Skeyfare

06. Februar 2022, 10:53:04
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Skeyfare » Andere Welten » Unmoderierte Welten » Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse

Autor Thema: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse  (Gelesen 101818 mal)

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #360 am: 12. August 2008, 16:50:41 »
Draußen dämmert es gerade erst, und der Wind, der Lasquall um die Nase weht, ist so früh morgens noch angenehm kühl. Er fühlt er sich schon ein wenig besser und sieht sich neugierig um. Das kleine Haus liegt ein wenig abseits des Ortes. Er weiß, dass in Sankt Merritus um die 300 Menschen wohnen, aber von hier aus sind in der Entfernung nur ein paar Häuser zu erkennen. Da der größte Teil der Siedlung am Hang des gleichnamigen Hügels errichtet wurde, der dem See abgewandt ist, ist auch das Wasser von hier aus nicht zu sehen. [Lasquall kennt natürlich den riesigen Tapoki-See, der mitten in Karrakal liegt. Sankt Merritus liegt am Norostdufer des Sees, während der Drachenkrater ziemlich genau gegenüber an der Südwestküste liegt]

Basron folgt einem kleinen Pfad, der an einigen Gemüsebeeten vorbei zu einer Hütte führt. „Meine Werkstatt habe ich ein bisschen entfernt gebaut“, erklärt er, „Jen macht es ganz verrückt, wenn sie mich den ganzen Tag Leder klopfen hört und der Geruch vom Leim ins Haus zieht.“ Erst einen Moment später fällt ihm ein hinzuzusetzen. „Ich bin Schuhmacher, einen besseren wirst du weit und breit nicht finden.“

Während er einen Rundgang von etwa einer halben Stunde anführt, plaudert Basron über seine Arbeit, über die Nachbarn oder andere Alltäglichkeiten, und er gibt Lasqualls wenig Gelegenheit, ihm noch einmal die Fragen zu stellen, die ihm unter den Nägeln brennen. Als die beiden sich wieder dem Haus nähern, meint Basron. „Ich werde mich erst einmal um das Frühstück kümmern. Leiste mir in der Küche Gesellschaft, wenn du willst, oder schau dir von der Gartenbank aus den Sonnenaufgang an. Meine Frau wird bald wach sein, dann könnt ihr euch unterhalten.

Als Basron die Tür öffnet, kann Lasquall sehen, dass Netana bereits aufgestanden ist und in der Küche steht.
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #361 am: 12. August 2008, 22:02:17 »
Nach dem halbstündigen Spaziergang ist Lasquall erschöpft und er möchte die Standpauke, die er von Netana zu erwarten hat gerne noch ein wenig herauszögern. "Ich setze ich hier noch einen Augenblick hin und genieße den Ausblick und komme gleich hinein, danke." Er streckt die Füße aus, betrachtet sein mitgenommenes Schuhwerk und überlegt, ob es zu anmaßend wäre Basron um ein paar neue zu bitten.
Schließlich seufzt er, steht auf und begibt sich in die Küche . . .

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #362 am: 13. August 2008, 09:40:00 »
Kaum hat Lasquall die Schwelle überquert, stürzt Netana auf ihn zu und drückt ihn mit erstaunlicher Kraft für eine so schmächtige Person an sich. Da sie ihren Kopf gegen seine Schulter drückt, kann er ihre Worte zunächst nicht verstehen. Dann schiebt sie ihn auf Armeslänge weg, als müsse sie sich vergewissern, dass er auch tatsächlich noch unter den Lebenden weilt. Lasquall kann sehen, dass ihre Augen feucht sind und sie die Tränen nur mühsam zurückhalten kann. „Du bist noch der Nagel zu meinem Sarg“, schimpft sie und verpasst ihm eine Kopfnuss, „was fällt dir ein, mir einen solchen Schrecken einzujagen?“ Aber schon zieht sie ihn wieder an sich und murmelt Danksagungen an sämtliche Götter, die ihr einfallen, bevor sie dann wieder anfängt, Lasquall einen Dummkopf zu schimpfen, der die Finger nicht von Dingen lassen kann, von denen er nichts versteht.

Das geht eine Weile so weiter, und erst als Netana erschöpft von ihm ablässt und auf einen Stuhl sinkt, hat er überhaupt die Chance, auch etwas zu sagen.

Er hat gar nicht bemerkt, dass während dessen auch eine hochgewachsene Frau in einem schlichten dunkelblauen Kleid die Küchte betreten hat. Sie lehnt im Türrahmen und schaut dem Spektakel sichtlich amüsiert zu. Basron scheint es dagegen peinlich zu sein. Er hat sich abgewandt, um in Schränken zu kramen und das Frühstück zuzubereiten.
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #363 am: 13. August 2008, 17:09:04 »
Erst jetzt durch Netanas Gefühlsausbruch wird ihm klar, dass er doch ernsthaft in Gefahr war und als diese Erkenntnis zu ihm durchdringt erwidert er Netanas Umarmung heftig, schließlich murmelt er, sehr verlegen: "Es tut mir leid, dass ich dir solche Sorgen bereitet habe. Ich verspreche, ab jetzt höre ich besser auf meine Lehrmeisterin." er stellt sich möglichst aufrecht vor sie hin und sagt: "Schau, alles dran, alles gesund und was nicht im Kopf ist, war vorher auch nicht da."
Dann blickt er neugierig zu der Frau, die die Küche betreten hat. "Du musst Basrons Frau sein, die mein Leben rettete. Ich stehe tief in deiner Schuld." Er geht zu ihr hinüber, reicht ihr die Hand, doch dann zieht er sie impulsiv in eine Umarmung und sagt noch einmal: "Danke."

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #364 am: 14. August 2008, 07:32:31 »
Zitat
Erst jetzt durch Netanas Gefühlsausbruch wird ihm klar, dass er doch ernsthaft in Gefahr war und als diese Erkenntnis zu ihm durchdringt erwidert er Netanas Umarmung heftig, schließlich murmelt er, sehr verlegen: "Es tut mir leid, dass ich dir solche Sorgen bereitet habe. Ich verspreche, ab jetzt höre ich besser auf meine Lehrmeisterin." er stellt sich möglichst aufrecht vor sie hin und sagt: "Schau, alles dran, alles gesund und was nicht im Kopf ist, war vorher auch nicht da."

Lasquall erwartet noch eine bissige Bemerkung zu dieser Aussage, aber Netana verdreht nur die Augen und lässt es gut sein.

Zitat
Erst jetzt durch Netanas Gefühlsausbruch wird ihm klar, dass er doch ernsthaft in Gefahr war und als diese Erkenntnis zu ihm durchdringt erwidert er Netanas Umarmung heftig, schließlich murmelt er, sehr verlegen: "Es tut mir leid, dass ich dir solche Sorgen bereitet habe. Ich verspreche, ab jetzt höre ich besser auf meine Lehrmeisterin." er stellt sich möglichst aufrecht vor sie hin und sagt: "Schau, alles dran, alles gesund und was nicht im Kopf ist, war vorher auch nicht da."
Dann blickt er neugierig zu der Frau, die die Küche betreten hat. "Du musst Basrons Frau sein, die mein Leben rettete. Ich stehe tief in deiner Schuld." Er geht zu ihr hinüber, reicht ihr die Hand, doch dann zieht er sie impulsiv in eine Umarmung und sagt noch einmal: "Danke."

Der Halbelf überrascht seine „Retterin“ mit dieser Geste, aber sie erwidert die Umarmung. „Es freut mich, dass es dir schon wieder so gut geht“, meint sie dann, „ich heiße Jenowi. Dein Leben habe ich aber nicht gerettet. Nur das Chaos beseitigt, dass deinem Verstand blockiert hat. Es muss ein mächtiger Zauber gewesen sein, der in einem Augenblick solche Mengen an Gedanken in dein Bewusstsein transferiert hat.“

Basron legt einen Arm. „Perle…Wollen wir denn unsere Gäste nicht erst einmal in Ruhe frühstücken lassen, bevor du sie in Beschlag nimmst, um deine Neugier zu befriedigen?“ Er küsst sie, wahrscheinlich nur, damit sie nicht widersprechen kann. Zu Netana und Lasquall gewandt macht er eine einladende Handbewegung zum gedeckten Frühstückstisch hin.

Lasquall ist froh, dass er Netana ordentlich zulangen sieht. Sie scheint etwas aufholen zu müssen, und obwohl sie immer noch ein wenig mitgenommen aussieht, scheint ihre Laune sich nun erheblich zu bessern.
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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #365 am: 14. August 2008, 15:01:19 »
Er selbst nimmt auch ein paar Bissen, aber obwohl es sehr schmackhaft ist rebelliert sein Magen noch etwas und so beläßt er es beim Knabbern an ein wenig Brot und Käse.
Lasquall weis gar nicht, wem zuerst er alle seine Fragen stellen soll, doch da Netana noch isst wendet er sich zunächst an Jenowi: "Was meinst du, wenn du sagst, du hast das Chaos beseitigt? Hast du Erfahrung in solchen Dingen?"

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #366 am: 20. August 2008, 12:10:58 »
„Ich bin Psionikerin, das heißt ich besitze Kenntnisse darüber, wie der Verstand eines Menschen funktioniert. So wie ich es sehe, wurde dein Bewusstsein mit einer riesigen Zahl an Erinnerungen und Sinneseindrücken überflutet. Damit war es überfordert, und die fremden Gedanken haben dadurch auch die ganz normalen Funktionen deines Geistes blockiert. Deshalb sagte ich eben, dass ich sozusagen aufräumen musste, um dein Bewusstsein wieder in Ordnung zu bringen.“

Sie hält einen Augenblick inne und versucht aus Lasqualls Miene zu lesen, ob ihre Ausführungen verständlich waren. Scheinbar reicht ihr, was sie sieht, denn sie fährt fort: „Wie es allerdings dazu gekommen ist, und welche Kräfte in diesem Stein wirken, das kann ich dir allerdings auch nicht sagen. Jedenfalls nicht aus dem Stegreif.“ Sie wiegt den Kopf hin und her und sagt nachdenklich. „Die Frage ist, ob es überhaupt PSI ist, das in dem Stein wirkt, oder ob es nicht eher eine Form von Magie sein könnte. Wenn es für dich wichtig ist das herauszufinden, dann solltest du mit dem Stab sprechen. Für welche Aufgaben Zauberkundige oder Psioniker eingesetzt werden, obliegt seiner Entscheidung.“


[Lasquall weiß grob, dass in Sankt Merritus das militärische Hauptquartier Karrakals sitzt, und er hat eine dunkle Ahnung, dass Jenowi mit „Stab“ die obersten Befehlshaber meint.]
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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #367 am: 21. August 2008, 13:16:38 »
Einen Augenblick überlegt der Druide, was die Psionikerin wohl alles in seinem Geist gelesen hat, entscheidet dann jedoch, dass nichts dabei ist, dessen er sich schämt. Statt dessen fragt er neugierig: "Hast du eine Ahnung, wie ich an das Wissen, was in meinem Kopf gespeichert ist herankomme, ohne wieder die Kontrolle über mein Selbst zu verlieren? Netana hat dir bestimmt erzählt, wie wichtig es sein könnte." Er zögert, fügt dann hinzu: "Mit dem Stab würde ich vorerst nicht so gerne über all dies sprechen, nachher wissen doch zu viele Leute, was in meinen Kopf vorgeht." Er lächelt schief und wirft einen Seitenblick zu Netana.

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #368 am: 22. August 2008, 11:08:14 »
„Hmmm, vielleicht schon“, sagt Jenowi bedächtig und denkt einen Moment nach. „Viele der Erinnerungen musste ich aus deinem Geist freilassen; sie sind damit verloren gegangen. Einige davon haben sich aber eventuell in deinem Unterbewusstsein festgesetzt und könnten noch erhalten sein. Es ist nicht ganz einfach, einen Zugang dazu aufzubauen, und ebenfalls nicht leicht, deine eigenen Erinnerungen von den fremden zu unterscheiden. Auch kann ich dir nicht versprechen, dass du sinnvolle Informationen aus diesen Erinnerungen ziehen kannst, denn das Unterbewusstsein ist ein kleiner Geheimniskrämer, der seine Botschaften gern verschlüsselt und den Verstand auf seltsamen Wegen zu beeinflussen versucht.“ Sie zögert noch, aber Lasquall kann ihr an der Nasenspitze ansehen, dass sie von der Aufgabe fasziniert ist. Letztendlich sagt sie. „Also wenn du willst, können wir es einen Versuch wagen.“

Netana hält sich zurück. Ihre Meinung zu dem Thema ist aus ihrer Miene nicht abzulesen. Obwohl sie sich scheinbar ganz ihrem Frühstück widmet, verfolgt sie trotzdem aufmerksam die Unterhaltung.
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #369 am: 22. August 2008, 18:27:24 »
Auch Lasqualls Augen leuchten, als Jenowi diese Möglichkeit aufzeigt, er blickt jedoch wieder zu Netana und sagt zögernd: "Ich würde es gerne probieren, aber nur, wenn du dir sicher bist, dass meine Erinnerungen nicht wieder mit denen der Fremden durcheinander geraten." Dann lacht er. "Geheimnisse habe ich ja wohl keine mehr vor dir!"

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #370 am: 24. August 2008, 21:50:33 »
„Ich habe kein Interesse daran, deine privaten Gedanken zu durchstöbern“, antwortet Jenowi gekränkt, „außer dort, wo es für meine Arbeit unbedingt notwendig ist.“ Sie presst die Lippen aufeinander und schweigt, doch bevor der Halbelf überhaupt Gelegenheit hat, etwas zu erwidern, nimmt Basron ihn in Schutz und redet beschwichtigend auf seine Frau ein. „Ich bin sicher, unser Gast wollte das auch nicht andeuten. Du musst doch nicht gleich immer das Schlimmste von den Menschen denken.“

Erleichtert stellt Lasquall fest, dass Jenowi sich genauso schnell wie sie eingeschnappt war auch wieder beruhigt. Wieder will er etwas einwerfen, aber er kommt nicht zu Wort, denn plötzlich ist zwischen Jenowi, Basron und Netana eine Diskussion darüber entstanden, ob die Psionikerin gleich mit ihrer Untersuchung beginnen soll, oder ob es ratsam ist, Lasquall noch ein wenig ausruhen zu lassen. Während die drei beratschlagen, ignorieren sie den Halbelfen vollkommen. Erst nach einer Weile wird ihnen das bewusst, und fast gleichzeitig verstummen alle drei und sehen Lasquall mehr oder minder verlegen an.
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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #371 am: 25. August 2008, 15:36:47 »
Lasquall ist völlig überrumpelt von Jenowis Stimmungsumschwung, für ihn war es eindeutig, dass sie seine Erinnungen kennt - wie sonst hätte sie die seinen von den fremden unterscheiden können? Er beschließt, sie später darauf anzusprechen, wenn sie sich etwas beruhigt hat.

Als nun die drei so über seinen Kopf hinweg über SEINEN Kopf entscheiden ist er einen Moment verduzt, doch dann genießt er es, denn er weiss, welche Entscheidung er treffen wird - egal, was die anderen sagen, Deshalb grinst er frech, als nun alle drei etwas betreten zu ihm blicken. "Na, seid ihr zu einem Ergebnis gelangt? In welchen Schraubstock soll ich meinen Kopf einspannen?" Dann lacht er, macht eine wegwerfende Handbewegung und meint: "Ich muss euch wohl mehr Kompetenz zugestehen als ich sie bis jetzt gezeigt habe, aber vielleicht hilft es euch, wenn ich sage, dass ich eure Argumente unterstütze. Jenowi, was meinst du, eilt es, besteht die Gefahr, dass ich immer mehr dieser Erinnerungen verliere?"

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #372 am: 25. August 2008, 20:22:54 »
Sie schüttelt den Kopf. "Es ist nicht zu befürchten, dass diese Erinnerungen einfach so verschwinden werden. Aus diesem Grund müssen wir uns also nicht beeilen. Dich du selbst hattest mir den Eindruck vermittelt, dass es dir sehr wichtig wäre. Wie schnell du dich also wieder in meinen "Schraubstock" spannen lassen willst, solltest du danach entscheiden, ob du dich dem gewachsen fühlst." Ihr Gesichtsausdruck wird verschlossen und sie sieht Lasquall fast herausfordernd an. "Du warst nicht bei Bewusstsein, als ich dich behandelt habe, deshalb sollte ich dir sagen, dass es nicht gerade eine angenehme Empfindung ist, wenn ein Fremder in deinem Verstand herumpfuscht."
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #373 am: 27. August 2008, 20:41:22 »
Lasquall will schon empört widersprechen als er sich erinnert, dass er tatsächlich noch vor 10 Minuten froh war, sich vor dem Haus auf eine Bank setzen zu können und schluckt seine Erwiderung schnell hinunter. Doch er spürt, dass die Neugier ihn fast zerreisst und er kaum bis morgen warten kann um vielleicht zu erfahren, was sich an Informationen in seinem Kopf befindet.
"Du hast recht, ich werde mich noch ein wenig ausruhen, aber heute abend werdet ihr alle mich wohl nicht mehr aufhalten können." Er wendet sich an die Psionikerin. "Hast du heute abend Zeit um deine Fähigkeiten noch einmal an mir zu prüfen?"

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Re: Ansur - Wieder auf Reisen - Lasqualls Erlebnisse
« Antwort #374 am: 29. August 2008, 11:59:59 »
Jenowi stimmt dem Vorschlag zu, sie selbst scheint trotz ihrer Warnung ebenfalls ungeduldig zu sein, sich an die Arbeit zu machen, auch wenn sie es sich nicht ganz so deutlich anmerken lässt wie der Halbelf. Nachdem Lasquall versprochen hat, dass er sich dafür wenigstens tagsüber noch ein wenig erholt, gibt auch Netana Ruhe, und die Diskussion kommt schnell zum Ende.

***

Nach dem Abendessen scheucht Jenowi ihren Mann und Netana aus der Wohnküche, mit dem Hinweis dass sie bei der Arbeit keine Zuschauer gebrauchen kann. Die beiden entschließen sich dazu, lieber ein Stündchen spazieren zu gehen als in einer der Schlafkammern zu hocken und zu warten.

Sobald sie aus dem Haus sind, beginnt Jenowi ein wenig herumzukramen: Obwohl es draußen noch hell ist, zieht sie die Vorhänge zu und entzündet mehrere Kerzenleuchter. Dann wischt sie den Tisch ab, breitet ein bunt besticktes Zierdeckchen darauf aus, stellt noch eine Schale mit duftenden Kräutern darauf, genauso wie die Schnitzerei einer schlafenden Katze. Letztere sieht dem Original ziemlich ähnlich, einem grau, weiß und schwarz getigertem Kater, der sich in der Fensterbank zusammengerollt hat und aus halb geöffneten Augen träge das Geschehen beobachtet.

Lasquall ist nicht sicher, ob diese Tätigkeiten die einer Hausfrau sind, oder ob sich Psioniker immer auf diese Weise vorbereiten; er hat aber die Vermutung, dass Jenowi eher ihm zuliebe eine heimelige Atmosphäre schaffen will. Allerdings trägt es eher dazu bei, seine Ungeduld noch mehr auf die Probe zu stellen, und er wünscht sich, sie würde es einfach gut sein lassen und beginnen. Trotzdem traut er sich nicht, der Psionikerin das zu sagen, sondern wartet nervös ab, bis sie endlich fertig ist und sich zu ihm an den Tisch setzt.

Zufrieden schaut sie sich um „Gut“, sagt sie, und dann konzentriert sie sich auf Lasquall. „Es ist wichtig, dass du dir eins klarmachst: Es wird nichts geschehen, das du nicht selbst willst. Zwar ist es möglich auch gegen den Willen eines Menschen gewaltsam in seinen Geist einzudringen. Ich werde mich aber zurückziehen, sobald ich in irgendeiner Form einen Widerstand von dir spüre.“ Sie lässt die Worte einen Moment wirken, ehe sie weiterspricht. „Damit ich die Erinnerungen in deinem Unterbewusstsein suchen kann, ist es also notwendig, dass du deinen Geist für mich öffnest und dich nicht gegen mein Eindringen sperrst, auch wenn es vielleicht ein wenig unangenehm ist.“ Sie lächelt ihn aufmunternd an. „Gibt es noch etwas, das du wissen möchtest? Oder können wir anfangen?"
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