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Die Jungen aus der Feldstrasse, Teil 27 d20 Rollenspiel Orfinlir - die Welt
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Die Jungen aus der Feldstrasse, Teil 27

Wenn sie Soldrang nicht so gut gekannt hätten, wäre seine Begrüßung in dieser Nacht kaum von der zu jeder anderen Uhrzeit zu unterscheiden gewesen. Aber so entdeckten sie den nicht ganz geraden Kragen, die etwas seitlich stehenden Falten der Hose und die Schnürsenkel, die in unterschiedlicher Länge unter den Beinen hervorschauten. Gunnar und Tiscio sahen sich an und wussten sofort, was der andere dachte. Der Buttler war inzwischen aber beinahe schon ein Freund, weswegen sie sich nichts anmerken ließen. Außerdem bildeten sie sich ein, dass sie inzwischen auch schon etwas erwachsener waren und solche Kinderreihen hinter sich gelassen hatten.
"Guten Abend, Herr Kargerheim. Herr Canil, Herr van der Linden? Was verschafft uns die Ehre ihres späten Besuchs?"
"Soldrang, mein Guter, wir müssen zu Herrn Unterschnitt." Bevor der schlanke Mann noch etwas erwidern konnte, hatte Kargerheim bereits seine Ohren gespitzt und wusste augenblicklich, dass er nicht die Zeit hatte, gegen alle Ausreden des Buttlers zu augmentieren. "Wir müssen wirklich dringend zu ihm." Soldrang war in der Lage selbst einen Bären an Ausdruckslosigkeit zu übertreffen, trotzdem schien er sein Unbehagen auszustrahlen.
"Ich bitte sie, Herr Kargerheim, aber ich muss sie auffordern, Abstand von ihrem Vorhaben zu nehmen."
"Soldrang, sie sind ein ehrenwerter Mann. Und wenn ich es mir leisten könnte, wünschte ich, dass ich einen so treuen Butler hätte, wie sie einer sind, aber es gibt einige Ereignisse, die einen Fall, den ihr Herr übernommen hat, auf die Spitze treiben. Ich muss darauf bestehen, mit ihm zu sprechen." Für einen Augenblick war es still, bis der alte Berti hinzufügte: "Wenn sie wollen und niemand etwas meiner Frau erzählt, begleite ich sie."
Soldrang, der wusste, was ihn erwartete, wenn er jetzt das Zimmer des Privatermittlers betrat und der niemals zugegeben hätte, dass ihn das Angebot des älteren Mannes rührte, straffte seine Schultern und erwiderte: "Das wird nicht nötig sein, Herr Kargerheim."
Damit schritt er müde aber aufrecht die Stufen zu besagtem Zimmer hinauf und klopfte an die Tür.

Es dauerte fast zehn Minuten, bis das Geschrei aufgehört hatte. Zuerst hatte es nur ein kurzes, erschrecktes Kreischen einer jüngeren Frau zu hören gegeben. Dann war die wütende Stimme eines Mannes eingefallen, gefolgt von erneutem schreien der Frau, einem Poltern, lauten Beschimpfungen, einem Fluch und einer nicht näher festgehaltenen Abfolge von Schreien, Rufen, Flüchen, Verwünschungen, Entschuldigungen, unterbrochenen Erklärungen und Lauten, die von Dingen herrührten, die zu Boden fielen.
Bereits nach dem ersten Kreischen hatte Kargerheim die beiden Jungs ins Haus gezogen und die Tür hinter ihnen zugezogen. Es war niemandem damit gedient, wenn die ganze Nachbarschaft diesen unangemessenen Lärm zu hören bekam. Anschließend hatte er den Geräuschen gelauscht, bis er zu einer Entscheidung kam, die ihn veranlasste, langsam die Treppe hinaufzugehen. Es gelang ihm tatsächlich, den Buttler aus der Schusslinie zu nehmen, und die Wut des Hausherrn auf sich zu lenken, dem es noch nie gelungen war, dem älteren Mann etwas Anderes als Respekt entgegenzubringen. Daher wurde es auch schnell ruhiger, auch wenn weiterhin leise Flüche zu hören waren.
Als Unterschnitt endlich sein Zimmer verließ, warf er den beiden am unteren Ende der Treppe einen bösen Blick zu. "Wo ist der dritte im Bunde?" fragte er etwas unfreundlicher, als er selbst beabsichtigt hatte.
"Herr Sabrecht liegt mit einer Verletzung im Bett, Herr Unterschnitt", antwortete Soldrang, dessen Gesicht langsam wieder eine normale Farbe annahm.
Unterschnitt deutete auf Tiscio und befahl: "Weck ihn. Und sie, Herr Kargerheim, erzählen mir besser, was so wichtig ist, dass es nicht noch zwei Stunden hätte warten können."
Kargerheim tat, wie ihm aufgetragen worden war. Er war ein sehr präziser Erzähler, in den Jahren seines Dienstes darin geschult, die wichtigen Details zu berichten und die unwichtigen fortzulassen. Er benötigte vermutlich die Hälfte der Zeit, die Tis und Gunnar gebraucht hatten, um dem Privatermittler alles zu schildern.
Der schlecht gelaunte Hausherr nickte beständig und seine Miene verlor langsam das abweisende, wurde dafür aber noch ernster, wenn dies überhaupt möglich war.
Als endlich wieder Stille einkehrte, gelang es ihm daher sogar großmütig ein "ich verzeihe euch die Störung", in den Raum zu werfen. Er besann sich noch einen Moment und verfiel mit einem letzten Einatmen in Aktivitäten.
"Soldrang! Meinen Hut und Mantel bitte. Und wenn wir weg sind, nehmen sie sich bitte des kleinen Problems in meinem Zimmer an. "Danke", fügte er noch hinzu, als ihm sein Buttler den Gehstock reichte, mit dem er zum Abschied den Rand seines Huts berührte.
Erst vor der Tür schlossen Gunnar und der schläfrige Malandro zu den anderen auf und mussten sofort alle Hoffnung fahren lassen, dass der Privatermittler eine Kutsche kommen lassen würde, denn er machte sich mit großen Schritten auf den Weg in Richtung des Marktzentrums. Besonders Malandro fiel es anfänglich schwer, mitzuhalten, da er noch sein Hemd in die Hose zu stecken versuchte.

Den Oberwachtmeister der in dieser Nacht die Aufsicht hatte, kannte Tiscio nicht so gut. Wenn er sich recht erinnerte hieß er Friekel oder Frietag. Er hatte bisher erst zwei Nächte mit ihm Dienst getan und dabei kaum etwas mit ihm zu tun gehabt.
"Oberwachtmeister Freidal, was macht die Verlobte."
"Herr Kargerheim? Danke der Nachfrage. Es geht ihr hervorragend, seitdem wir geheiratet haben."
"Da gratuliere ich aber", sagte der ältere Mann und schüttelte dem anderen herzlich die Hand.
"Hat sie ihre Frau hinausgeworfen, dass sie zu einer so späten Stunde hierherkommen? Ich kann gerne kucken, ob wir noch eine Zelle frei haben, in der sie übernachten können."
"Mit so etwas scherzt man nicht, Freidal."
"Entschuldigen sie, Herr Kargerheim. Aber wirklich, was treibt sie hierher?"
"Mein Freund, Herr Unterschnitt muss dringend mit ihnen sprechen. Und die Uhrzeit sollte deutlich machen, wie dringend es ist."
Erst als sich der Blick des Oberwachtmeisters von Kargerheim löste und dem heimlichen Zauberer zuwandte, wurden sich die drei Jüngeren der Blicke der anderen Metrowächter im Raum bewusst. Jeder einzelne Berti starrte den schlanken Mann an, wobei ihre Blicke vielleicht keine Tötungsabsicht bekundeten, in ihrer Menge jedoch ebenfalls bei einem sensibleren Menschen den Fluchtinstinkt angefacht hätten.
Freidal zeigte sich dementsprechend auch wenig begeistert, als er sich gezwungen sah, Unterschnitt anzuhören. Sobald er jedoch den Bericht, der bezüglich der Quelle angemessen vage geblieben war, zur Gänze gehört hatte, nickte er.
"Ich verstehe die Dringlichkeit, aber was soll ich ihrer Meinung nach tun? Das Militär einschalten?" Die Art und Weise, wie der letzte Satz ausgesprochen worden war, legte nahe, dass er nicht ganz ernst gemeint gewesen sein konnte. Kargerheim ignorierte jedoch die Intention: "Das ist eine sehr gute Idee. Wir sollten auf alles vorbereitet sein. Außerdem wissen wir nicht, wie die Flüchtlinge bewaffnet sind. So gut die Metrowacht auch mit dem Knüppel ausgebildet sein mag, wenn sie sich mit Fernkampfwaffen verteidigen, könnte es ein Blutbad geben."
Freidal wurde bleich, nickte aber erneut. "Dann lasse ich besser den Hauptwachtmeister kommen."




Die Jungen aus der Feldstrasse