Skeyfare

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Skeyfare » Online Abenteuer » Abenteuer » Abenteuer in Euth » Legende und Wirklichkeit

Autor Thema: Legende und Wirklichkeit  (Gelesen 176436 mal)

Offline kolvar

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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #750 am: 25. Oktober 2006, 14:18:07 »
Schwächlich sagt sie: "Danke Hada, ich hoffe, dir ist es gut ergangen? Das hat ganz schön lange gedauert, bis da jemand gekommen ist."
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Offline Chacota

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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #751 am: 25. Oktober 2006, 16:47:03 »
Hada strahlt über das ganze Gesicht. "Du hast lange gebraucht um zu uns zurückzufinden, über 2 Tage hast du reglos dagelegen! Es war ein Glück, dass die Wachen dich so schnell gefunden und in den Tempel gebracht haben."
Hinter Hada sieht Kola ganz kurz ein bekanntes Gesicht, aber dann ist es schon wieder verschwunden  [spot bitte].
Dann tritt Priadan an Kolas Bettstatt. "Ich muss mich bei euch entschuldigen, ich bin mit daran schuld, dass diese ganze Sache so knapp ausging, aber keiner konnte ahnen, dass Talonario sein Haus so gut gegen Erkenntnis- und Spionagezauber geschützt hatte, ich hatte einfach keine Chance, euch sofort ausfindig zu machen. Zumal Perniso  euch mit seinem Gift auch fast meiner Magie entzog." Er schüttelt noch immer fassungslos den Kopf.
Hada mischt sich wieder ein. "Die Priester sagen, du brauchst noch ein wenig Ruhe und das habe ich auch dem Hauptmann gesagt."
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Offline kolvar

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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #752 am: 25. Oktober 2006, 17:05:50 »
[27]
Wie geht es Kola, könnte sie aufstehen? Wie gehts ihrer Runenmagie?
"2 Tage, so. Na da wird Pernision wohl ein wenig Leiden wegen Giftverwendung. Villeicht auch wegen mehr? Dann erzählt mal? wie geht es Talonario? Wie geht es Laxanta? Wie geht es Pernisio? Und Priadan, maach dir keine Sorge, war schließlich mein Risiko, dass ich bereitwillig eingegangen bin."
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #753 am: 25. Oktober 2006, 19:54:27 »
Kola sieht, wie Caracol im Tempeldunkel verschwindet . . .

Kola fühlt sich zwar noch recht wackelig, aber andererseits gut ausgeschlafen, es ist kein Problem aufzustehen und die Magie ist auch wieder verfügbar.

Priadan berichtet: "Perniso wurde verhaftet, er wird wegen versuchten Mordes, Anstiftung zum Mord und vielen anderen Dingen angeklagt, der Advokat sagte, er wird hängen. Ascabar meinte, du könntest die Klageschrift noch verlängern, aber nur, wenn dies dein Wunsch sei. Talonario sitzt weiter in Haft, es ist den Wachen zwar gelungen, den Helfershelfern von Perniso den Mord an dem Angestellten von Tribu nachzuweisen, aber der Einbruch steht immer noch auf der Klageschrift und Tribu ist kein Mann, der mit sich reden läßt. Laxanta geht es gut, sie will dich besuchen, aber das hat Zeit, bist du wieder zuhause bist. Perniso ist hochnäsig wie stets, er hat zugegeben aus Geldgier die ganze Sache angezettelt zu haben; er habe Schulden, viele Schulden bei einem Mann namens Delmar, der ihm geholfen habe das Ganze einzufädeln. Nach ihm wird gesucht, doch er scheint in Euth ein Unbekannter zu sein." Er betrachtet Kola kritisch und meint dann: "Vielleicht solltest du dich noch ein wenig ausruhen, die letzten Tage waren alles andere als erholsam."
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #754 am: 25. Oktober 2006, 20:35:33 »
"Ausruhen kann ich wenn ich tot bin. Mal sehen: Jemand soll mir die Verantwortliche Priesterin herholen, dass ich mit ihr besprechen kann, was ich ihnen schulde, oder ob ihnen ein wenig Werbung im Gerücht genehm wäre. Dann brauche ich ein wenig Papier und jemanden, der eine Nachricht zu Nitana bringt" (mit der Aufforderung, gegen ihn auszusagen und sich ihm zu stellen). "Als nächstes will ich natürlich noch ein wenig Anklage gegen Pernisio erheben, aber vor allem, will ich zu ihm." Sie denkt einen Moment lang nach. "Ach ja, ich würde gerne auch noch einen Boten zu Tribu schicken, dass er doch bitte von der Anklage absehen soll."
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #755 am: 25. Oktober 2006, 23:33:26 »
Kola erfährt, dass die Wache bereits eine großzügige Spende an den Tempel der Elanita gegeben hat, die Priesterin, mit der Kola spricht, hat jedoch nichts gegen ein wenig Platz im "Gerücht".
Sie bekommt Papier und schreibt an Nitana und verfasst ihre Anklage an Perniso, ein Bote läuft zu Tribu, kommt jedoch schnell mit der Antwort zurück, er wisse nicht, wer dort diese anmaßende Bitte an ihn gestellt habe.
Kola kann den Tempel verlassen, es ist früher Vormittag und den Weg zum Stadtgefängnis kennt sie, sie wird zu Perniso vorgelassen.
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #756 am: 26. Oktober 2006, 00:13:49 »
Kola holt sich eine Stuhl und setzt sich vor die Zelle, mit der Bitte, mit Perniso allein gelassen zu werden.
"Hallo, tut mir leid, dass ich nicht schon früher gekommen bin. Ich wurde aufgehalten. Ich hoffe, es geht dir gut. Ich habe nur eine kleine Frage: Warum hat sich Tribu da mit hineinziehen lassen? Was sprang für ihn dabei heraus? Ich meine, komm, für deinen Bruder war es eine Herausforderung, in das Haus einzudringen, aber das Risiko, dass euer Mörder nicht zur rechten Zeit am rechten Ort war, mußte doch unheimlich riskant sein. Es wäre insgesamt so viel einfacher gewesen, Talonario zu töten. Warum diese ganzen Spielereien, warum die vielen Risiken? Was wolltet ihr erreichen?
Ich versteh es nicht? Habt ihr euch nicht überlegt, mit wem ihr euch anlegt?"
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #757 am: 26. Oktober 2006, 09:20:43 »
Eine der Wachen schüttelt den Kopf. "Wir dürfen Euch nicht alleine lassen." Sie ziehen sich aber soweit zurück, dass Kola davon ausgeht, dass ihr Gespräch nur schwer mitgehört werden kann.
Perniso tritt an das Zellengitter, wieder ist dort dieses Grinsen, wenn auch etwas entstellt, denn die Wachen waren nicht zimperlich und Heilung wird hier nur für lebensgefährliche Wunden aufgebracht.
"Wie ich sehe habt ihr euch erholt, ich begann schon, mir Sorgen zu machen, aber als meine Leute euch bewußtlos fanden und in mein Gästezimmer brachten war ich auf dem Weg, einen Heiler zu rufen. Ich verdenke es euch nicht, dass ihr euch, noch im Giftwahn, von mir angegegriffen fühltet. Ihr könnt dies jederzeit wiedergutmachen." Er macht eine eindeutige Handbewegung.
Dann verschwindet das Grinsen und das wahre Gesicht Pernisos tritt hervor. Kalt, herablassend stößt er hervor. "Talonario ist ein Idiot, ebenso wie Tribu; er hatte keine Ahnung, dass wir ihn für unser kleines Schauspiel benutzt haben, einer seiner Diener hat uns geholfen, leider ist ihm anschließend ein kleines Mitgeschick passiert wie ich hörte. Mein Vater kannte mich - er hat mich nicht umsonst vom Erbe weitestgehend ausgeschlossen; sollte Talonario je eines unnatürlichen Todes sterben wäre das Geld an seine Familie geflossen; sollte er aber gegen das Gesetz verstoßen und bestraft werden, so wäre ich nachgerückt, so einfach ist das."
Er spricht jetzt so leise, dass Kola näher herantreten muss um ihn zu verstehen. " Und seien wir doch ehrlich, diese Stadt ist zu dumm für mich, wäret ihr nicht gewesen und eure kleinen Schnüffeleien, säße Talonario jetzt alleine in diesem Keller. Langweilt ihr euch nicht auch - habt Lust, alle an der Nase herumzuführen? Seht doch Talonario an! Seht, wie alle in ihrem Geld schwimmen und ihre kleinen Intrigen spinnen vor Überdruss! Ihr widert mich an!" Dann, lüstern. "Genießt ihr nicht auch die Spannung, die zwischen zwei Menschen entsteht? Die Wachen erfüllen einem Todeskandidaten seinen letzten Wunsch, ahnt ihr, was ich mir wünsche?"
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #758 am: 26. Oktober 2006, 09:56:11 »
"Mhm, ich dachte, ich würde euch anbieten, entweder bei der Flucht zu helfen, um Talonario herauszubekommen, oder euch einen selbstgewählten Tod zu geben, was immer noch besser ist, als öffentlich hingerichtet zu werden, aber nun denke ich, ihr seid zu dumm für ein zu jeder vernünftigen Handlung. Naja, so erklärt sich auch, dass ihr nicht reiten könnt. Pferde reagieren einfach auf unangenehme Menschen und lassen sich nicht von einem dummen grinsen täuschen. Und zu eurer Frage: Mich mögen vielleicht ein paar Intrigen reizen, aber was mich daran reizt ist, sie aufzudecken, den betroffenen dabei zu helfen und die Idioten, die sich mit dieser Stadt anlegen, auszutricksen.
Wenn du auf das Schaffot steigst, denk daran, dass es eine Pferdefrau war, die dich dorthin gebracht hat, das es eine Pferdefrau war, die dich soweit ausgetrickst hat, Stadtwachen anzugreifen. Und denk daran, dass die Stadt niemals so dumm ist wie ihre dümmsten Einwohner.
Viel Spaß noch beim Sterben und denk dran, dass ich eine Händlerin bin, mit vielen Kontakten und eine Menge Leute mir einen Gefallen schulden. Bei allem, was in deine Zelle gelankt, könnte ich vorher meine Hände im Spiel gehabt haben. Jede Person, die hierher kommt, könnte mir einen Gefallen schulden. Also entspann dich nicht zu sehr, es gibt genügend Gifte, die nicht töten."
Damit lächelt sie ihn noch einmal freundlich an und geht.
An Tribu schickt sie eine sehr höfliche Nachricht, dass er bitte von der Anklage abstand nehmen soll, da der verstorbene Diener für das Eindringen Talonarios verantwortlich war, ihm sogesehen also kein Schaden zugefügt wurde, sondern eine Ratte aus seinem Nest entfernt wurde. Darüberhinaus wäre es doch gut, Talonario als Berater für Sicherheitsfragen zur Verfügung zu haben, mit der Gewissheit, dass der beste Dieb Euths nicht mehr versucht, bei ihm etwas zu stehlen.
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #759 am: 26. Oktober 2006, 10:35:38 »
Er ruft ihr noch hinterher: "Du kannst mir keine Angst machen, du nicht!"
Von Tribu Linaje bekommt sie erst am Nachmittag Antwort: "Ich weiss noch immer nicht, wer Ihr seid und ich denke, mit nur einer Hand dürfte es Herrn Parojar in kommenden Zeiten auch schwer fallen bei mir einzudringen. Desweiteren würde es mich interessieren ob seine Frau weiss, welche Mühen Ihr auf euch nehmt, diesem Dieb zu helfen. Richtet dem Hauptmann der Wache bitte aus, ich sehe keinen Grund, meine Anklage zurückzuziehen."

*Kola weiss, dass die beiden verschwägert sind über Ascabars Schwester
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #760 am: 26. Oktober 2006, 10:39:45 »
Kola lacht beim rausgehen.
Dann geht Kola mal zu Tribu hin und stellt sich als die Herausgeberin des neuen Gerüchts sowie als Freundin von Laxanta und Talonario  vor.
"Was wollen Sie, damit Sie ihre Anzeige zurückziehen?"
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #761 am: 26. Oktober 2006, 11:02:50 »
Perniso wirft ihr noch ein Schimpfwort hinterher.

Tribu Linaje empfängt sie, sein Haus ist das größte in Alt-Euth, es nimmt einen Großteil des ersten Abschnitts der Straße "Am Hang" ein, innen protzt es mit Teppichen, nicht nur an den Wänden und einen hochherrschaftlichen Ausstattung wie Kola sie noch nie gesehen hat.
Tribu ist ein schlanker Mann Ende dreissig, dem man das Nichtstun nur zu sehr ansieht. Er steht nicht auf als sie in den Raum geführt wird, sondern wedelt mit der Hand in der Luft herum. "Ihr seid es also, die mich seit Tagen mit diesen Briefen belästigt, ich kann schon nicht mehr schlafen. Ihr glaubt gar nicht, welchen Todesängsten ich mich ausgesetzt sah, ein Dieb in meinem Haus! Welche Entschädigung kann es dafür geben, wenn nicht die Genugtuung, ihn seiner gerechten Strafe zugeführt zu sehen; auch wenn es durch die armselige Stadtwache geschehen wird."

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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #762 am: 26. Oktober 2006, 12:11:00 »
"Oh, ich denke, wenn ihr die Anzeige zurückzieht, steht Talonario euch sicher gerne für Genugtuung zur Verfügung. Aber lassen wir die Spiele, Talonario ist ein guter Freund und ich würde ungerne seine Dienste verlieren, genauso, wie ihr sicher ungerne euren Geleichmut oder euer Ansehen verlieren würdet. Wenn ihr etwas über mich gehört haben solltet, dann wißt ihr sicherlich, dass ich bisher vor keiner Herausforderung zurückgeschreckt bin. Nennt euren Preis und ich werde sehen, was ich tun kann.
Ihr wißt sicher, dass viele Leute mein Nachrichtenblatt lesen. Ich könnte euch zum Beispiel anbieten, euren Großmut, eure Eleganz und eure Güte herauszustellen, wenn ihr den Dieb laufen lasst. Wie wäre es mit einer großen Überschrift wie: "Großer Sohn der Stadt begnadigt Betrogenen!"? Ich bin mir sicher, ihr werdet jetzt denken: Was bringt mir eine eine solche Zeile Text? Aber wenn ihr überlegt, was die Menschen von Euth momentan über euch denken und was das evtl. auf Dauer für Auswirkungen haben könnte, wenn ihr aus lauter langeweile ein wenig in die Intrigen der Stadt hineinschnuppert, brauche ich euch vermutlich nicht zu sagen."
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #763 am: 26. Oktober 2006, 12:45:30 »
Er hört ihr erst gelangweilt, spätestens jedoch nach der Erwähnung "Großer Sohn der Stadt" aufmerksam zu. "Ja, ich bin eingroßer Sohn dieser Stadt, auch wenn wenige dies zu schätzen wissen, nicht jeder muss sich im Angesicht der Götter bei Arbeit erniedrigen um ihre Achtung zu gewinnen." Er scheint tatsächlich zu glauben, was er sagt. "Aber ein wenig mehr Achtung vor mir täte der Stadt gut, und wenn mir dabei euer Blättchen hilfreich zur Seite stehen kann, warum nicht die niederen Schichten zu nutzen wissen?" Er überlgt kurz, dann wedelt er wieder mit der Hand. "Dann tut so, wie besprochen und lasst die Stadt meinen Willen wissen; ich ziehe meine Anzeige zurück und dafür berichtet ihr regelmäßig über meine Verdienste." Er nickt noch einmal zur Selbstbestätigung.
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Re: Legende und Wirklichkeit
« Antwort #764 am: 26. Oktober 2006, 12:54:34 »
[Das ist ja noch besser als erwartet: freien Zugang zu den meisten Sachen, die er so treibt ... Kola schafft nur knapp den Rettungswurf, sich nicht vor begeisterung in die Hose zu machen]
"Soll ich euch regelmäßig einen meiner Angestellten vorbeischicken oder wollt ihr uns Mitteilungen übersenden?"

[nachdem das ganze abgehandelt ist, setzt sie sich tatsächlich hin und schreibt einen Artikel wie besprochen. Sie ist ausgesprochen gnädig. Danach einen Artikel über den ganzen Fall. Dann legt sie sich erst mal schlafen. Anschließend wird Aulaga besucht, dann Laxanta, Talonario, den Hauptmann und zum Schluß Caracol.
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