Skeyfare

01. Februar 2022, 17:18:46
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Skeyfare » Online Abenteuer » Abenteuer (Moderator: kolvar) » Die Rache des Satyrn

Autor Thema: Die Rache des Satyrn  (Gelesen 65222 mal)

Offline Makkharezz

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #90 am: 01. November 2011, 16:16:14 »
Die Dorfbewohner wirken noch wie Schlafwandler, sie haben Mühe, die Wirkung des Zaubers abzuschütteln. Sayuri schaut zwischen ihnen und Manasse hin und her, unsicher, was sie tun soll. Vielleicht könnte sie Manasse helfen, indem sie noch einmal die Flöte benutzt, doch nach dem, was sie gerade erlebt hat, läuft ihr bei dem Gedanken ein kalter Schauer über den Rücken.

Dann drängt sich ihr die Frage auf, ob die Leute sich daran erinnern können, was gerade geschehen ist und wie sie wohl darauf reagieren, von Sayuri bezaubert worden zu sein. Schnell entschließt sie sich, lieber Manasses Nähe zu suchen, der sie notfalls vor dem Zorn der Dörfler beschützen kann.

Der Ritter hat schon einen kleinen Vorsprung, den er durch seine langen Beine vergrößert, aber dennoch rennt Sayuri so schnell sie kann hinter den dreien her. 
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #91 am: 02. November 2011, 12:44:59 »
Manasse Empörung und Entschlossenheit ist so groß, dass er ohne Überlegen die Verfolgungsjagd beginnt und seine Freude darüber, dass er zu den beiden aufschließt läßt ihn übersehen, dass der Satyr sich immer wieder umblickt und - für Sayuri gut zu erkennen - langsamer wird.

Als Manasse nur noch zwei Meter fehlen um Fergons Hemd packen zu können stößt Capra einen hohen Pfeifton aus, woraufhin Fergon wie angewurzelt stehen bleibt, die Augen nun vor Entsetzen aufgerissen und dann zurücktaumelt.
Der Satyr lacht noch einmal, dann blickt er mit seinen tierhaften Pupillen Manasse an und krächzt: "Viel Ssspasss noch mit ihm, euch hole ich mir ein anderesss Mal!" Dann macht er ein paar Bocksprünge und verschwindet im dichter werdenden Gebüsch am Rand der Ansiedlung.

Manasse greift den wankenden Fergon am Arm und schüttelt ihn, doch der Mann läßt sich wie eine Puppe schütteln und kann nur ein Wimmern ausstoßen, seine Augen sehen ein Grauen, dass Manasse nicht erkennen kann.
Dieser hält ihn weiterhin fest und wartet auf Sayuri und blickt sie verständnislos an. "Was hat er nun getan mit dem Mann?"
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Offline Makkharezz

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #92 am: 02. November 2011, 16:46:56 »


„Ich weiß es nicht“, antwortet Sayuri leise, die ebenfalls von der radikalen Veränderung Fergons geschockt ist. „Vielleicht kann ich etwas herausfinden, aber zuerst sollten wir ihn hier wegbringen, denkt Ihr nicht? Es ist wohl besser, wenn die anderen nicht sehen, was mit ihm passiert ist. Sie werden heute nacht schon genug Alpträume haben.“

Und doch ist sie selbst es, die ängstlich die Sträucher am Waldrand beobachtet, um sicherzugehen, dass der Satyr nicht wieder erscheint, um seine Drohung wahrzumachen. Ihre Hand gleitet in die Tasche und schließt sich um die Flöte, nur sie um im nächsten Moment entsetzt wieder loszulassen, als sie sich an die Stimme in ihrem Kopf erinnert. Kalter Schweiß steht auf ihrer Stirn, und ihr Herz klopft wie wild.

Man kann erkennen, dass in die Menge der Dorfbewohner nun etwas Bewegung kommt. Die Menschen sehen sich verwirrt um, beginnen miteinander zu tuscheln.
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #93 am: 04. November 2011, 12:59:51 »
Manasse fesselt den widerstandslosen Fergon und sieht sich dann etwas hilflos um. "Du hast recht, wir müssen ihn an einem sicheren Ort unterbringen und dann versuchen den Dorfbewohnern zu erklären, was vorgefallen sein könnte."
Hektisch blickt er sich um bis ihm etwas einfällt. "Was hälst du von der Hütte, in der die Dörfler ihre Holzvorräte lagern? Von dort haben wir einen guten Blick in den Wald und auf das Dorf und es dürfte jedem Wesen schwer fallen, sich dort an uns heran zu schleichen. Und es fällt niemanden auf, wenn wir in der Frühe zu den Ruinen aufbrechen."
Er scheint so begeistert von siner Idee, dass er gar nicht Sayuris Reaktion abwartet, sondern gleich beginnt, Fergon in das dichtere Gebüsch zu ziehen und an einen der Bäume zu binden.
"So, der muss jetzt hier warten, es hilft nichts, zu allererst muss ich die Gemüter dort beruhigen, sondern haben wir bestimmt keine ruhige Nacht." Mit einer Kopfbewegung deutet er auf den Dorfplatz.

Er stapft los und winkt mit einer Hand auffordern die kleine Menge zusammen. "Hört mir bitte zu! Ich weiss, ihr fragt euch alle, was hier geschehen ist und ich versichere euch, dass wir es herausfinden werden. Zunächst einmal muss ich sichergehen, dass es allen gut geht."
Er beginnt durch die Leute zu gehen und sie sich anzusehen und scheint die Reaktion der Menge nicht wahrzunehmen . . .
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Offline Makkharezz

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #94 am: 04. November 2011, 20:37:02 »
Sayuri ist wohlweislich bei Fergon stehengeblieben und schiebt sich hinter den Stamm, außer Sicht, in der Hoffnung, dass die Dorfbewohner dann nicht so schnell auf die Idee kommen, sie mit den seltsamen Geschehnissen in Verbindung zu bringen. Was sie dann hört, lässt sie aber schnell wieder aus der Deckung treten:

Zuerst dringen nur unterdrückte Laute an ihr Ohr: Aufgeregtes Gemurmel, vorwurfsvolle Kommentare, das gehässiges Zischen einer heiseren Stimme. Von einem Moment auf den anderen bricht dann ein Tohuwabohu aus, das nur böse enden kann.

Schnell rennt Sayuri wieder Richtung Dorfplatz, und als sie sieht, dass mehrere Hände an Manasses Kleidung zerren und sich die anklagenden Stimmen überschlagen, begreift sie, dass die Situation sich nicht mit vernünftigen Worten beilegen lässt. Sie muss ein Ablenkungsmanöver inszenieren, um dem Ritter die paar Sekunden zu verschaffen, in denen er handeln kann.

Zwanzig Meter von der Menge entfernt bleibt sie stehen, reckt die Arme in die Luft und schaut in den Himmel. Untermalt von weit ausladenden dramatischen Gesten ruft sie irgendwelche Unsinnsworte: "Shianara, coron tuanitos reeeeee...CHAFFAS!"
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #95 am: 05. November 2011, 09:43:27 »
Ob es an der eben erst aufgelösten Bezauberung durch die Flöte liegt oder an der allgemeinen Angst und Hysterie des Tages, auf jeden Fall erstarrt die ganze Dorfgemeinschaft, sie hören für einen Moment auf, ihre Wut und Hilflosigkeit an dem Ritter auszulassen und starren in die Luft.
Manasse bleibt zunächst zwischen den Leuten stehen, doch dann kommt ihm die Erkenntnis, dass er hier mit beruhigenden Worten und Freundlichkeit nicht weiter kommen wird und bahnt sich einen Weg durch die Menge, packt sich ein Fass Mehl, wuchtet es an den Rand der Gruppe und stellt sich auf das Fass.

Er wartet noch einen Moment, dann ruft er mit lauter Stimme: "Der Schutzzauber Sayuris wird nicht lange anhalten, geht in eure Häuser, schließt die Türen und bleibt dort bis es wieder hell wird. Ich werde mich auf die Jagd nach dem Satyr begeben und dafür sorgen, dass er dieses Dorf nicht erneut angreift."
Er hofft, dass man seiner Stimme nicht anmerkt, wie unsicher er sich seiner Worte ist und die Wut der Dörfler, die sie fast an ihm ausgelassen hätten, lässt sein Herz noch rasen.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #96 am: 05. November 2011, 14:18:48 »
Ebenso gespannt wie Manasse beobachtet auch Sayuri, wie die Leute auf seine Worte reagieren. Als sich schließlich die Menge in Bewegung setzt, immer wieder ängstliche Blicke zum Waldrand wirft und nervös tuschelt, scheint die Situation für den Moment gerettet. Trotzdem gibt Sayuri sich Mühe, in der Rolle zu bleiben. Mit gerunzelter Stirn schaut sich in die Ferne, als müsste sie sich mit aller Kraft auf ihren Zauber konzentrieren. Dabei murmelt sie ganz leise Worte vor sich hin. Ein Abzählreim für Kinder, in der Sprache ihrer Vorfahren, aber das wissen die Dorfbewohner schließlich nicht.

Erst als die Versammlung sich aufgelöst hat, wagt sie es, aufzuatmen und einen vielsagenden Blick mit dem Ritter auszutauschen. Den Mord aufzuklären schien Sayuri schon keine leichte Aufgabe zu sein, aber nun hatten sie es auch noch mit einem bösartigen Waldgeist und einem bezauberten Komplizen zu tun. Auch wenn der Ritter sie bisher mit seinem beherzten Handeln und seiner Geistesgegenwart positiv überrascht hat, ist sie nicht sicher, ob sie dem jungen Mann zutraut, das Problem in den Griff zu bekommen.

„Was nun?“ fragt sie leise, und Manasse kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sayuri nicht nur um seinen Rat bittet, sondern ihn damit prüfen will.
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #97 am: 05. November 2011, 19:44:04 »
Manasse zieht die Augenbrauen hoch und erwidert betont erstaunt: "Ich werde den Satyr zur Strecke bringen, beweisen, dass Fergon mit ihm unter einer Decke steckte und Frieden zurück in das Dorf bringen. Wieso?"

Dann sinken seine Schultern hinab und er sieht ein wenig aus wie ein nasses Putero*. "Wenn ich nur wüsste, wie ich das anstellen soll." Lange hält seine Resignation nicht an, er strahlt Sayuri an. "Deine Idee hat mir den Kopf gerettet, danke. Ich fürchte, ich habe die Situation falsch eingeschätzt."
Er haut mit der Faust in die Handfläche. "Aber das passiert mir nicht noch einmal! Wichtig ist jetzt, dass wir Fergon zum Reden bringen. Hast du irgendeinen Vorschlag, wie wir diese seltsame Bezauberung aufheben können?"

*ein tribbleähnlicher, spanielgroßer Felshüpfer
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #98 am: 12. November 2011, 09:28:58 »
„Ich habe nicht die geringste Ahnung“, antwortet Sayuri. Jedenfalls ist das die Antwort, die ihr auf der Zunge liegt. Sie ist selbst erstaunt, als stattdessen ganz andere Worte aus ihrem Mund kommen: „Ich beherrsche einen Zauber, der die Wirkung wahrscheinlich aufheben kann. Aber dazu brauche ich ein paar Zutaten, einige Kräuter,  und Vogelfedern, die ich im Wald sammeln muss, aber auch Kerzen, ein Hühnerei, eine Schüssel…. Und wir müssen dazu mit Fergon in die Kapelle zurückkehren. Kannst du diese Sachen holen und dafür sorgen, dass wir drei hier unbemerkt verschwinden können?“

Sie ist entsetzt, als sie merkt, wie sehr ihr Handeln gesteuert wird, als hätte sie gar keinen eigenen Willen mehr. Sie will Manasse erzählen, was mit ihr passiert, aber kein Laut kommt mehr über ihre Lippen.
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #99 am: 23. November 2011, 10:43:40 »
Manasse sieht Sayuri beglückt an. "Das ist die erste gute Nachricht heute! Wenn du auf Fergon aufpasst versuche ich rasch Kerzen, ein Ei und eine Schüssel zu holen ehe die Dorfbewohner darin eine neue Hexerei ahnen, danach können wir zusammen zur Kapelle gehen."

Er wartet Sayuris Antwort gar nicht ab, sondern eilt sofort zu dem Hof der Erborgs, klopft kurz und öffnet die Seitentür zur Küche ohne eine Antwort abzuwarten und greift rasch nach einer Schüssel, 2 Eiern und nach vier Kerzenstummeln und ist wieder verschwunden ehe die Magd die Küche betritt.

Auf dem Rückweg ist er zunächst gehobener Stimmung bis ihm einfällt wie Sayuri während des ganzen Tages immer wieder betont hat, dass sie über keinerlei Magie verfügen würde um helfen zu können, diese Tat aufzuklären. Seine Stirn legt sich in Falten und einen Moment hat er den Verdacht, die junge Frau habe ihn hinters Licht geführt was ihre Fähigkeiten angeht. Dann schüttelt er den Kopf, er kennt seine Schwächen, aber auch seine Stärken und den Charakter von Menschen einzuschätzen zu können gehört eindeutig zu seinen besten Fähigkeiten. Ob Fergon oder der Satyr sie in ihren Bann geschlagen haben? Und überhaupt, woher kam diese seltsame Flöte und wieso hat Sayuri sie gespielt?

Deshalb hält er die erbeuteten Gegenstände Sayuri hin und sagt mit betont leichter Stimme: "Es ist wirklich ein großartiger Zufall, dass du ausgerechnet diesen Zauber beherrschst." Und er beobachtet Sayuri bei ihrer Antwort genau und zwingt sich, nicht sofort seine anderen Fragen anzuhängen.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #100 am: 23. November 2011, 15:55:05 »
„Ja, den Göttern sei Dank“, antwortet Sayuri. „Beeilen wir uns. Je länger Fergon unter dem Zauber steht, desto schwieriger ist es, den Bann zu brechen.“

Manasse fällt nicht nur auf, dass sie seiner Frage ausweicht. Nun, als er genau darauf achtet, hat er auch den Eindruck, dass in Sayuris Mimik und in ihrer Sprache die Lebhaftigkeit fehlt, die der Ritter von ihr kennt. Ihre Antwort klingt allzu sachlich, irgendwie seelenlos. Dazu kommt, dass sie ihm nicht direkt in die Augen schaut.

Nach diesem kurzen Wortwechsel versucht Sayuri auch nicht, ein Gespräch anzufangen, sondern geht mit schnellen Schritten in Richtung des Waldes, schweigend und ohne Manasse Beachtung zu schenken.
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #101 am: 24. November 2011, 09:50:56 »
Manasse stutzt erneut und sein Verdacht erhärtet sich, dass hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Er beeilt sich, Fergon vom Baum loszubinden und zerrt den Gefangenen hinter sich her.
Manasse versucht, sich an die Worte seines Vaters zu erinnern, der nach manchen Zusammenstößen mit seiner Mutter nur mit den Schultern zuckte und etwas murmelte . . wenn er nur noch wüsste, was! Irgendetwas mit Mond, kleiner Ziege, Gegenteil und zwecklos . .  aber er hatte nie genau zugehört, denn er hatte ja keine Schwester, nur einen fast 10 Jahre älteren Bruder und den brauchte man auch nie etwas zu fragen, wenn man eine verständliche Antwort erwartete.

Eine Weile stapft er noch hinter Sayuri her, dann fasst er sich ein Herz, schließt zu ihr auf und fragt aufs Geratewohl: "Liegt es am Mond, dass du plötzlich so anders bist?"
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #102 am: 24. November 2011, 16:39:32 »
Sayuri ist in ihre eigenen Gedanken vertieft. Als sie angesprochen wird, antwortet sie fast automatisch mit einem „Hmm?“. Dann wird ihr erst bewusst, was Manasse gefragt hat, und sie runzelt verwirrt die Stirn. „Ich weiß wirklich nicht, wovon Ihr redet.“ Man kann sehen, wie angestrengt sie nachdenkt, Manasse kann nur nicht genau sagen, ob sie nicht versteht, worauf er hinaus will, oder ob sie nur überlegt, wie sie seiner Frage ausweichen soll. Schließlich meint sie. „Es ist sehr freundlich, dass Ihr Euch um mich sorgt. Aber wollen wir nicht zunächst einmal Fergon von seinem Zauber erlösen? Hinterher haben wir noch genug Zeit, uns in Ruhe zu unterhalten.“
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Offline Manasse

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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #103 am: 25. November 2011, 12:45:35 »
"Äh, ja sicher." Und er fügt nuschelnd hinzu. "War wohl dumm von mir . ." und schielt zu Sayuri hinüber.
Das sie auf seine letzten Worte auch nicht reagiert, sondern so höflich bleibt läßt ihn absolut ratlos zurück. Was ist hier nur los?
Er schupst Fergon vor sich her und versucht Anhaltspunkte zu finden, seit wann Sayuris Verhalten ihm aufgefallen ist und kommt immer wieder auf den Satyrn und die Flöte zurück. Vielleicht hatte ihr Verhalten doch etwas mit den Geschnissen zu tun.
Manasse kratzt sich am Kopf, schickt ein kurzes Stoßgebet zu Cuvxana und wagt einen erneuten Vorstoß: "Sayuri, kannst du mir diese Flöte, mit der du meinen Hals gerettet hast einmal zeigen?"
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Re: Die Rache des Satyrn
« Antwort #104 am: 25. November 2011, 18:10:58 »
Ohne stehenzubleiben oder Manasse anzusehen, antwortet Sayuri. „Die Flöte ist nicht hier. Ich habe sie im Dorf bei meinen Sachen gelassen. Ihr könnt sie Euch ansehen, wenn wir zurück sind.“ Dann merklich ungeduldig, fast gereizt: „Jetzt muss ich erstmal den Zauber brechen, also tut mir den Gefallen und gebt mir ein bisschen Ruhe, um mich zu konzentrieren.“ Mit schnellen Schritten geht sie voran, und all ihre Bewegungen lassen eine große Anspannung erkennen.
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