Skeyfare

25. November 2020, 05:42:22
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Skeyfare » Andere Welten » Kalandria » Die Rückkehr des Königs » Alte und neue Wunden

Autor Thema: Alte und neue Wunden  (Gelesen 50236 mal)

Offline Dario

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Re: Alte und neue Wunden
« Antwort #210 am: 19. Juli 2011, 17:50:00 »
Als Niryann diese Überlegungen anstellt, ist Dario ziemlich baff. „So weit hatte ich gar nicht gedacht“, gibt er zu. „Eigentlich meinte ich nur, dass du hoffentlich mit dir ins Reine kommst, auch wenn dir die Sache bestimmt schwer auf der Seele liegt.“

Er verschränkt die Arme vor der Brust und betrachtet Niryann. „Damals habe ich dir vielleicht einen Schubs in die richtige Richtung gegeben, aber ich schätze, jetzt, wo es um mehr geht als nur ein gestohlenes Huhn, habe ich wohl nicht allzu viel an Ratschlägen zu bieten." Es ist eine recht nüchterne Feststellung, Dario scheint dieses Eingeständnis nicht besonders zu wurmen.

Er legt einen Arm um Niryann. „Das heißt aber nicht, dass du es ganz allein austüfteln musst. Er nickt in Richtung der Tür. “Du hast Rakon an deiner Seite, das hast du ja selbst gesagt, und Felorion kann dir bestimmt auch helfen, in dem ganzen Schlamassel einen Sinn zu finden." Mit einem selbstironischen Lächeln fügt er hinzu: "Mich rufst du dann, wenn du einen Spürhund brauchst oder wenn ich jemandem in den Hintern beißen soll, klar?"
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Offline Niryann

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Re: Alte und neue Wunden
« Antwort #211 am: 20. Juli 2011, 12:52:43 »
Sie lächelt wehmütig. "Dich brauche ich, um mir in den Hintern zu treten und mir zu sagen, dass ich aufhören soll, mich selbst zu bemitleiden - wo ich soviel Schönes um  mich herum habe. Rakon, meine Kinder - und euch alle. Wirst du das tun?"
. . und ich nehme mir die Freiheit,
aufzubrechen wohin ich will.

Offline Dario

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Re: Alte und neue Wunden
« Antwort #212 am: 20. Juli 2011, 17:11:59 »
„Wozu? Das hast du auch längst ohne mich gemerkt“, antwortet er ungerührt. Er lässt Niryann los und schiebt sie eine Armlänge von sich. „Du weißt genau, was du zu tun hast: Genieß es gefälligst, dass du endlich mal wieder ein bisschen Zeit für deine Familie hast. Also, was stehst du noch hier herum und schwafelst? Mach dich lieber reisefertig.“ Tatsächlich tut er so, als würde er zu einem Tritt ausholen, setzt dann aber den Fuß wieder auf die Erde. Einmal noch schaut er Niryann fest in die Augen und meint. „Ich bleib erstmal hier im Tal und lerne den Mond anzuheulen. Wenn du mich brauchst, lass es mich wissen, dann bin ich da.“
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Offline Niryann

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Re: Alte und neue Wunden
« Antwort #213 am: 21. Juli 2011, 11:46:19 »
Niryann ergreift seine Hände und drückt sie fest ehe sie sich tatsächlich räuspern muss. "Kiara muss noch ihre auf der Burg verstreuten Sachen zusammenzusuchen, dann werden wir aufbrechen."
Sie zögert, dann tritt noch einmal einen Schritt an Dario heran. "Pass auf dich auf, ja? Mit Darmisch ist nicht zu spaßen."

Sie sieht noch einmal in die Weite des Adlertals und etwas verträumt fügt sie an: "Komisch, nun fällt mir der Abschied doch schwerer als ich eben noch geglaubt habe. Aber wir sehen uns so bald wie möglich wieder, nicht wahr? Und wenn du genug von der Heulerei hast, dann kommst du zu uns auf die Burg, versprochen?"
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Offline Dario

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Re: Alte und neue Wunden
« Antwort #214 am: 21. Juli 2011, 17:34:22 »
In dem Moment wird ihm klar, dass er gerade eine Seite an Niryann sieht, die sie selbst ihren Freunden selten zeigt, und nun ist er selbst ganz verlegen. „Klar, Prinzesschen“, antwortet er, und bevor Niryann sich über die Anrede beschweren kann, überrumpelt er sie, indem er sie in eine Umarmung zieht und fest an sich drückt.

Dann löst er sich auch schon wieder und macht einen halben Schritt in Richtung der Treppe, die vom Wehrgang hinunterführt. „Ich komm nochmal zum Tor, wenn ihr aufbrecht. Muss mich noch von Rakon verabschieden.“ Damit wendet er sich ab und hebt im Weggehen eine Hand zum Gruß, ohne sich aber nochmal umzudrehen.
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Offline Niryann

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Re: Alte und neue Wunden
« Antwort #215 am: 21. Juli 2011, 20:49:55 »
Niryann erwidert seine Umarmung herzlich, sie braucht einen Moment ehe sie ihren gewohnten Tonfall wiedergefunden hat und dann ist Dario schon halb die Treppe hinunter.

"Wir waren Banditen und werden es auch immer auf die ein oder andere Weise bleiben! Und das ist gut so!", ruft sie ihm lachend hinterher. Und leiser, so dass Dario es nicht mehr hören kann: "Banditen mit einem Gewissen und einem großen Herz, auch wenn du das nicht hören willst."

Ihr Blick streift noch einmal den Höhenzug hinter Hohenhorst, dann dreht sie sich um und verläßt ohne einen weiteren Blick zurück den Turm.

. . und ich nehme mir die Freiheit,
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