zufrieden und weiß, daß er sich im Jenseits (an der Heldentafel) sehr wohl fühlt. Allerdings kann ich natüürlich nicht für die anderen sprechen. Ich weiß zB nicht, ob es an der Tafel der Götter für Gradlon genug zum Essen gibt. Ich drücke Euch jedenfalls alle Daumem für´s weitere Gelingen. Holgi

p.s.: Jetzt siehst Du mal wie es ist, Philipp, wenn die Gruppe draufgeht:] :] :]

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Am neunten November brechen wir auf. Es ist eine beschwerliche Reise. Insbesondere Makkharezz steht ob seines Gewichtes mehrfach kurz davor,, in das unbarmherzige Eis einzusinken. Und dazu noch diese wahrhaft dämonische Kälte...Lou und Gradlon können sich nicht so recht auf die zu nehmende Richtung festlegen, wohlwissend, daß jedes Verirren hier tödlich sein könnte. Der Nebel tut das Übrige, um die Verwirrung zu komplettieren. Nachdem Gradlon sich mit seinen Vorstellungen weitestgehend durchgesetzt hat, werden wir von einem Behemot angegriffen, einem Koloß mit gigantischen Stoßzähnen. Ein wütender Kampf entbrennt. Ceridwen wird bewußtlos zu Boden geschleudert. Es gelingt mir (Steinberg) , sie auf der Gefahrenzone zu ziehen, damit Gradlon sie heilen kann. Unsere Waffen bleiben buchstäblich in der Panzerung stecken. Das Viech kann unglaublich viel einstecken. Gut, daß wir Makkharezz haben, die mit ihrem Odem großen Schaden anrichtet. Schließlich gelingt es uns (v.a. dank Makkharezz und Gradlon), den Gegner niederzuringen. Wir sind nahezu ausnahmslos ziemlich angeschlagen  und beschließen, die Reise fortan auf dem Lufttweg zu absolvieren. Makkharezz beobachtet am Nachthimmel, daß ein Drachen aus unserer Herkunftsrichtung kommend dieselbe Richttung wie wir eingeschlagen hat. Um was für einen Drachen es sich handelt, wissen wir nicht. Schließlich erreichen wir im Gebirge ein Plateau, auf dem ein Turm steht. Möglicherweise ist es Burg Eismauer. Wir tarnen uns so gut es geht und beobachten die Situation. Verschiedene Pläne werden geschmiedet, um dann genauso schnell wieder verworfen zu werden. Unser nächster Schritt will wohl durchdacht sein. Makkharezz findet heraus, daß mehrere Kreaturen den Turm bewohnen, darunter mindestens ein Riese. Dazu sieht sie noch mehrere Tatzenspuren, aber nichts, was auf die Anwesenheit eines Drachen hindeuten würde.

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