Skeyfare

13. Oktober 2021, 12:04:32
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Skeyfare » Andere Welten » Unmoderierte Welten » Ansur - Lasquall - Dämonenbrut

Autor Thema: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut  (Gelesen 104732 mal)

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #405 am: 16. März 2011, 16:35:12 »
“Familie?” fragt Ussef, als wäre ihm das Wort vollkommen unbekannt. „Du darfst nicht den Fehler machen, Dämonen mit Menschen zu vergleichen. Betrachte einen Dämon nicht als Kreatur aus Fleisch und Blut. Er ist ein übernatürliches Wesen, geschaffen aus der astralen Energie unserer ursprünglichen Heimat. Diesen Körper, den du jetzt vor dir siehst, habe ich erst beim Übergang in eure Welt angenommen.“

Er ahnt, dass damit die Frage des Druiden noch nicht beantwortet ist und führt weiter aus. „Kaum eines der dämonischen Wesen in Karrakal ist geboren worden. Jedenfalls nicht in dem Sinn, wie du das Wort verstehst. Es gibt einige unter uns, die sich fortpflanzen wie Menschen, die mit einem Partner Kinder bekommen. Aber das ist selten. Wir haben nicht besonders viel Geduld für so etwas. Und letzten Endes läuft es immer darauf hinaus, dass ich einen Rivalen in die Welt setze, der mir früher oder später meinen Platz streitig machen wird.“

In diesem Augenblick wird Lasquall erst richtig klar, wie sehr er sich bisher der Illusion hingegeben hat, die Dämonen seien nur Angehörige einer anderen Rasse, wie Elfen oder Zwerge. In Ussefs Blick erkennt er plötzlich eine solche Fremdartigkeit, dass es ihm einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Sogar die Stimme des Dämons klingt in seinen ohren auf einmal anders, zwar immer noch tief und melodisch, aber dennoch bedrohlich.

Der spricht aber ungerührt weiter. „Auch hier scheinen wir den Tieren ähnlicher zu sein als die Menschen. Es ist wie in einem Wolfsrudel: Sobald die Nachkommen alt genug sind, fordern sie den Vater heraus und fechten seine Stellung im Rudel an. Es wird unweigerlich zum Kampf um die Vorherrschaft kommen, es sei denn, die Jungen verlassen die Familie und suchen sich ihr eigenes Revier.“

Erst jetzt scheint er zu merken, dass Lasquall abgelenkt ist und wirft ihm einen forschenden Blick zu.
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #406 am: 18. März 2011, 12:06:14 »
Noch immer in den Bann geschlagen fragt Lasquall: "Wie ist es denn dann für dich in diesem Körper zu sein? Fühlst du dich immer noch als du? Und hast du jetzt körperliche Bedürfnisse? Und was ist mit Schmerz?" Unwillkürlich ist er einen Schritt auf den Dämon zugegangen um dessen Reaktionen besser zu erkennen, ungeachtet der Bedrohung, die er empfindet.

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #407 am: 18. März 2011, 18:41:39 »
Amüsiert lässt Ussef seinen Gesprächspartner seine Fragen abfeuern, ohne ihn zu unterbrechen, und er lässt sich auch einen Moment Zeit mit seiner Antwort. Wohl nicht, weil er darüber erst nachdenken muss, sondern weil ihm Lasqualls Ungeduld Spaß macht. Schließlich meint er. „Ihr seid wohl ein ganz schön neugieriges Völkchen, ihr Halbelfen. Und jetzt behaupte noch einmal, wir hätten nichts gemeinsam“ Er lacht in sich hinein und freut sich an seiner geistreichen Bemerkung.

Schließlich lässt er sich aber doch noch zu einer Antwort herab. „Wir sind in solchen Dingen praktisch veranlagt. Es ist eben so, dass man einen materiellen Körper annimmt, mit allen Vor- und Nachteilen. So viel anders ist das auch nicht. Natürlich hat man Bedürfnisse oder  spürt Schmerz, aber es ist keineswegs so, dass das ganz neue Empfindung wären. Glaubst du, Schmerz wäre mir fremd gewesen, bevor ich mich manifestierte? Oder Hunger, Lust, Genuss? Der Körper ist nur ein Werkzeug. Das was mich ausmacht, mein Wesen, meine Natur, das ändert sich nicht.“

Nun wird seine Stimme kühl. „Und bevor du weiterfragst: Über meine Heimat, oder über mein Leben bevor ich hierher kam, werde ich dir keine Auskunft geben.“ Mit einer Arroganz, die an ihm absolut natürlich wirkt, sagt er noch: „Es würde dir auch nichts nützen. Manch einer hat sein halbes Leben damit zugebracht, uns zu studieren und hat unser Wesen trotzdem nie begreifen können.“
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Offline Lasquall

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #408 am: 19. März 2011, 17:02:43 »
Als der Dämon von den Gefühlen spricht nickt der Druide automatisch, er muss an seine Erfahrungen beim Gestaltwandel denken, auch wenn er nur ansatzweise nachvollziehen kann was Ussef spürt.

Nach dessen Antwort braucht er einen Weile ehe er all die Informationen verdaut hat, dann reisst er sich zusammen und versucht mit derselben Kühle zu erwidern: "Keine Sorge, das überlasse ich anderen. Meine Aufgabe ist es derzeit nur, dich sicher über die Grenze zu bringen. Danach ist jemand anders für dich verantwortlich." Er sieht Ussef an ob dieser an der Wortwahl Anstoß nimmt, dann setzt er provozierend hinzu: "Dir ist ja klar, dass du unter Beobachtung stehen wirst."

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #409 am: 21. März 2011, 13:37:12 »
"Daran besteht kein Zweifel. Du hättest den Kerl sehen sollen, der neulich mit mir verhandelt hat. Der hatte vielleicht die Hosen voll! Und dabei haben wir uns auf seiner Seite der Grenze getroffen." Er mimt einen finsteren Blick und fletscht dabei die Zähne, dann lacht er laut auf. Er wird wieder ernst und blickt Lasquall durchdringend an. "Sie werden alles tun, um mich erst auszufragen und mich dann irgendwo wegzusperren. Aber die Sache ist so: Ein Geschäft ist ein Geschäft. Zug um Zug, geben und nehmen. So läuft das. Da habe ich deinen Befehlshabern deutlich gesagt, und ich werde schon dafür sorgen, dass sie ihre Seite des Handels auch erfüllen."

Er wirft dem Druiden einen Blick zu, der schwer zu deuten ist. "Schade, dass du mich so schnell loswerden willst. Du bist ein interessanter Typ; es steckt mehr in dir, als man auf den ersten Blick sehen kann." Dann lacht er wieder und haut Lasquall nochmal anerkennend auf den Rücken. "Und bei den Göttern, du hast Eier! Hah, da können sich Lazagar und seine Bande schonmal warm anziehen!"
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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #410 am: 22. März 2011, 12:33:53 »
Etwas erschüttert bleibt Lasquall stehen, unter dem Schlag des Dämons knickt er ein wenig ein, doch noch immer starrt er sein Gegenüber an: "Sie werden dich einsperren? Aber warum denn? Du hast dich für uns foltern lassen!"

Er schüttelt den Kopf, setzt sich wieder in Bewegung und spricht weiter ohne darauf zu achten, ob Ussef ihm antworten möchte. "Du machst es einem nicht gerade einfach und dein Sinn für Humor ist nicht gerade ein Schlager, aber wie kommst du darauf, dass ich dich loswerden will?"

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #411 am: 22. März 2011, 18:49:51 »
Nun scheint Ussef verwirrt. Er zuckt die Schultern. "Ich dachte. Du hast doch gesagt, an der Grenze gibst du mich ab. Klang nicht gerade, als wenn es dir die Trennung besonders schwer fällt."

Offen sieht er zu dem Halbelfen hinüber. "Und ganz ehrlich: Wäre ich der Befehlshaber in Karrakal, würd ich auch zusehen, dass jemand anders den Dämonen im Auge behält. Du bist einfach zu gutmütig." Dieses Mal scheint er nicht zu spotten. "Nichts für ungut."
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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #412 am: 24. März 2011, 11:23:40 »
Nun ist es an Lasquall, verwirrt zu sein. "Ääääh, du hast auch nicht gerade durchblicken lassen, dass du unsere Gesellschaft schätzt. Und wieso bin ich gutmütig, immerhin habe ich Lazagar gezeigt, wer Herr des Grabhügels ist." Die ersten Worte noch fest hervorgebracht muss der Druide bei den letzten Worten über sich selbst lächeln und schließlich prustet er los.
"Ach, was solls, ich bin bestimmt der Falsche, wenn es darum geht jemanden auf den Baum zu jagen."

Dann wird er wieder ernster. "Ich habe immer noch nicht verstanden, warum du dich in diese Quasi-Gefangenschaft jenseits der Grenze begibst. Deine Erklärung, du willst auf der Seite der Gewinner stehen will mir einfach nicht einleuchten."
Er versucht, grimmig zu gucken, dann schüttelt er den Kopf, grinst und fügt hinzu. "Versuch nicht, mir einen Bären aufzubinden, mit Bären kenne ich mich aus."

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #413 am: 25. März 2011, 18:57:04 »
„Ja natürlich! Du kannst es dir nicht vorstellen, dass ich etwas anders bin als ein hinterhältiger Lügner.“ Verächtlich spuckt er diese Worte aus. „Was glaubst du wohl, was ich vorhabe? Mich bei euch einzuschleichen, eure Geheimnisse auszuspionieren und damit zu meinen Leuten zurückzukehren? Wenn sich die Gelegenheit ergibt, vielleicht noch den einen oder anderen eurer Anführer zu meucheln?“ Er atmet schwer und schnaubt wie ein wütender Stier. Dann schweigt er einen Moment, während die Worte zwischen ihnen hängen wie Gewitterwolken. „Ich weiß es wohl: viele Menschen sind so engstirnig“, sagt er und wirft einen bedeutungsschwangeren Blick nach vorn, wo Marina in einigem Abstand vor ihnen läuft, „aber ich hätte nicht gedacht, dass du auch zu ihnen gehörst.“ Seine Aufgeschlossenheit ist komplett verwunden. Mit einem verkniffenen Gesichtsausdruck beschleunigt er seinen Schritt, um sich von Lasquall zu entfernen.
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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #414 am: 26. März 2011, 15:12:46 »
"Warte!" Unwillkürlich greift Lasquall nach dem Arm von Ussef, zieht die Hand jedoch schnell wieder zurück. "Warum tue ich das hier eigentlich?", fragt er sich, aber irgendetwas drängt ihn zu einer Antwort.
"Wir verstehen uns nicht gut, in diesem Fall hast du mich falsch verstanden. Ich gehe nicht davon aus, dass du dich als Spion einschmuggeln willst und ich habe auch nicht gesagt, dass du lügst. Ich denke nur, dass hinter deiner Entscheidung, die Fronten zu wechseln, mehr steckt als gewinnen zu wollen. Aber vielleicht verstehe ich dich da schon wieder falsch." Dabei kann er ein leichtes Grinsen nicht unterdrücken.
"Vielleicht weisst du es ja selbst nicht oder es ist dir peinlich." Kaum hat er die Worte etwas unbedarft ausgesprochen hält er auch schon die Luft an.

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #415 am: 28. März 2011, 15:07:37 »
Zumindest ist Ussef stehen geblieben und hat zugehört. Dann geht er kopfschüttelnd weiter, wenn auch nicht mehr ganz so schnell. "Ich versteh dich wirklich nicht. Aber wenn du glaubst, dass etwas dahinter steckt, das mir nicht einmal selbst bewusst ist, dann sag du mir doch, was deiner Meinung nach der wahre Grund ist. "
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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #416 am: 29. März 2011, 22:12:46 »
Die Erleichterung, dass Ussef ihn nicht mit einem gekonnten Faustschlag ins nächste Gebüsch katapultiert hat läßt ihn alle Vorsicht vergessen und etwas verträumt schlägt er vor: "Ich denke, dass tief in dir etwas ruht, dass dich zu dieser Hilfe für unsere Seite angetrieben hat. Wir nennen es Menschlichkeit und es besteht aus . . .", er überlegt einen Moment, "aus einem angeborenen Gefühl für Gerechtigkeit und dem Wunsch nach einem friedvollen Miteinander."

Erst nachdem er den Satz beendet hat merkt er, was er eben gesagt hat und wird rot, verlegen sieht er aus den Augenwinkeln den Dämon an.

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #417 am: 30. März 2011, 18:53:26 »
Es ist das erste Mal, dass Lasquall den Dämonen absolut spachlos erlebt, und dessen Miene ausdruckslos, wie leergewischt. Plötzlich läuft ein Zittern durch Ussefs Körper. Seine Schultern beben, die Klauen zucken und das Gesicht verzieht sich zu einer furchteinflößenden Grimasse, die fast nur aus spitzen Zähnen zu bestehen scheint. Ein seltsamer Laut bricht aus ihm hervor, und es dauert eine Weile, bis Lasquall es als leises Lachen erkennt, tief und in einer Klangfarbe, die dem Halbelfen eine Gänsehaut verursacht.  „Wer weiß vielleicht ist es genau das, wonach ich mich sehne: Friede und Gerechtigkeit.“

Noch einmal lacht er leise vor sich hin und kostet diesen Moment sichtlich aus. Dann bleibt er stehen, reißt die Arme in einer dramatischen Geste hoch und verkündet: „Lasquall, ich entschuldige mich in aller Form dafür, dich engstirnig genannt zu haben. Du bist ein feiner Kerl, der sogar einer fiesen Dämonenfratze eine Chance gibt. Du musst mir versprechen, in Sankt Merritus von deiner Vermutung zu berichten.“

Der Halbelf hat nicht die geringste Ahnung, wie Ussef das meint. Ob ihm wirklich an Lasqualls Unterstützung liegt und seine Mentalität ihn dazu bringt, die Bitte in einen leicht spöttischen Tonfall zu verpacken. Ob es reiner Hohn ist, der aus diesen Worten spricht. Oder ob er Lasquall einfach nur für naiv hält und ihn ausnutzen will, um seine Position bei den neuen Verbündeten zu verbessern. Der Druide ist schon wenig geübt darin, die Sprache und Signale seiner menschlichen Gesprächspartner zu deuten, aber die des Dämonen scheinen ihm unverständlich und voller Fallstricke zu sein.
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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #418 am: 31. März 2011, 18:46:24 »
Nun, da Ussefs Reaktion wieder einmal gänzlich anders ausgefallen ist als Lasquall vermutete (oder er die Häme nicht begreift), wird er ganz ruhig und aus einem verborgenen Teil seines Inneren verspürt er die Gewissehit, zumindest nicht völlig daneben zu liegen. Freundlich entgegnet er: "Wie fühlt es sich für dich an, dass jemand anscheinend eine gute Meinung von dir hat? Auch wenn es nur ich bin. Und ich nehme deine Entschuldigung an." Die letzten Worte durchaus mit Würde und Ernst hervorgebracht.

Offline Makkharezz

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Re: Ansur - Lasquall - Dämonenbrut
« Antwort #419 am: 01. April 2011, 19:46:55 »
Nun ist es wieder Ussef, der ganz perplex ist. Prüfend schaut er Lasquall an, neugierig, vielleicht aber auch eine Spur misstrauisch, weil er nicht recht weiß, was hinter dieser Frage steckt. Er setzt gerade zu einer Antwort an, da lenkt ihn etwas ab. Mit einem Ruck hebt er den Kopf und schaut nach vorn zu Marina.

Sie ist ebenfalls stehengeblieben und hat sich zu ihren Gefährten umgedreht. Da sie ein Stückchen entfernt ist, kann sie nicht verstehen, was geredet wird, aber es scheint ihr nicht zu gefallen, dass Lasquall überhaupt so ein angeregtes Gespräch mit dem Dämon führt. Ungehalten ruft sie: „Hey ihr zwei Turteltauben, kommt mal wieder in Gang, bevor ich hier festfriere! Wenn wir in Sicherheit sind, könnt ihr so viel tratschen wie ihr wollt, aber jetzt müssen wir erst einmal zusehen, dass wir Land gewinnen.“

„Sie gehört dann wohl zu denen, die nicht ganz so begeistert sind.“ bemerkt Ussef trocken, und obwohl es ganz ruhig und ohne Ärger gesprochen wurde, ist seine Miene hart, und Lasquall fragt sich, was für Gedanken ihm wohl gerade durch den Kopf gehen.
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