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Die Jungen aus der Feldstrasse, Teil 29 d20 Rollenspiel Orfinlir - die Welt
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Die Jungen aus der Feldstrasse, Teil 29

Genaugenommen hatte Gunnar ein Gerät zu viel mitgebracht. Tiscio und Malandro erhielten jeweils einen der Handschuhe, mit denen man einen Gegner mit nur einer Berührung außer Gefecht setzen konnte. Sie zogen ihre Jacken aus, um die Kabel vom Handschuh zur Kurbelbatterie am Gürtel darunter verbergen zu können. Für sich selbst hatte er etwas mitgebracht, dass er schon lange einmal unter verschärften Bedingungen erproben wollte. Es war neben seinem zweirädrigen Dampfwagen eines seiner Lieblingsprojekte, für das er sein Wissen in einige neue Gebiete hatte ausweiten müssen.
Der auffälligste Teil war sicherlich das dicke Rohr, welches unter dem rechten Arm verlief und von diesem mit einem Griff in alle Richtungen gesteuert werden konnte. Das Rohr wiederum führte zu einem Kasten, den er sich auf den Rücken geschnallt hatte, der in einem Magazin fünf Netze enthielt, die mit Hilfe von Druckluft, erzeugt von einer kleinen Dampfmaschine neben dem Magazin, einige Meter weit geschleudert werden konnten und sich im Flug wunderbar öffneten. Es war die Hölle, das Gerät nachzuladen, aber ein Treffer war darum umso befriedigender. In guter Familientradition hatte Gunnar seine Erfindung so richtig wie auch umständlich "Dampfgetriebene Druckluftnetzbeschleunigungs- und Verschlussvorrichtung" getauft. Da jedoch der Name selbst in seinen Gedanken nicht so richtig von der Zunge rollen wollte, stellte er das Gerät seinen angemessen beeindruckten Freunden als Netzschleuder vor. Das einzige, was er den beiden anderen nicht gleich vorstellte, war die Zielvorrichtung, die sich als Monokel vor das rechte Auge klappen ließ, weil er es bis zum Flugfeld noch in der dafür vorgesehenen Tasche an der Netzschleuder aufbewahrte. Aus irgendeinem Grund fand er es kaum bemerkenswert, mit einem Kasten auf dem Rücken und einem Rohr unterm Arm herumzulaufen, wohingegen er das über Röhren und Drähte mit dem Kasten verbundene Zielgerät zu auffällig fand. Vermutlich war es der Umstand, dass auch Tiscio mit einem Kasten und einer langen Stange belastet war, die Gunnar ein Gefühl von Normalität gab, denn Tis trug den Magnetisator, der unheimlich praktisch klang, den sie jedoch noch nie sinnvoll eingesetzt hatten. Bisher hatte sich einfach noch nicht die Gelegenheit ergeben, dass ein Gegner mit einer metallischen Waffe in der Nähe von etwas Magnetisierbaren gestanden hatte.

Der Lufthafen lag nordwestlich des eigentlichen Stadtgebiets, ein gutes Stück entfernt vom Schloss des Königs und nur eine Station hinter den Fabriken, auch wenn die Strecke zwischen diesen Stationen ungewöhnlich lang war.
Die Schiene hielt direkt neben dem Hauptgebäude des Geländes, einem riesigen Prachtbau im derzeit so modernen Neu-Kigamevekischen Stil, mit vielen runden Säulen, dezenten Stuckarbeiten, überwiegend in Weiß gehalten und mit schwarzen Ziegeln gedeckt. Im Grunde war es dem Marktzentrum sehr ähnlich, wobei es natürlich erheblich kleiner war, obwohl dies nicht viel hieß. Worin es sich jedoch positiv vom beeindruckendsten Bau der Hauptstadt unterschied, war die Farbe, die hier, außerhalb der Stadt, tatsächlich weiß war und nicht vom Ruß in eine Farbe eingehüllt worden wurde, die die meisten Xpochler für weiß hielten.
Durch einen überdachten Gang stiegen die drei Freunde, die Metalltreppe vom der Schienenplattform hinunter und landeten direkt in der Eingangshalle des Gebäudes, wo sich bereits einige Bertis in Zivil aufhielten. Etwas orientierungslos und von der Weitläufigkeit der Halle eingeschüchtert, blieben sie einen Moment lang dicht beim Eingang stehen, bis Unterschnitt sie sanft zur Seite schob und in eine unauffällige Ecke dirigierte.
"Ich weiß, dass Herr Kargerheim euch bereits ein paar Worte gesagt hat. Aber auch ich möchte euch noch einmal darauf hinweisen, dass dies eine Angelegenheit der Metrowacht ist, gleichgültig, wie sehr es euch auch reizen mag, euch einzumischen. Wir gehen hier gegen Separatisten vor. Selbst wenn wir keine Beweise dafür haben, dass sie tatsächlich Professor Ulfhaus umgebracht hatten, können wir doch davon ausgehen, dass sie keine Skrupel besitzen, jemanden zu töten." Als Malandro Einspruch erheben wollte, wehrte der Ermittler mit einem erhobenen Zeigefinger ab. "Ja, ich weiß, dass ihr bereits einem Dämon gegenübergestanden habt. Man sollte jedoch nicht den Leichtsinn vergangener Tage als Begründung heranziehen, weitere Dummheiten begehen zu dürfen." Er winkte einem Wachtmeister heran, den Tiscio als Wintur kannte.
"Mein sehr verehrter Kollege hat mit einigen seiner ehemaligen Kollegen gesprochen und Herr Wachtmeister Wintur hat sich bereiterklärt, in eurer Nähe zu bleiben."
"Natürlich nach Rücksprache mit Oberwachtmeister Beulfang", fügte Wintur hinzu.
Die Jungs warfen sich vielsagende Blicke zu, die Unterschnitt keineswegs entgingen. Zufrieden lächelte er süffisant und versuchte die Vorgänge im Eingangsbereich sowie auf dem Flugfeld, welches sie durch die großen Fenster sehen konnten, aufzunehmen. Inzwischen mussten mindestens dreißig Bertis eingetroffen sein und es bestand die Aussicht, dass noch einmal so viele in den nächsten zwei Stunden den Lufthafen erreichten. Sie konnten das Gebiet absichern, aber wenn es zu einem Kampf mit tödlichen Waffen kam, waren sie hoffnungslos unterlegen, solange sie nicht direkt in den Nahkampf übergehen konnten.
Auf dem Feld selbst befanden sich derzeit zwei Luftschiffe, die zum Abflug bereitgemacht wurden. Arbeiter liefen geschäftig zwischen den Hangarn auf der Linken, den Lagern auf der Rechten sowie dem Hauptgebäude hin und her, um Treibstoff, Waren und Gepäck heranzuschaffen.
Bereits auf der Fahrt hatten Kargerheim und er beschlossen, vorerst im Gebäude zu bleiben, schon, weil sich hier auch die Kommandozentrale der Metrowacht befinden würde. Es war nicht nötig, sinnlos über das Feld zu wandern oder in der viel zu vornehmen Kleidung, die er unüberlegt heute Nacht angelegt hatte, an Orten aufzufallen, an denen er offensichtlich nichts zu suchen hatte.
Während dieser Überlegungen, während er seine Umgebung so aufmerksam musterte, entging ihm vollkommen, dass sich die drei Jungs mit ihrem Aufpasser aus einem Seiteneingang geschlichen hatten.
Die Feldstraßlern strebten dabei kein bestimmtes Ziel an, noch verfolgten sie eine bestimmte Strategie, während sie sich an den Lagern vorbei immer weiter zum anderen Ende des Flugfeldes vorarbeiteten. Sie wussten nur sehr genau, dass sie, wenn sie in der Nähe ihrer Lehrer und Vorgesetzten blieben, kaum die Gelegenheit bekommen würden, mehr von den Ereignissen zu sehen, als nur ein paar Männer, die verhaftet wurden.

Einmal aus dem Prachtbau heraus, war das Flugfeld eher ernüchternd. Es war windig, der Boden zertrampelt oder festgestampft und die Gebäude, mit Ausnahme desjenigen, welches sie hinter sich ließen, schmucklos, zweckmäßig, billig und dementsprechend hässlich. Trotzdem war ihre Richtung nicht ganz zufällig, denn Gunnar hatte am hinteren Ende des Feldes etwas gesehen, was sein Erfinderherz höherschlagen ließ.
Denn entgegen dem, was die meisten Xpochler glaubten, war es nicht nur Vögeln, Teufelsanbetern und Luftschiffen vorbehalten, in die Luft zu steigen. Es gab noch etwas mehr und das Flugfeld bot auch dieser neuen Erfindung einen Platz.




Die Jungen aus der Feldstrasse